Knochenhaut (Periost)
Anatomie
Das Periost umschließt jeden Knochen mit Ausnahme seiner Gelenkflächen, die von Knorpelbedeckt sind. Damit gibt es dem Knochen seine Form. Es besteht aus dichtem unregelmäßigem Bindegewebe, und kann in eine äussere fibröse Schicht mit kollagenen und elastischen Fasern, und eine innere Kambiumschicht unterteilt werden.
Die starke Kollagenschicht enthält Fibroblasten, und die Kambiumschicht Knochenvorläuferzellen, die sich zu Osteoblasten entwickeln. Sie ist auch gefäß- und nervenversorgt, und steuert damit die Knochenernährung (-Trophik). Die Osteoblasten sind für das Knochen(-dicken-)wachstum und für die Heilung von Brüchen verantwortlich.
Die Knochensensibilität besteht in den empfindlichen Schmerzrezeptoren des Periosts. Die Verarbeitung der sensiblen Reize geschieht im postsensorischen Bereich der Großhirnrinde.
Das Periost trägt zur Steuerung der kapillaren Durchblutung in der Peripherie bei.
Bildzitat: http://cnx.org/content/col11496/1.6/
Gehirn
Relais:
2. Großhirnrinde (-/+) Postsensorisches Rindenfeld für sensible Innervation
Psyche
Biologisches Thema:
1. Schutz und Heilungsvermögen des Knochens
2. Schmerzhafter Kontakt (physisch oder psychisch empfunden), ungerechte Trennung, auch: Abtrennung von Teilen des Selbst
Gefühle, Gedanken:
Empörung: Hervorgerufen durch Schmez, den man selbst erlebt oder einem anderen zugefügt hat.
- Das war ein Tritt vors Schienbein!
- Wie kann er so was Unfaires/Fieses tun?
- Das ging bis auf die Knochen.
- Das tut so weh!
- Ich hasse das Gefühl!
- Ich bin total empört!
META-Bedeutung:
- Jetzt nehme ich das hin und lasse den Schmerz los.
- Ich kann das jetzt mir und den anderen vergeben.
Organ
Stressphase:
1. Die Osteoblasten verdicken die fibröse Schicht bei anhaltender Stressphase. Dies kann als Fibrom oder Fibrosarkom diagnostiziert werden.
2. Verminderung des Gefäßlumens durch die Gefäßmuskulatur im betroffenen Areal, Minderversorgung der Knochen, blasse kalte Hände und/oder Füße. Dies entspricht der vagalen Hemmung im Schock (siehe Polyvagaltheorie)
Bezüglich der Sensibilität scheint es 2 Reaktionswege zu geben: - Münnich und Eybl beschreiben das IHS mit Hypersensibilität und Schmerzempfinden in der Stressphase gemäß der Schmerzreaktion bei Reizung (Tritt vors Schienbein) und ordnen “kalten Rheumaschmerz” dieser Reaktion zu.
- In früheren Publikationen Hamers (Wiss. Tabelle Stand 2006) findet man das ÄHS mit sensorischer Paralyse in der Stressphase, entsprechend der Schockreaktion bei Knochenbrüchen.
Mögliche Diagnosen: Raynaud-Syndrom, Knochen-Rheumatismus
Regenerationsphase:
1. Das verstärkend aufgebaute Gewebe kann bestehen bleiben oder unter Beteiligung von Bakterien/Mykobakterien entzündlich abgebaut werden.In diesem Fall wird eitrige Periostitis befundet, und es kann zu nächtlichem Schwitzen in der betroffenen Region kommen.
2. Wiederkehr der Funktion. Die Durchblutung in der Peripherie steigt, dadurch kommt es zu prickelnden Schmerzen. Keine starke Eigenschwellung.
Im Fall der Regeneration von Knochengewebe gibt es eine starke Schwellung durch Kallusbildung, welche das Periost vorübergehend schmerzhaft dehnt.
Fließender und wandernder s g “Rheumaschmerz” (Knochenrheumatismus) kann warm oder kalt empfunden werden. Es handelt sich dabei um unterschiedlich betonte Rezidive mit Beteiligung der Knochenhaut.
Heilkrise:
Kurze Bewusstlosigkeit / Absence
Biologischer Sinn:
Die Reduktion der Blutversorgung in der Stressphase verhindert starken Blutverlust bei Frakturen.
Verminderte Sensibilität ist eine Coping-Strategie bei Trennungs- und Schmerzkonflikten.
Sozial
Beispiele:
- Die Klientin hat rheumatische Schmerzen in Zusammenhang mit jahrelang andauerndem Streit in der Familie, wobei sie sich nicht vom gemeinsamen Eigentum trennen kann. (Klapp)
- Eine junge Frau konnte sich bei sexuellen Übergriffen in der U-Bahn nicht schützen und nicht weglaufen. Sie leidet an chronisch kalten Extremitäten, wenn es um Nahkontakt geht. (Klapp)
- Ein Fußballspieler trat seinen Gegner vors Bein. Zwei Tage später bekommt er starke Schmerzen an der gleichen Stelle.
Zusätzliche Information
Wenn es vom Knochen getrennt wird (Regenerationsphase A des Knochens), reagiert das Periost mit Stimulierung der Osteoblasten und Bildung neuen Knochengewebes.
Das Ödem der Regenerationsphase im Knochengewebe kann sehr schmerzhafte Ablösung und Dehnung des Periosts hervorrufen. Lokale Parästhesie oder Lähmung kann entstehen.
Abgetrennte Extremitäten können “Phantomschmerz” verursachen, der mit dem postsensorischen Rindenfeld (Periostsensibilität) in Zusammenhang gebracht werden kann.
Im Bereich des Schädels ist das Periost mit der äusseren Hirnhaut, der Dura Mater, verwachsen, die die Schutzfunktion des Gehirns erfüllt. Die Meningen reagieren im gleichen Sinn wie das Periost.
Bei Morbus Sudeck (schmerzhafte Dystrophie nach physischem Trauma/Verletzung) scheint die Periostreaktion eine Rolle zu spielen.
Differentialdiagnose:
Knochen(GHML -/+) Stress bei Instabilität: Osteolyse oder Dekalzifikation, Osteoporose; Regeneration: starke Schwellung und Entzündungszeichen, Aufbau des Gewebes evtl überschießend als Osteom, Osteosarkom. Evtl kann dies durch Punktierung des Periosts induziert werden.
Sehnen (GHML -/+) inserieren im Knochen, wobei ihre Fasern mit denen des Periosts verwoben werden.
Sensible Innervation (GHR -/+) Reaktion je nach Hautschema des betroffenen Gewebes.
Auch die Gelenkkapseln (KH +/-) sind stark sensibel innerviert und können Schmerz am Knochen verursachen. Dieser ist speziell an Gelenken spürbar und verändert sich bei Bewegung.