Rektum – intestinale Schleimhaut
Anatomie
Das Rektum oder Mastdarm ist der letzte, gerade Abschnitt des Dickdarms im Verdauungstrakt, der sich an die Sigmaschleife anschließt und im Anus endet. Sein Durchmesser gleicht am Beginn dem des Sigmas, aber es wird zur rektalen Ampulle erweitert. Er dient der Zwischenspeicherung des Kots vor der Defäkation.
Grafik: Wikipedia, Arnim Kübelbeck
Die Schleimhaut des Rektums hat die Funktionen der Wasserresorption und der Sekretion, um den Kot für die Ausscheidung vorzubereiten. Im unteren Teil ist sie von sensibler Plattenepithelschleimhaut bedeckt.
Die Darmwand besteht aus glatter Muskulatur mit einer inneren Ring- und einer äußeren Längsmuskelschicht. Aus der Längsmuskelschicht des Mastdarms strahlen Fasern zu den Steißbeinwirbeln und der Harnblase.
Den äußeren Abschluss der Mastdarmwand bildet eine seröse Bindegewebsschicht.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Stammhirn (+/-) dorso-zentral links zwischen Sigma- und linkem Schlundrelais, für die Schleimhaut, und
Mittelhirn (+/-) dorso-zentral links, für die glatte Muskulatur
Psyche
Biologisches Thema:
(Resorption, Sekretion), Exkretion
Assoziiert: Hässlicher Ausscheidungskonflikt (je weiter unten im Darm, desto sinnloser und schmutziger war die erlebte Situation und daher der Drang zur Ausscheidung). Seitendominanz ist hier irrelevant
Gefühle und Gedanken:
Groll: Nicht fähig oder wilig sein auszuscheiden, meistens in Verbindung mit einer hässlichen, hinterhältigen und/oder böswilligen Situation.
- Das ist so Scheiße!
- Ich muss das jetzt loswerden.
- Wenn ich das doch hinter mir lassen könnte!
META-Bedeutung:
- Ich habe das jetzt verarbeitet und kann es endlich los lassen.
- Es gibt nichts mehr zu tun, ich bin frei!
Organ
Stressphase:
Erhöhung der Exkretionsfunktionen, Wachstum von kompakten sekretorischen Tumoren oder flächigen Darmwandverstärkungen mit resorptiver Funktion, im unteren Ende des Mastdarms als submuköses Adenom unter dem Plattenepithel gelegen. Diese können unter Umständen einen Darmverschluss herbeiführen. Keine Schmerzsymptomatik, solange sensibles Epithel nicht mitbetroffen ist.
Mögliche Diagnosen: Hämorrhoiden, Marisken, Rektumpolypen, Adenokarzinom, muzinöses Karzinom, kolorektales Karzinom
Regenerationsphase:
Funktionsabnahme und Abbau des Tumors durch lymphatische Zellen meist in Anwesenheit von Mikroben (Pilze, Mykobakterien), Abszessbildung, eitrige Blutung und Abstoßung von Schleimhaut möglich, jedoch keine Schmerzsymptomatik, solange sensibles Epithel nicht mitbetroffen ist bzw durchbrochen wird. Es kommt jedoch zu Nachtschweiss und leichtem Fieber.
Mögliche Diagnosen: Kandida-Infektion, Mykose, blutende Hämorrhoiden, submuköser Abszess, ulzerative Kolitis
Chronisch: es kann zur Bildung von Aussackungen der Darmwand (Divertikeln) kommen, die meist symptomlos sind, sich aber entzünden können (Divertikulitis).
Biologischer Sinn:
Der Kot soll durch gesteigerte Funktion der Sekretion und ggf Resorption besser zur Exkretion vorbereitet werden.
Sozial
Beispiele:
- Eine Frau, die psychisch unter ihren Marisken leidet, hatte eine Kindheit mit sexuellem Missbrauch, den sie gerne ausblendet und der sie trotzdem noch begleitet. Ihre Angst vor sexuellem Abgelehntwerden und Ekel vor diesem Symptom manifestieren den Konflikt.
- Ein Mann fühlte sich zeitlebens als Kämpfer im Aufbau seiner Familie und seines Kleinunternehmens. Nach einer hässlichen Auflösung eines lokalen Vereins, seiner Pensionierung und Umzug bekommt er rektalen Krebs.
Zusätzliche Information:
Konstellationen:
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Sensible Anale Schleimhaut (GHR -/+) Stressphase (Identität/Rang) mit schmerzloser Ulzeration und Nekrosen; Regenerationsphase mit schmerzhaften hämorrhoidalen Blutungen , evtl Analkanalkarzinom oder Analrandkarzinom. Der externe Sphinkter reagiert oft im gleichen Programm mit.
Anale Schließmuskeln (GHR, GHML -/+) Stressphase (Identität, Position): Erschlaffung, Muskelabbau; Regeneration: verstärkter Wiederaufbau, evtl Hypertonus, Myosarkom