Eierstöcke (Ovarien) – Hormonproduktion
Anatomie
Die Eierstöcke sind sowohl Gonaden (Keimzellenproduktion) und endokrine Organe (Hormonproduktion). Sie haben eine tiefschwarze Farbe und liegen zu beiden Seiten der Gebärmutter im kleinen Becken.
Eierstöcke produzieren Östrogen, Testosteron und Progesteron:
- Östrogen ist verantwortlich für die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale während der Pubertät, sowie für die Reifung und Funktionalität der weiblichen Geschlechtsorgane. Der Einfluss von Östrogen macht psychisch und sexuell rezeptiv.
- Testosteron wird vorwiegend in Eierstöcken und in der Nebennierenrinde produziert, und macht aktiv und entschlussfreudig. Ein Mangel an balancierendem Testosteron macht depressiv.
- Progesteron bereitet die Gebärmutter auf die Schwangerschaft und die Brustdrüsen auf die Milchproduktion vor. Zusammen mit Östrogen bewirkt es die Veränderungen im Endometrium während des Menstruationszyklus.
Gehirn
Grafikquelle: Universität Bern
Relais
Großhirnmark/oberes Mittelhirn (-/+) zentral posterior re & li
Psyche
Biologisches Thema:
1. Verlust einer Person
2. Streit mit sexueller Komponente, “sexuelle Ausnutzung”
Seitendominanz ist bei einseitiger Betroffenheit von Bedeutung:
Gefühle, Gedanken:
1. Trauer
- Ich bin untröstlich!
- Was soll ich nur ohne ihn tun.
- Den Verlust verwinde ich nicht.
2. Ärger, Hass, Verzweiflung - Ich kann nicht glauben, dass er mir/uns das angetan hat!
- Ich kann das doch nicht tun!
- Nein, das will ich nicht!
- Ich bin so enttäuscht!
- Er meint es nicht ehrlich.
- Er sieht mich nur als Sexobjekt.
META-Bedeutung:
1. Das Universum und das Leben geben mir alle Möglichkeiten zu heilen und neu zu gestalten. Ich kann die Präsenz meineLieben in mir fühlen, und damit kann ich den Schmerz gehen lassen.
2. Ich bin die Herrin über mein Leben, und kann meine Bedürfnisse und Grenzen klar kommunizieren. Der andere hat seine eigene Geschichte.
Organ
Stressphase:
Funktionsminderung vor allem der Östrogenproduktion in den Granulosazellen der Ovarfollikel, Atrophie und Abbau dieser Zellen bis hin zur Schrumpfung des Eierstocks. Dadurch unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutung (Dysmenorrhoe, Amenorrhoe), Unfruchtbarkeit und Virilisation (Vermännlichung) der Frau.
Regenerationsphase:
Rückkehr der Funktion unter Entzündung (Adnexitix), oft Bildung einer oder mehrerer flüssigkeitsgefüllter Ovarialzysten, die während der Dauer von 9 Monaten indurieren und funktionsfähig werden. So lange diese Zysten keine eigene Blutversorgung besitzen, wachsen sie mit umgebendem Gewebe zusammen (“invasive Adhäsion”).
Auch die Diagnose eines Ovarialtumors ist möglich.
Im Fall von aktiver Wasserretention kann eine Zyste so stark anschwellen, dass sie umgebende Blutgefäße zerreisst, und sie sich mit halbgeronnenem Blut füllt (“Schokoladenzyste”), oder dass sie platzt.
Zu polyzystischen Ovarien kommt es durch chronische Erlebensmuster.
Biologischer Sinn:
Durch die gesteigerte Östrogenproduktion nach Abschluss der Regeneration kann die Betroffene jünger und attraktiver aussehen, was ihr hilft, den richtigen Partner anzuziehen und den Verlust zu ersetzen.
Sozial
Beispiele:
- Die 40jährige Klientin fürchtet sich vor der Trennung von ihrem Partner. Sie wünscht sich ein weiteres Kind. In ihrem Alter würde eine Scheidung für sie bedeuten, dass sie keine Aussicht auf ein Baby mehr hat.
- Eine Frau hat mit 50 einen neuen Partner und ein erfülltes Sexleben gefunden. Sie wirkt um Jahre jünger, und trägt ein Kind von ihm aus, was sie gesund gebiert (Klapp)
- 2 Jahre, nachdem sich die Klientin aus einer spannungsreichen Partnerschaft trennte, wird ihr ein Ovarialtumor diagnostiziert. Ein weiterer Tumor bildet sich nach traumatischem Verlust eines Familienmitgliedes. (Solomon, MHU Archiv)
- Die Klientin hat polyzystische Eierstöcke. Der schmerzliche Verlust ihres Bruders aus der Kindheit, der seit seiner Heirat die Familie und Eltern missachtet, holt sie immer wieder ein. (Klapp)
- Die Klientin hat eine Schokoladenzyste, die sie operieren lässt. Sie hatte mehrere traumatische Verluste in der Familie, der letzte war der geliebte Großvater 6 Monate vor der Diagnose. (Liz, MHU Archiv)
- Polyzystische Eierstöcke kommen oft bei jungen Mädchen vor, die ein Beziehungsproblem mit ihrem Vater haben. (Eldemellawy)
Zusätzliche Information:
Die Größe der Eierstöcke kann während eines Monatszyklus deutlich variieren; nach der Menopause ist sie deutlich reduziert. Die in den Eierstöcken produzierten Östrogene führen unter anderem zum monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
Östrogen erhöht die Sensibilität für das Hören sowie das Gedächtnis von Geräuschen und Sprache.
Östrogendominanz
Es handelt sich um ein Symptom relativen Östrogenüberschusses bzw Progesteronmangels, der häufig “Wechseljahrsbeschwerden” charakterisiert. In der hormonellen Umstellung kommt es zu verstärkter Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Wassereinlagerung, Hungerattacken, Schlaflosigkeit und Ovarialzystenbildung.
Dies wird auch durch Medikamente, östrogenhaltige Nahrung (Masttierfleisch, Bier, Sojaprodukte) und Wasserbelastung mit Hormonen verstärkt.
Konfliktbelastung auf der rechten Seite der “Hormonwaage” verstärkt Östrogendominanz:
Polyzystisches Ovarialsyndrom
Hierbei besteht eine genetische Disposition (weitergegebene Konfliktmuster aus der mütterlichen Ahnenreihe), die durch Adipostas getriggert werden kann. Dabei spielt sowohl Lebensstil und Ernährung, als auch Attraktivitätskonflikte und Wasserretention im Gewebe eine Rolle.
Konstellationen:
Fruchtbarkeits-Megalomanie bei beidseitiger Aktivierung. Z B Bildung von Großfamilien, Zeugung vieler Kinder
Differentialdiagnose
Uterus – Endometrium (SH +/-) Stress (Verlust oder sexueller Streit): vermehrtes Wachstum und Sekretion; Regenerationsphase: Abstoßung, verstärkte Regelblutung, evtl Pilzinfektion
Hypophysenvorderlappen (Produktion von Gelbkörperhormon/Gestagen) (SH +/-) Stress (Priorität, Schwangerschaft): Mehrproduktion, Verhinderung des Eisprungs, Unfruchtbarkeit
Hypophysenvorderlappen (Produktion von FSH) (SH +/-) Stress (Fruchtbarkeit): Mehrproduktion, Reifung der Eizellen, erhöhte Fruchtbarkeit
Eierstöcke – Keimzellen (SH +/-) Stress (Verlust einer Bezugsperson): Hyperplasie, Anlage von Teratom möglich (archaisches Vermehrungsprogramm)
Gebärmutterhals & -mund (GHR, GHML -/+) Stress (Verlust von Liebe oder Status): Erweiterung, Schwächung, Ulzeration (resultiert evtl in Frühgeburt); Regenerationsphase: überschießende Wiederauffüllung, Gebärmutterhalskrebs
Weitere Revierbereichskonstellationen führen auch zu Unbalancen der Sexualhormonausschüttung sowie zu manischen oder depressiven Zuständen und Persönlichkeitsmerkmalen/-veränderungen.