Knochen
Anatomie
Knochen sind feste Strukturen im Skelett. Sie geben Rumpf und Extremitäten Struktur und Stabilität, und schützen verschiedene Körperorgane. Sie haben einen komplexen Bau, der sie leicht, aber stark macht:
Die harte Aussenschicht besteht aus kompaktem oder dichtem Knochengewebe, aufgebaut aus Osteozyten und mineralischer Substanz. Der Innenraum ist mit einem porösen Netzwerk, der Spongiosa, ausgefüllt,
das für die Blutversorgung und das Knochenmark Raum lässt. Durch kleinste Kapillaren wird Blut zwischen dem gut durchbluteten Periost und dem Knochenmark transportiert. https://www.scinexx.de/news/biowissen/versteckte-blutgefaesse-knochen-entdeckt/
Die Stabilität und Elastizität der Knochen ist verschränkt mit deren Belastung: die Trabekel oder Bälkchen der Spongiosa richten sich Druck- und Zugkräften entsprechend aus.
Röhrenknochen sind in ihrem Schaft hohl. Bei Kindern ist dieser Raum mit rotem Knochenmark gefüllt, wo sich blutbildende Zellen befinden. Das Mark der meisten Knochen wird später in gelbes Fettmark umgebildet und ist damit ein Energiespeicher.
Das Längenwachstum der Röhrenknochen geschieht während der Jugend in den Wachstumsfugen (Metaphysen) zwischen Epiphyse und Schaft.
Auch Knochen sind steter Erneuerung unterworfen: im Laufe von 25 Jahren erneuern sich alle Knochenzellen des Körpers. Der Knochenaufbau geschieht durch Osteoblasten, der Um- und Abbau durch Osteoklasten.
Knochen selbst sind im Allgemeinen nicht sensibel innerviert: die Knochensensibilität wird durch die Knochenhaut (Periost) vermittelt, welche auch formgebend ist und die Knochenernährung steuert, indem sie auf die Weitstellung der Blutgefäße Einfluss nimmt.
Im Bereich der Gelenkflächen ist der Knochen von bindegewebigem Knorpelgewebe überzogen, welches auch die Gelenkschmiere (Synovia) produziert.
Besonders interessant ist, dass Knochengewebe auch an der Hormonregulation beteiligt ist: das in den Osteozyten gebildete Osteocalcin trägt zur Regulierung des Blutzuckers bei, indem es die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse stimuliert und zu Fettabbau anregt. Ausserdem reguliert es die Testosteronproduktion der Leydig-Zellen im männlichen Hoden.
Bildzitat: http://cnx.org/content/col11496/1.6/
Bild: Wikipedia
Gehirn
Relais:
1. Großhirnmark ( – / + ) für Knochenernährung
2. Großhirnrinde (-/+) postsensorisches Rindenfeld, für Periostsensibilität
3. Kleinhirn (+/-) für Bindegewebe des Periosts
Psyche
Biologisches Thema:
Selbstentwertung, Verlust des Selbstvertrauens und der inneren Stärke
Nach Seitendominanz und Körperbereich:
Für spezielle Assoziationen entsprechend der Lokalität siehe “Stützapparat – Übersicht“!
Gefühle, Gedanken:
Frustration, Unsicherheit, Ich-Schwäche
- Ich tauge nicht.
- Ich bin weniger wert.
- Ich halte diesen Druck nicht aus!
- Sie sind besser als ich.
- Ich bin nicht aufrecht und stabil genug.
Die Aussagen beziehen sich auf die Funktion des jeweiligen Skeletteils oder dessen Assoziationen.
META-Bedeutung:
- Ich wertschätze mich selbst und das, was ich kann.
- Ich fühle mich stark und zuversichtlich.
Organ
Stressphase:
Reduktion der Knochentrophik (-ernährung), dadurch Erweichung, Knochenabbau, Osteolyse. Die formgebende Knochenhaut (Periost) mit ihren kollagenen Fasern sucht dabei Frakturen zu verhindern.
Nach längerer Stressaktivität kommt es zur Osteoporose oder Knochenentkalkung.
Geht der Konflikt “bis ins Mark”, wird die blutbildende Funktion des roten Knochenmarks vermindert, und es kommt zur Anämie oder Leukopenie. Wird die Marksubstanz abgebaut, spricht man von Knochenmarksnekrose (Osteochondrosis Dissecans).
Regenerationsphase:
Entzündlicher Prozess mit Beteiligung von Bakterien und Wiederaufbau der Knochensubstanz, die wie bei der Kallusbildung nach einer Fraktur überschießend verläuft. In ungünstigen Fällen können sich Knochentumoren wie Osteom, Osteosarkom, Osteoblastom bilden, Während der Schwellung in der Regenerationsphase A wird das sensible Periost gedehnt und schmerzt. In dieser Phase ist der noch geschwächte Knochen frakturanfälliger.
Das Blutbild kann erhöhte Calciumwerte zeigen.
Ist das Knochenmark beteiligt, kommt es nun zunächst zu einem anämischen Zustand, da die Blutzellproduktion vermindert war und nun durch das Regenerationsödem ihre Anzahl noch geringer erscheint. Dies ist von sehr starker Müdigkeit begleitet. Sind Bakterien beteiligt, können Osteomyelitis oder ein Knochenabszess befundet werden.
In der Regenerationsphase B steigt die Blutzellenzahl stark an, es kommt zur Leukozytämie oder zur Erythrozytämie, und die überschießende Neubildung von rotem Knochenmark wird Myelom oder Plasmozytom genannt. Auch das Ewing-Sarkom geht vom Knochenmark aus.
Ein “warmer” Rheumaschmerz tritt in rezidivierenden Regenerationsphasen des Knochengewebes auf, während “kaltes” Knochenrheuma mit Minderung der Blutzirkulation Zeichen von rezidivierenden Stressphasen des Periost ist. Stressaktive Nierensammelrohre verstärken Ödematisierung, Periostdehnung und Schmerz.
Heilkrise:
Unauffällig, bei Knochenhautbeteiligung Blässe, Kälte und kurzzeitige Bewusstlosigkeit. Besonders nach der Heilkrise werden Erythrozyten verstärkt aufgebaut.
Nach abgeschlossener Reparatur findet man - Ganglion (Überbein)
- Kalkablagerung in Gelenken
- Manchmal fortdauernder Schmerz durch Umbauten und evtl Nervenkompression
Biologischer Sinn:
Spezialgruppe GHML-Mesoderm: nach abgeschlossener Regenerationsphase ist das Gewebe stärker ausgeprägt als zuvor, was die Funktion der Stärke und Leistungsfähigkeit erhöht, aber auf Kosten der Flexibilität geht. Das kann mit einer Auslesefunktion wie “Überleben der Stärksten/Fittesten zum Vorteil für die Art verglichen werden.
Sozial
Mögliche Gründe für Selbstentwertungen sind
- Minderwertigkeit: Vergleichen mit anderen, die fitter und kompetenter erscheinen
- Unvermögen, eine geforderte Leistung zu erbringen
- Soziale Einstufung und Position widerspricht den eigenen Erwartungen
- Funktionsschwäche/-begrenzung eines Skelettanteils
- Funktionsschwäche/-begrenzung von Organen innerhalb des betroffenen Skelettanteils (Rippen reagieren auf Lungen-, Herz- oder Nierenversagen)
In Marklagerprozessen spielen eigene Gedanken und Glaubenssätze eine übergeordnete Rolle und verstärken die Destruktivität in der Stressphase – typische Teufelskreise entstehen und müssen schrittweise aufgelöst werden.
Beispiele:
- Nach einem Unfall mit Knochenbruch fühlt sich der Klient nicht mehr leistungsfähig und unverwundbar. Er erleidet einen Selbstwertdefekt und entwickelt eine Knochennekrose unter dem Kniegelenk.
- Einem jungen Mann wurde ein Herzklappenfehler diagnostiziert. Er entwickelt eine Knochennekrose an der 4. & 5. Rippe links. Dieser Bereich beginnt nach der Arbeit mit Traumatherapie zu schmerzen. Nach einer Woche ist er schmerzfrei.
- Ein Mädchen, das frühzeitig geboren wurde und das sich ständig in Frage stellt, entwickelt während der Schulzeit eine Skoliose.
- Klientin mit chronischen Knieschmerzen wird durch die Leistungsanforderungen in ihrem Team getriggert. Der Ursprung war, als sie als Jugendliche im Team Hockey spielte.
Zusätzliche Information:
Die Knochengewebe können an Prozessen der sie umgebenden bindegewebigen Schichten, oder der an ihnen befestigten Sehnen und Muskelnbeteiligt sein, so wie Arthritis (Gelenkentzündung mit oder ohne Bakterien), Deformierung der Wirbelsäule (Skoliose, Lordokyphose) und deren Folgen wie Zwischenwirbelscheibenpropaps und Nervenkompressionssyndrome.
Konstellationen:
Megalomanie: 2 gleichzeitig aktive GHML-Relais in beiden Hemisphären schaffen eine überhöhte Selbstwahrnehmung/-einschätzung.
Diese hilft zur Motivation und Durchhaltevermögen!
Je nach betroffenem Areal gibt es verschiedene Arten der Megalomanie, die das jeweilige Konfliktthema umkehren und transformieren. - Schädel: Intellektuelle Megalomanie
- Nackenwirbel: Gerechtigkeits (Rebellen)-Megalomanie
- Brustwirbel: Aufrichtigkeits-Megalomanie
- Lendenwirbel: Leidenschafts-Megalomanie
- Schulter: Verantwortungs-Megalomanie
- Arme: Manager (Macher)-Megalomanie
- Hände: Geschicklichkeits-Megalomanie
- Becken: Sexuelle Megalomanie
- Hüfte: Gedulds-Megalomanie
- Beine: Stabilitäts-Megalomanie (“Fels in der Brandung”)
- Füße, Knie: Stabilitäts- oder Mobilitäts-Megalomanie
Differentialdiagnose:
Periost (GHR -/+) Empörender Stress führt zu Schmerzreaktion und Gefäßverengung der Kapillaren, lokale Minderdurchblutung; Regenerationsphase: ggf Knochenhautentzündung; chronisch: “Knochenrheumatismus”
Skelettmuskeln(GHML -/+) & Faszien (KH +/-) Skelettmuskeln und deren Faszien werden von Knochenprozessen direkt oder indirekt mitbetroffen. Der Schmerz und die Immobilität der Regenerationsphase löst häufig Leistungseinbruchs-Selbstwertkonflikte aus. Muskeln über schmerzenden Strukturen spannen sich zu deren Schutz an und können rigide Haltungs- und Bewegungsmuster erzeugen.
Bindegewebe (GHML -/+) Während die Gelenkflächen von Knorpel bedeckt sind, wird die Bewegung der Knochen zueinander durch Bänder und Kapsel geführt. Wenn die Gelenkbeweglichkeit zB durch Schmerz eingeschränkt ist, schrumpfen diese Strukturen.
Milz (GHML -/+) Während es in Prozessen des Knochenmarks zu Fluktuationen der Leuko- und Erythrozyten im Blut kommt, reagiert die Milz in erster Linie mit Abzug und Speicherung der Blutplättchen.