Bindegewebe
Anatomie
Bindegewebe verbindet, trennt und unterstützt verschiedene Körperorgane. Die Grundsubstanz oder extrazelluläre Matrix ist eine klare, farblose, viskose Flüssigkeit, die nur wenige Zellen enthält. Darin sind kollagene Fasern eingelagert, die ein Netzwerk der Festigkeit geben, und Proteoglykane, welche aufschwellen und die Zellzwischenräume füllen, und damit als druckverteilende Puffer wirken. Elastische Fasern entstehen durch Einlagerung von Elastin. Durch ihre verwundene Form kehren sie nach Ausdehnung in ihre Ursprungsform zurück wie eine Feder.
Nicht alle Arten von Bindegewebe sind fibrös: Fettgewebe enthält zB keine kollagenen Fasern, jedoch werden Fettpolster durch ein Fasernetz oder Faserplatten an ihrem Platz gehalten, wie zum Beispiel an der Fußsohle, die großem Druck ausgesetzt ist.
Die faserproduzierenden Zellen sind die ortsgebundenen Fibrozyten, und die Fibroblasten, welche wandern können. Daneben gibt es im Bindegewebe auch lymphatische Zellen mit Aufgaben des Immunsystems.
Damit erfüllen bindegewebige Strukturen folgende Funktionen:
- Energiespeicherung
- Schutz von Organen
- Form- und Rahmengebung im Körper
- Verbindung und Abgrenzung der Organe untereinander
Bild: Wikipedia (OpenStax College)
Gehirn
Relais
1. Großhirnmark ( – / + ) “Neuhirn-Mesoderm” für Fettgewebe, Knorpel, Zwischenwirbelscheiben/Bandscheiben, Bänder, Submukosaschicht in Organwänden
2. Kleinhirn (+ / – ) für Knochenhaut, Hirnhäute, Muskel– und Organfaszien, Gelenkkapseln und Schleimbeutel
Psyche
Biologisches Thema
Selbstentwertung in Bezug auf die Funktion des Gewebes an der betroffenen Stelle (Verbindung, Schutz, Pufferung, Versorgung) oder deren persönlichen Assoziationen.
Nach Seitendominanz und Körperbereich:
Assoziationen verschiedener Lokalitäten siehe “Stützapparat – Übersicht”
Gefühle, Gedanken
Frustration, Unsicherheit, Selbstzweifel
- Generell: Ich bin nicht gut genug. Ich werde meinen Erwartungen nicht gerecht.
- Bandscheiben, Faserknorpel: Ich kann das nicht abpuffern, habe nicht genug Abstand.
- Bänder: Ich kann das/sie nicht zusammenhalten / lenken. Ich bin unstabil.
- Fettgewebe:Ich bin nicht attraktiv. Meine Ressourcen reichen nicht aus.
META-Bedeutung
- Ich bin gut so, wie ich bin.
- Jetzt kann ich mich sicher fühlen, wachsen und stark werden.
- Ich genieße es, bei mir und flexibel zu sein.
- Ich mag meine Verbindung mit der Welt.
- Schönheit kommt von innen!
Organ
Stressphase
1. (GHML-Reaktion) Schwächung des Bindegewebes durch verminderte Trophik, Verlust der Elastizität und/oder der Reißfestigkeit. Dadurch Neigung zu Ruptur der betroffenen Struktur, zB Band oder Gefäßwand, oder Auftritt von Dehnungsstreifen (Striae cutis distensae, “Schwangerschaftsstreifen”). Instabilität z B von Bandstrukturen kann Schmerzen durch Gelenkverschiebungen und -blockaden verursachen, häufig bei “falschen Bewegungen”.
2. (KH-Reaktion) Verstärkung und Hyperplasie des Gewebes. Mitbetroffene glatte Muskelzellen (MH +/-) z B in Muskelfaszien und Haut erhöhen den Tonus oder die Aktivität, um die darunterliegenden Strukturen/Organe besser zu schützen.
Regenerationsphase
1. (GHML-Reaktion) Reparatur under Schwellung, Erwärmung und Ausbildung von Narbengewebe. In Phase A kann es zu starker Ödematisierung und anhaltenden Schmerzen durch den Druck im Gewebe kommen (Lumbalgie, Ischialgie, Nervenirritationen). Bakterielle Infektionen (zB Staphylokokken) treten auf. Diagnosen können sein: rheumatoide Arthritis, Periarthritis (betrifft Gelenke), Fibromyalgie (betrifft Muskeln und Faszien), Lupus Erythematosus, Dermatomyositis (betrifft die Unterhaut). Prozesse vor allem der Zehen- und Fingergelenke in Verbindung mit Harnsäureanreicherung (z B durch stress-aktive Nierentubuli) werden als Gicht (Urikopathie, Hyperurikämie) bezeichnet.
Während der Heilkrise sind die betroffenen Strukturen besonders reißanfälig, ansonsten verläuft sie oft unbemerkt.
Bei der Vernarbung in Regenerationsphase B ist Keloidbildung typisch. Es kann dadurch zu Deformierungen kommen. Nach abgeschlossener Reparatur wird das Bindegewebe fibröser, härter und weniger elastisch. Cellulite (Orangenhaut) tritt nach wiederholten Prozessen im Unterhautfettgewebe (attraktivitätsbezogener Selbstwert) auf.
2. (KH-Reaktion) Langsame Normalisierung der Spannung, Abbau von Überschussgewebe oft in Präsenz von Bakterien, Pilzen oder Pilzbakterien ist begleitet von lokalem nächtlichen Schwitzen. Entzündung und Fieber bis 38,5°C möglich.
Vor allem durch chronische Rezidive in beiden Gewebstypen kommt es zu s g Autoimmunerkrankungen mit Beteiligung der lymphatischen Zellen des Bindegewebes, ggf mit progressiver Verhärtung: systemische Sklerose, Skleroderma, Fibrose und Fibromyalgie, Sjögren-Syndrom. Bei diesen Diagnosen sind ggf Reaktionen in unterschiedlichen Geweben beteiligt.
Biologischer Sinn
1. Spezialgruppe GHML-Mesoderm: nach abgeschlossener Regenerationsphase ist das Gewebe stärker ausgeprägt als zuvor, was die Funktion der Stärke und Leistungsfähigkeit erhöht, aber auf Kosten der Flexibilität geht.
2. (KH-Reaktion) Die Verstärkung in der Stressphase hilft zum besseren Schutz der darunterliegenden Strukturen/Organe.
Sozial
Es handelt sich im Allgemeinen um lokale Konflikte bzgl der Form und Leistungsfähigkeit einzelner Körperteile und Strukturen:
Beispiele
- Im Rahmen eines Brustdrüsenprozesses mit Kavernenbildung (unschöner Anblick) entwickelt die Klientin Fettgewebsnekrosen.
- Ein Fußballer hat wiederholte Zerrungen der Adduktoren (Überdehnung). Als Folge bekommt er einen Leistenbruch (Hernie) durch Schwächung des Leistenbandes.
- Eine junge schwangere Frau sorgt sich um ihre Fähigkeit, ihr Kind auszutragen, und fühlt sich isoliert. Sie entwickelt Dehnstreifen am Bauch.
Zusätzliche Information
Bindegewebe ist Teil aller Organe. Jedes Narbengewebe aus Regenerationsprozessen besteht aus Bindegewebe.
Konstellationen
Megalomanie: 2 gleichzeitig aktive GHML-Relais in beiden Hemisphären schaffen eine überhöhte Selbstwahrnehmung/-einschätzung. Diese hilft zur Motivation und Durchhaltevermögen! Je nach betroffenem Areal gibt es verschiedene Arten der Megalomanie, die das jeweilige Konfliktthema umkehren und transformieren.
- Schädel: Intellektuelle Megalomanie
- Nackenwirbel: Gerechtigkeits (Rebellen)-Megalomanie
- Brustwirbel: Aufrichtigkeits-Megalomanie
- Lendenwirbel: Leidenschafts-Megalomanie
- Schulter, Rippen: Verantwortungs-Megalomanie
- Arme: Manager (Macher)-Megalomanie
- Hände: Geschicklichkeits-Megalomanie
- Becken: Sexuelle Megalomanie
- Hüfte: Gedulds-Megalomanie
- Beine: Stabilitäts-Megalomanie (“Fels in der Brandung”)
- Füße, Knie: Stabilitäts- oder Mobilitäts-Megalomanie
Differentialdiagnose
Dermis (KH +/-) Stress (Verletzlichkeit): schmerzlose Verdickung der Haut; Regenerationsphase: eitrige Entzündung
Knochen (GHML -/+) Stress (Unsicherheit, Selbstentwertung): Erweichung und Schwächung, Osteoporose; Regenerationsphase: überschießende Reparatur, Kallusbildung, schmerzhaft wenn das Periost gedehnt wird.