Dünndarm – Jejunum, Ileum
Anatomie:
Der Dünndarm gehört zum Verdauungstrakt.
Dem Zwölffingerdarm folgt das Jejunum (Leerdarm) und das Ileum (Krummdarm). Sie sind mit dem Mesenterium an der Bauchwand aufgehängt, was den Därmen Bewegungsspiel gibt. Durch die Ileozäkalklappe wird das Ileum vom Blinddarm, einer Ausstülpung des Dickdarms, getrennt.
In der Schleimhaut des Leerdarms werden durch die Enterocyten Nährstoffe absorbiert, die von dort über den Blutkreislauf und die Pfortader weiter in die Leber gelangen.
Das Ileum folgt dem Jejunum. Seine Hauptfunktion ist, Vitamin B12, Gallensalze und weitere Verdauungsprodukte zu absorbieren. Seine Wand enthält dafür Falten mit vielen fingerähnlichen Darmzotten, um die Oberfläche für die Resorption (Aufnahme) von Nährstoffen und die Adsorption (Bindung) von Verdauungsenzymen zu vergrößern. Die Zotten enthalten viele Blut– und Lymphkapillaren, denn im Dünndarm werden Kohlehydrate und Proteine aufgeschlüsselt, während Fette nur emulgiert werden, um vom Lymphsystem weiter zum Blutkreislauf transportiert zu werden.
Die glatte Darmwandmuskulatur enthält längs- und querverlaufende Schichten, die die wellenartige Peristaltik zur Bewegung des Chymus erzeugen und Abfall sowie Wasser weiter zum Dickdarm befördern.
Besonders im Ileum (wie im Wurmfortsatz des Blinddarms) kommen
Peyer´s Plaques vor, Ansammlungen von Lymphfollikeln mit der Funktion, die Integrität des Organismus gegenüber Toxinen zu wahren, und die mikrobielle Aktivität im Darm zu steuern.
Grafik: Wikipedia/Mariana Ruiz Villarreal
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
1. Stammhirn (+/-) frontomedial für Schleimhaut
2. Großhirnmark (-/+) im “Lumbarbereich”, für Blut- und Lymphgefäße der Submukosa und MALT (Peyer´s Plaques)
3. Mittelhirn (+/-) frontomedial, für glatte Muskulatur
Grafik: Kevin Dufendach, vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
1. Aufspaltung, Aufnahme, Filterung – Werte herausziehen
2. Selbstwert in Bezug auf Filterung, Informationsübermittlung und Selbstdefinition
Seitendominanz ist dabei irrelevant.
Gefühle, Gedanken:
Oft verknüpft mit wichtigen Werten oder Streitsituationen innerhalb enger Beziehungen:
Unklarheit, mulmig oder Abscheu
- Das kann ich nicht verdauen.
- Das war schrecklich!
- Ich kann keinen Wert daraus ziehen.
- Ich will da mehr rausholen!
META-Bedeutung:
- Ich kann das nun verarbeiten.
- Ich nehme mir das was ich davon brauche, und gebe den Rest ab.
- Ich kann auch mal fünf gerade sein lassen.
Organ
Stressphase:
Steigerung der Gewebsfunktion (Sekretion und Resorption), gefolgt von Gewebszuwachs: möglich sind Polypen, ein kompaktes Adenokarzinom (für Sekretorik) oder eine Darmwandverdickung mit absorptiver Funktion. Gewebszuwachs kann zum Ileus (“Darmverschluss”) führen.
Regenerationsphase:
Funktionsnormalisierung und Wachstumsstopp des Tumors gefolgt von entzündlichem Abbau (Divertikulitis) oder Einkapselung. Beim nekrotischen Abbau des Tumors durch Pilze oder Mykobakterien (Candida, Aspergillus, Mucor oder Tuberkelbakterien) und lymphatische Zellen kommt es zum nächtlichen Schwitzen und oft treten Blutungen auf, die zu Anämie führen können. Schwarzer “Teerstuhl” zeugt von koaguliertem, “verdautem” Blut. Bei wiederholten schleimigen Diarrhöen, Darmblutungen und Koliken durch Ausscheidung von Tumorgewebe spricht man von Morbus Crohn.
Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie und Laktoseintoleranz beruhen auf verminderter Funktionalität der Enzymproduktion, die man nach chronischen Prozessen, oder auch als konditionierte Warnsignale vor bedrohlichen Situationen antrifft.
Regenerationssymptome können in lange andauernden oder sehr akuten Phasen zu Mangelerscheinungen durch verminderte Nährstoffaufnahme führen.
Heilkrise
Evtl mehrstündige Darmkrämpfe, Koliken und Schüttelfrost
Biologischer Sinn:
Durch die Funktionssteigerung von Verdauungssaftsekretion oder Nährstoffaufnahme und -transport in der Stressphase kann der Chymus effektiver aufgeschlossen und Wertstoffe absorbiert werden.
Sozial
Beispiele
- Ein erfolgreicher Geschäftsmann hat Probleme nach seiner Pensionierung. Er bleibt in Gedanken bei dem Unternehmen, und sieht das Ziel durch neue Strategien bedroht. Er entwickelt Divertikulitis und einen “Reizdarm”.
- Die Klientin fühlte sich in einer familiären Angelegenheit übervorteilt. Sie versteht die Gründe, aber kann emotionell nicht ihren Groll loslassen. Sie wird mit Morbus Crohn diagnostiziert.
- Ein Mädchen wurde häufig allein gelassen, als es Nahkontakt zur Mutter suchte. Es bekam aus Zeitmangel auch Fertigmahlzeiten zu essen. Es entwickelt chronische Blähungen und Durchfälle. Als ihm später Ressourcen in der Schule fehlen, wird es mit Aufmerksamkeitsdefizit und Laktoseintoleranz diagnostiziert.
Zusätzliche Information:
Ein “Mesenterialinfarkt” ist durch Verschluss von Blutgefäßen zur Versorgung des Dünndarms gekennzeichnet. Dies geschieht bei Regenerationsprozessen vor allem dieser Gefäße (Konflikt: Selbstwert in Bezug auf die Darmfunktionen). Er bewirkt akute schmerzhafte Bauchkrämpfe und Nekrosen des Darmgewebes durch Nichtversorgung.
Konstellationen:
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Duodenumschleimhaut (Ampulle) (GHR -/+), Stress (Rang, Identität): schmerzhaftes Geschwür; Regenerationsphase: Blutung, Teerstuhl, evtl Karzinombildung
gastro-intestinales lymphatisches Gewebe in Schleimhaut und Bindegewebe (GHML -/+) Stress (Wahl-/Lernprozess): Immuninsuffizienz, “Leaky gut”; Symptome der Regenerationsphase: Entzündlich und ödematös. Mögliche Diagnose: Lymphom, entzündliche fibroide Polypen, Perineuriom oder Leiomyom .
Glatte Darmmuskulatur (MH +/-): die glatte Muskulatur reagiert oft zusammen mit der Schleimhaut, mit dem Ziel den Chymus durch die Peristaltik vorwärts zu bewegen. In der Stressphase (Verdauung) Funktionssteigerung, häufiger Stuhldrang, Bildung eines Leiomyoms möglich.
Peritoneum – Bauchfell (KH +/-), Stressphase (Schutz des Bauchraums): adenoides Mesotheliom, Regenerationsphase: tuberkulöse Auflösung Aszites (Erguss im Bauchraum) ist möglich.
Fett-und lymphatisches Gewebe des Großen Netzes (GHML -/+),mit Nekrose in der Stressphase (Schutz des Bauchraums und des Selbst) ; Lipödem oder Lymphom in der Regenerationsphase.