Augen – Tränendrüsen
Anatomie
Die Tränendrüse produziert, zusammen mit den Meibomdrüsen und den Becherzellen der Bindehaut, die Tränenflüssigkeit: ein salzhaltiges Sekret zur Benetzung und Ernährung der Hornhaut, welches auch Fett und Proteine enthält.
Sie befindet sich seitlich oben von jedem Auge innerhalb der Augenhöhle. Ihr Sekret wird über mehrere Ausführungsgänge in den Bindehautsack geleitet, und über den Lidschlag über der Hornhaut verteilt. Über die ableitenden Tränenwege gelangt die Flüssigkeit in die Nasenhöhle.
Tränenapparat: a = Tränendrüse b = oberes Tränenpünktchen c = oberes Tränenröhrchen d = Tränensack e = unteres Tränenpünktchen f = unteres Tränenröhrchen g = Tränennasengang
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Stammhirn (+/-) posterior medial
Psyche
Biologisches Thema:
1. Rechts: Einfangen und Assimilieren des “visuellen Brockens/Wertes”
2. Links: Abstoßen oder Vermeiden des “visuellen Brockens/Giftes”
Gefühle, Gedanken:
1. Verlangen, Gier, Sehnsucht
- Ich muss das haben!
- Ich muss das scharf sehen!
- Ich glaube das erst, wenn ich es sehe.
2. Abscheu, Schutzinstinkt - Ich werde den Anblick nicht los.
- Ich kann das nicht ansehen!
- Das schadet meinen Augen!
- Ich muss das (aus dem Blick) wegwischen!
META-Bedeutung:
Meine Augen nehmen jetzt alles Wichtige wahr, und lassen den Rest los.
Organ
Stressphase:
Verstärkte Tränenproduktion, wässrige Augen (Epiphora), ggf Bildung eines pleomorphen Adenoms oder eines Adenoid-zystisches Karzinoms der Tränendrüsen, fühlbar durch Schwellung im Bereich des Lides, der durch Verformung des Auges auch Sehstörungen verursachen kann.
Regenerationsphase:
Funktionsnormalisierung der Tränenproduktion. Entzündung (Dakryoadenitis, Keratoconjunctivitis sicca) kann zu trockenen Augen führen.
Wachstumsstop und Abbau des Tumors (Tränendrüsenatrophie), oft unter Infektion mit Pilzen oder Mykobakterien – dann kommt es zu eitrigen Tränen. Einkapselung des Tumors ist auch möglich.
Durch chronische Prozesse bilden sich Tränenwegssteinchen (Dakryolithen).
Biologischer Sinn:
Durch die Erhöhung der Tränenflüssigkeitsproduktion in der Stressphase werden die Augen / Hornhäute besser ernährt und gereinigt.
Sozial
Beispiele:
- Ein älterer Mann lebt allein und kann sein Haus nicht mehr allein instand halten. Er schämt sich für den Anblick, den die vermehrte Tränenproduktion “abwäscht”.
- Ein Mädchen mag nicht in der Schule sitzen. Sie schaut lieber aus dem Fenster und träumt oder hält Ausschau nach Vögeln, wobei ihre Augen schnell feucht werden. Sie hat auch einen erhöhten Bewegungsdrang und wird mit ADS diagnostiziert.
Zusätzliche Information
Konstellationen:
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Tränendrüsen-Ausführungsgänge (GHR -/+) ) Stress (fehlende Aufmerksamkeit): Weitung der Gänge und vermehrter Durchsatz von Tränenflüssigkeit, feuchte Augen; Zu Anfang der Regenerationsphase ist die Zufuhr von Tränenflüssigkeit durch Schwellung behindert oder gestoppt, mit trockenen Augen zur Folge.
Bindehaut – Conjunctiva (GHR -/+) Regenerationsphase nach visuellem Kontaktverlust: Jucken und Schmerz, Entzündung,vermehrtes Tränen.
Weitere mögliche Anlässe für trockene Augen sind - unbeweglicher, starrer Blick, wenig blinzeln (Augenmuskeln, Augenlidmuskeln) zB durch Bildschirmarbeit
- Blepharitis (Augenlidentzündung)
- trockene Luft durch Klimaanlage
- niedriger Östrogen– oder Testosteronspiegel (auch durch Medikamente)
- nach Augenoperationen