Zahnschmelz
Anatomie
An Zahnhals und -krone ist das Zahnbein Dentin) vom Zahnschmelz bedeckt. Dieser ist die härteste und am stärksten mineralisierte Substanz im Körper (96 % Mineral).
Es entsteht aus verhärtetem ektodermalem Plattenepithel, und ist neben Dentin, Pulpa und Zahnzement ein Hauptbestandteil der Zähne. Dentin ist halbtransparent, und seine weisse bis gräuliche Farbe wird durch das Gelb des Dentins abgetönt. Die Dicke der Schmelzschicht ist an der Zahnspitze/Kaufläche am größten (2.5mm), und an der Grenze zum Zement am geringsten.
Gehirn
Relais:
Großhirnrinde ( – / + ) sensibles prämotorisches Rindenfeld frontozentral
Psyche
Biologisches Thema:
Position/Erlaubnis zu Beissen (sozialer Konflikt) und zum Selbstausdruck
Gefühle, Gedanken:
Unterdrückte Aggression
- Ich würde jetzt so gern zubeissen!
- Warum darf ich nicht beissen/knabbern?
- Ich muss so an mich halten…
- Ich darf jetzt nicht sprechen.
- Wenn ich ihn zerreissen könnte!
META-Bedeutung:
- Jetzt kann ich mich angemessen und kraftvoll ausdrücken.
- Jetzt kann ich entscheiden, was und wo ich beisse.
Organ
Sensibilitätsveränderung gemäß Innere Haut/Magenschleimhaut-Muster mit Hyperästhesie/Empfindlichkeit in der Stressphase
Stressphase:
Verdünnung, Überempfindlichkeit, Karies, oberflächliche Lochbildung. Möglicherweise bräunliche Verfärbung
Regenerationsphase:
Langsame Rekalzifizierung und Rückbildung der Karies, dabei Rückgang der Überempfindlichkeit (ausser für physische Stressauslöser).
Heilkrise:
Kurze Hypersensitivität wie bei Stresstrigger.
Biologischer Sinn:
Erhöhte Empfindlichkeit in der Stressphase macht vorsichtiger beim Zubeissen.
Sozial
Beispiele
- Ein Student wurde beim Praktikum gemobbt, als er sich dem strikten Zeitdruck widersetzen und entziehen wollte. In dieser Zeit bekam er eine kleine Karies am linken vorderen Backenzahn. Nachdem er das Studium abbrach und einen neuen Weg einschlug, regenerierte sich der Zahn und der dunkle Fleck verschwand. (Klapp)
- Die Klientin hat seit einer Beziehung, die in die Brüche ging, große Spannungen in den Kiefermuskeln und knirscht nachts mit den Zähnen, und ihr brach schon ein Stück Zahnschmelz ab. Sie gestattete sich nie ihre Aggression herauszulassen. Nach einer kraftvollen Vorstellung als Löwin, die ihre Jungen erfolgreich verteidigt, findet sie zu Frieden und Entspannung. (Klapp)
- Eine junge Frau fühlt sich von ihrem Chef im Kleinbetrieb ungerecht behandelt, aber kann vor den Kunden nicht “zurückbeissen”. Sie bekommt Karies am unteren Eckzahn. (Klapp)
Zusätzliche Information
Habituelles Zähneknirschen (Bruxismus) kann auch zu Zahnschmelzdefekten führen: hier wird der spröde harte Schmelz beschädigt und kann splittern. Dies ist zu unterscheiden von der Reduktion in der o g Stressphase, der Konflikt hinter der Anspannung der Kaumuskulatur ist aber ähnlich: das Zurückhalten von Aggression:
- Nicht beissen wollen oder dürfen
- Nicht in der Lage sein, sich zu verteidigen oder ausdrücken zu können
- Nicht den eigenen Willen durchsetzen können
Die Betroffenheit des Zahnschmelzes hat oft den Konflikt des Dentins zur Folge: die oberflächliche Karies vertieft sich, wenn das Gefühl, dort nicht beissen zu können, dazukommt, zB durch Schmerz (Sensibilität des Zahnschmelzes +/-).
Differentialdiagnose:
Dentin (GHML -/+): Stress (nicht beissen können): schmerzlose Demineralisierung/Karies; Regeneration: schmerzhafte Schwellung und ggf Nervenirritation.
Zahnfleisch (Gingiva):
oberflächliche Mundschleimhaut (GHR -/+) Stress (Mundkontakt): Hypersensibilität, Zahnfleischrückgang
tiefe Mundschleimhaut (SH +/-) Stress (Assimilierung/Ausspucken): erhöhte Speichel- und ggf Zahnsteinbildung, Regeneration: eitriger Abszess, Mykobakterien /Pilze (Soor)
Kieferknochen & Zahnhalteapparat (GHML -/+) Stress (Instabilität): Dekalzifikation, Periodontose (Zahnfleischrückgang) und ggf Zahnausfal; Regeneration: Entzündung (Periodontitis), Rekalzifikation, Zahnsteinbildung.