Penis Schwellkörper
Anatomie
Die zwei Penisschwellkörper (Corpora Cavernosa) und der Harnröhrenschwellkörper (Corpus Spongiosum) bestehen aus Blutgefäßgeflechten mit Endothelauskleidung, deren Abfluss gedrosselt werden kann und die so die Erektion bewirken.
Die arteriellen Penisschwellkörper, die beidseitig vom Sitzbein kommend im Penisschaft zusammenlaufen, sind von einer starken Bindegewebsschicht umhüllt, von der aus Septen ins Innere verlaufen. So erhält der erigierte Penis seine Struktur und Form. Im unerregten Zustand sind sie blutleer.
Ihre weibliche Entsprechung ist der Kitzler-Schwellkörper (Corpus Cavernosum Clitoridis).
Der venöse Harnröhrenschwellkörper, der die Harnröhre umschließt, stellt mit elastischen Fasern die Durchgängigkeit der Harnröhre während der Erektion sicher. Seine Fortsetzung ist der Eichelschwellkörper, der von sensibler Schleimhaut bedeckt ist.
Gehirn
Relais:
Großhirnmark (-/+) zentral re & li im Bereich der Beckenrelais
Psyche
Biologisches Thema:
Sexueller Selbstwert
Gefühle, Gedanken:
Frustration, Ungeduld, Selbstzweifel
- Ich kann ihn nicht hochkriegen!
- Ich kann sie nicht befriedigen.
- Ich bin kein richtiger Mann.
- Ich bin kein guter Liebhaber.
- Ich bin nicht gut genug für sie!
META-Bedeutung:
- Ich kann die Liebe jetzt leicht nehmen.
- Wenn sie die Richtige ist, werde ich ganz entspannt und alles geht von selbst.
- Zärtlichkeit auszutauschen bringt uns Freude und Befriedigung!
Organ
Stressphase:
Hemmung der erektilen Funktion führt auf Dauer zu herabgesetzter Versorgung und Nekrose der Schwellkörper. Mögliche Diagniosen: erektile Dysfunktion, Impotenz, Penisatrophie.
Bei Anlage und vererbtem Glaubenssatz ggf Mikropenis.
Regenerationsphase A:
Entzündliche Schwellung, Ödematisierung, Priapismus möglich in Verbindung mit Flüssigkeitsretention Nierensammelrohre, Einsamkeitskonflikt)
Regenerationsphase B:
Überschießende Wiederherstellung, ggf bindegewebige Verwachsungen, die zu Schmerz bei der Erektion führen können. Mögliche Diagnosen: Penisdeviation, Peyronie-Krankheit (Induratio penis plastica) besonders bei chronischen Rezidiven
Biologischer Sinn:
Die bleibende Verstärkung des Gewebes nach der Regenerationsphase soll die Erektion verbessern und verlängern.
Sozial
Beispiele:
- Ein Jugendlicher wird bei der Liebe von den Worten seiner Mutter geplagt, die ihm von untreuen Männern erzählte.
- Ein Student, der in einer Wohngemeinschaft lebt, fühlt sich ängstlich und geniert, beim Sex Geräusche zu machen.
- Ein Mann hat nach einem sexuellen Trauma in der Kindheit kein Vertrauen und Selbstvertrauen auf dem Gebiet, und hat erektile Störungen.
- Ein junger Mann hat in mehreren Prüfungssituationen eine Erektion bekommen und hat Angst vor solchen Situationen. Diese hemmt seine Potenz. Nach Bearbeitung seiner Angst normalisiert sich das. (Cabral, MHU Archiv)
Zusätzliche Information
Die Erektion ist Resultat komplexer Interaktion von psychologischen, neuronalen, vaskulären und endokrinen Faktoren, und wird mit sexueller Erregung in Zusammenhang gebracht; sie kann aber auch spontan auftreten.
Physiologisch wird sie von parasympathischen Anteilen des Autonomen Nervensystems ausgelöst, die Stickstoffmonoxid in den Schwellkörperarterien freisetzen, was diese erweitert.
Gleichzeitig komprimieren der M. Ischiocavernosus und der M. Bulbospongiosus die Venen und verhindern den Abfluss des Blutes.
Konstellationen:
Sexuelle Megalomanie bei beidseitiger Konfliktaktivierung als Bewältigungsstrategie. Vergleiche: Casanova-Konstellation
Differentialdiagnose:
Diabetes wird als Hauptgrund für erektile Dysfunktion angesehen. (Siehe Pankreas – Beta-Inselzellen GHR -/+).
Lymphangiosklerose sind verhärtete Lymphgefäße (GHML -/+) im Penis, z B durch chronische sexuelle Selbstwertbeweise
Verringerte Libido und Erregbarkeit auch durch neuronale Störungen und bei Stressaktivität der Koronararterien bzw der Bläschendrüse (Positions- oder Liebesverlust)