Gallenblase und Gallengänge
Anatomie
Die Galle ist eine gelb-grüne Verdauungsflüssigkeit die von der Leber erstellt wird, in der Gallenblase gespeichert wird und durch den gemeinsamen Gallengang in den Zwölffingerdarm abgegeben wird, wo er die Fettverdauung unterstützt. Nach der Fettabsorption wird auch die Galle absorbiert und zurück zu der Leber transportiert, um da wieder verwendet zu werden. Der Hauptbestandteil der Galle ist Cholesterol.
Die intrahepatischen Gallenkapillaren – Spalten zwischen den Leberzellen – vereinigen sich zu einem interlobulären (zwischen den Läppchen gelegenen) Gallengang, der als Glisson-Trias zusammen mit einem Ast der Leberarterie und der Pfortader (Vena portae) in der Peripherie eines Leberläppchens verläuft. Gallengänge besitzen ein einschichtig-prismatisches Epithel. Aus diesen kleinen Gallengängen fließt die Galle über größere Gallengänge und schließlich den rechten und linken Lebergang aus der Leber. Diese beiden Gänge münden in einen gemeinsamen Leber-Gallengang, der als Ductus Choledochus zum Zwölffingerdarm läuft. Von ihm teilt sich ein Gang (Ductus cysticus) ab, der in der Gallenblase mündet.
Die Gallenblase ist ein Hohlorgan zur Speicherung und regulierten Abgabe von Galle, welches sich gleich unterhalb der Leber befindet oder von deren Lappen umschlossen wird. Sie ist in drei Sektionen unterteilt: der Fundus, der Körper und der Hals. Am Hals der Gallenblase ist eine Schleimhautfalte, die eine Verschlussfunktion hat. Die Wand der Gallenblase enthält glatte Muskulatur.
Grafik: Connexions web site
Gehirn
graphic: wikipedia, Henry Gray
Relais:
Großhirnrinde (-/+) Inselregion mediolateral rechts “4-Uhr-Relais”, für das Epithel
Mittelhirn (+/-): mediolateral rechts für glatte Muskelschicht
vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
1. Territorialer Ärger (maskuline Wahrnehmung)
Oft Grenzstreitigen unter Geschwistern, Nachbarn, Arbeitskollegen oder wegen Besitz einer Freundin/Partner oder Geld
2. Identitätskonflikt (weibliche Wahrnehmung)
Weiß nicht wo sie hin gehört oder wohin sie geht oder welche Entscheidung sie treffen soll (Entscheidungskonflikt).
Gefühle, Gedanken:
1. Ärger über jemanden der in unser Territorium eindringt, in unseren eigenen Raum oder Bereich.
- Das ist übergriffig!
- Das ist mein Platz hier!
- Wie kann er es wagen!
2. Unentschlossenheit: - Was soll ich hier?
- Soll ich ihm folgen?
- Was ist meine Position?
META-Bedeutung:
- Jetzt respektiere ich und werde respektiert.
- Ich weiß immer wie ich die richtige Lösung finden kann.
- Ich schaue in mein Herz und finde die Antwort.
Organ
Sensibilitätsänderung gemäß Innere-Haut-Muster: Hyperästhesie in der Stressphase
Stressphase:
Zunächst weiten sich die Gallengänge, um mehr Galle freizugeben. Danach werden Zellen abgebaut und vermischen sich mit der Galle. Die Peristaltik preßt die Zellen zusammen. Diese Verklumpung führt zu der Entwicklung von Gallensteinen. Die Galle beginnt dickflüssiger zu werden.
Der Zellabbau mit Ulzeration der intrahepatischen und der extrahepatischen Gallengänge und der Gallenblase ist begleitet von Irritationen, krampfendem Schmerz und Gallenkolik. Typische Symptome sind Spannung im Abdomen, Spucken von Galle und Kältegefühl.
Kräuter, Leberreinigung und andere unterstützende Therapien sind hier angebracht. Territoriale Ärgerkonflikte können auch Bauchspeicheldrüse, Magen und Zwölffingerdarm betreffen.
Eine Folge von lang anhaltenden Konflikten ist, dass die Leber bindegewebig vernarbt und schrumpft (Leberzirrhose).
Regenerationsphase:
Stop des Zellabbaus/Ulzeration und Wiederaufbau, evtl unter Anwesenheit von Viren. Schwellung der Gallengänge möglich, welche vorübergehend zur Verklebung (Cholestasis) führen kann. Das am meistens angetroffene charakteristische Symptom ist ein schmerzfreier Ikterus. Das Ergebnis des Bluttests zeigen erhöhtes Gamma GT, AP und Bilirubin. Unter Umständen Bildung von Gallensteinen.
Die hervor gehobene Zellwucherung und die erhöhte Schwellung können von der klassischen Medizin als maligner Tumor diagnostiziert werden, besonders wenn es sich um einen intensiven und langanhaltenden Konflikt handelt, eventuell auch in Kombination mit einem Wasserretentionsprogramm.
Mögliche Diagnosen: - Hepatitis A und B
- Hepatitis C (non-A non-B Virus Hepatitis)
- Karzinom der Gallengänge (Cholangiozelluläres Karzinom)
- Gallenblasenkarzinom
Ein Leberkoma (hepatische Enzephalopathie) entsteht durch unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber, zB durch Leberzirrhose oder temporär durch Schwellung und Obstruktion der Leber-Gallengänge. Gleichzeitig kann es zu einer ernsthaften Hypoglykamie führen, da die Leber keine Glukose mehr ausschüttet.
Interessant: Mehr als 80% der Patienten mit einem Gallenblasenkarzinom haben laut Statistik Gallensteine.
Heilkrise:
Gallenkoliken mit oder ohne Durchgang eines Gallenblasensteins.
Biologische Bedeutung:
Die Ausweitung der Gallengänge führen zu einem erhöhten Gallenfluss, welcher zu einer besseren Verdauung der Fette und zu Energiezufuhr führt. Die häufig beobachtete Neigung zu Wutausbrüchen und Aggression (siehe Konstellationen) sollen helfen, den Revierärgerkonflikt zu lösen.
Sozial
Beispiele:
1. Territorialer Ärger:
Oft Grenzstreitigen unter Geschwistern, Nachbarn, Arbeitskollegen oder wegen Besitz einer Freundin/Partner oder Geld - Ein Angestellter wird wiederholt beschuldigt und aggressive von den Kollegen behandelt, weil er einen Fehler in der Ausübung seiner Pflichten machte.
- Der Vermieter geht mit einem neuen Mieter unangemeldet in das Apartment eines Mieters, und missachtet dessen private Sphäre. Beide sprechen in einem unschönen und groben Ton miteinander. Deshalb fühlt sich der aktuelle Mieter gestört und unsicher.
- Ein erwachsener Sohn streitet mit seinem Vater über technische Themen. Der Vater weiß alles besser.
- Ein Stiefvater wurde heimtückisch beschuldigt die Stieftochter sexuell missbraucht zu haben.
2. Identitätskonflikt:
Die betroffene Person weiß nicht wo sie hingehört oder wo sie hin gehen soll und welche Entscheidung sie treffen soll. Dieses ist ein Entscheidungskonflikt. Dieser Konflikt gehört zu dem territorielen Bereich der linken GHR und kann einen sexuellen Aspekt haben. - Eine linkshändige Frau wird durchgehend verachtend von ihrem Partner kritisiert. Sie ist sehr unsicher und weiß nicht was sie über sich selbst denken soll. Sie weiß auch nicht wie sie sich dem Partner gegenüber verhalten soll.
- Ein Paar erwägt, in ein anderes Land zu ziehen. Während der Mann Pläne schmiedet, fühlt sich die Frau zerrissen und will ihre Position und Freunde nicht verlieren.
Beide Konflikte führen oft zu aggressivem Verhalten oder zu einer Depression (siehe Konstellationen).
Zusätzliche Informationen
Dieses Relais gehört zu den Revierbereichen der Großhirnrinde mit der Thematik sozialer Positionierung und Zugehörigkeit. Es gelten Sonderregeln für die Bewertung der Seitendominanz. Konflikte haben Einfluss auf die sexuelle und soziale “Hormonwaage” und können manische oder depressive Zustände bewirken. (siehe “Konstellationen” verknüpft mit der Funktion der Neurohypophyse)
Hypoglykämie/Blutzucker
In aktiven Konflikten, aber auch in Regenerationsphasen benötigen die Patienten eine Menge Energie. Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist daher möglich und muss frühzeitig erkannt und mit Zugabe von oraler Glukose behandelt werden.
Gallensteine gehen oft während der Heilkrise ab, vorausgesetzt sie sind nicht zu groß um ausgeschieden zu werden. Größere Steine bleiben in der Gallenblase, ohne Symptome auszulösen.
Primäre Sklerosierende Cholangitis (Sklerosierung der Gallengänge) kann durch intensive Konfliktrezidive ausgelöst werden.
Chronische Hepatitis ist auch Symptom von typischen Erlebensmustern (Revierärger, Identität oder Verhungerung). Typische Symptome sind geringe Leistung, Müdigkeit, Anorexie, Druckschmerz in der Lebergegend, leicht vergrößerte Leber, Vergrößerung der Milz. Dadurch werden beobachtet: Leuko- und Thrombopenie, Hautveränderungen, juckende Varizen, weiße Nägel. Bei weiblichen Patienten Dysmenorrhö oder sekundäre Amenorrhö und bei männlichen Patienten: Verlust der männlichen Behaarung.
Bei einer Leberzirrhose (Schrumpfleber) wird Lebergewebe durch Fibrose und Knotenbildung (Narbengewebe) unfunktionell repariert. Dies geschieht vor allem bei langgezogener Regeneration und nach chronischen Prozessen. In der konventionellen Medizin werden Zusammenhänge oder Risikofaktoren in Alkoholismus, Fettleber, Hepatitis B und C etc gesehen, was sich mit chronischer Reaktivierung deckt.
Fettleber:
Neben oder durch die Konfliktaktivität sind die Zuführung von Alkohol, sowie andere Faktoren wie Diabetes Mellitus, Übergewicht, Hyperlipoproteinämie, Protein-Mangelernährung, unterschiedliche Drogen z.B. Tetrazyklin und Hypoxia, und auch zivilisationsbedingte Mangelernährung und Störungen des Lipidstoffwechsels zu beachten.
Laborwerte der Leber:
GGT: Normaler Wert bei Männern: bis zu 28, bei Frauen: bis zu 19;
Mit einem territorialen Ärgerkonflikt ist ein Ansteigen des GGT-Wertes in der Regenerationsphase zu erwarten, wenn sich die Gallengangszellen in der Regenerationsphase vermehren.
Bis zu 200 unkritisch;
Bis zu 400 kritisch;
Über 400 (in der Heilkrise) ziemlich ernst und gefährlich
GOT und GPT: erhöht im Falle eines Lebergangverschlusses, wenn der Blutstrom erhöhte Bilirubinwerte hat.
AP: Differentialdiagnostisch: kann auch durch Prozesse im Knochen verändert sein.
Cholesterase: Eine Aussage über die synthetische Leistung der Leber: Normaler Bereich: zwischen 2000-3700 U/L; Unter 1500: extrem kritisch.
Konstellationen:
Aggression: zusammen mit dem Analschleimhautrelais. Aggressives Verhalten gegen sich selbst (Östrogendominanz) oder gegen andere (Testosterondominanz). Positiv: Mut und Wille zur Konfliktlösung.
Bei gleichzeitiger “Mythomanie” kommt es zu aggressiver Rede oder Schreiben: der “Paparrazzi“-Konstellation.
Autistisch: zusammen mit Kehlkopfschleimhautrelais. Introvertiertes, selbstgenügsames Verhalten und Ausblendung der Aussenwelt. Positiv: Fokus!
Beide Konstellationen beinhalten manische und/oder depressive Zustände abhängig von der Hormonlage, und welche Hemisphäre stärker angetriggert ist.
Differentialdiagnose:
Leber-Parenchym(SH +/-): Stressphase (Existenzangst): Mehrproduktion von Galle, verstärkte Energiespeicherung,Tumorwachstum; Regenerationsphase: tuberkulöse Zersetzung oder Einkapselung des Tumors; Zirrhose nach wiederholten Prozessen.