Augenlid – Haut
Anatomie
Das Augenlid ist eine dünne Hautfalte, die das Auge bedeckt und schützt. Diese Funktion wird durch eine Reihe Wimpern verstärkt.
Die Haut des Augenlids ist sehr dünn und hat eine hohe Berührungsempfindlichkeit.
Sie besteht, wie die Haut im Allgemeinen, aus Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut (Dermis). In der Dermis befinden sich spezielle Talgdrüsen bei den Wimpern, und innerhalb der Lider die Meibom-Drüsen, die ein öliges Sekret für die Gleitfähigkeit des Lidrands und gegen Überlaufen des Tränenfilms produzieren.
Gehirn
Relais:
1. Großhirnrinde (-|+) für Epidermis & Wimpern
sensorisches Rindenfeld lateral re & li
2. Kleinhirn (+/-) dorsal für Dermis, Talg- und Meibomdrüsen
Psyche
Biologisches Thema:
1. (GHR): Visuelle Trennung, Kontaktverlust, oder ungewollter Kontakt
2. (KH): Physischer oder assoziierter Angriff aufs Auge, Beschmutzung, Austrocknung des Auges
Gefühle, Gedanken:
1. (GHR): Sehnsucht, Trauer, unterdrückte Wut
- Ich vermisse seine Berührung meiner Augen.
- Ich wünschte, ich hätte das nie gesehen!
2. (KH): Angst, Ärger - Das stach mir ins Auge.
- Schau mich nicht so an!
- Die Trockenheit in den Augen tut weh!
META-Bedeutung
- Jetzt kann ich entscheiden, was ich anschaue.
- Ich brauche nicht alles zu sehen.
- Ich tue meinen Augen Gutes.
Organ
1. (GHR) Sensibilitätsveränderung ÄH/Epidermis-Muster mit Hyperästhesie in der Regenerationsphase.
Stressphase:
1. (GHR): Trockene, schuppige Oberhaut. Die Wimpern werden dünner und können ausfallen.
2. (KH): Vermehrte Talgproduktion, dadurch Verstopfung der Ausführungsgänge, Hagelkorn (Chalazion), weitere Affektionen siehe Dermis.
Regenerationsphase:
1. (GHR): Rötung und Entzündung der Oberhaut, Schmerz und Jucken. Mögliche Diagnosen: Ekzem, Neurodermitis
2. (KH): Entzündlicher, eitriger Abbau der überproduktiven Drüsen, schmerzhaftes Gerstenkorn (Hordeolum: betroffen sind Schweiss-oder Talgdrüsen am Lidrand), Lidentzündung (Blepharitis)
Chalazion wird auch der chronisch entzündliche, aber wenig schmerzhafte Prozess der Meibom-Drüsen genannt.
Biologischer Sinn:
1. (GHR): Sensibilitätsverlust in der Stressphase vermindert den Trennungsschmerz.
2. (KH): Funktionsverstärkung der Drüsen hilft, den Blick und Lidschluss geschmeidig zu machen und das Auge zu schützen.
Sozial
Beispiele:
1. (GHR):
- Die Klientin bekam eine juckende Rötung auf dem rechten Augenlid nach der Trennung von ihrem Partner. Nach Identifikation der Ursache und Verhandeln des Hintergrundes mit Zwängen und Schuldgefühl, klingt die Stelle ab. (Klapp)
2. (KH): - Die Klientin war lange Zeit bettlägerig und schämt sich für ihren Anblick. Sie stellt sich vor, was die anderen Leute in ihr sehen mögen.
- Ein Heimwerker bekommt ein Gerstenkorn, nachdem er seine Arbeit mit Schleifgeräten beendet hat.
- Eine Frau hat chronische Entzündung im rechten Unterlid. Im emotionalen Hintergrund erkennt sie Zukunftsangst, Ärger und das Bild von Konflikten um Sicherheit mit ihrem Partner. Ihr wird klar, dass sie diese mit Ehrlichkeit jetzt bereinigen kann. (Odum)
Zusätzliche Information:
Die Schutzfunktion der Augenlider, oder Veränderungen daran, beeinflussen auch Binde– und Hornhaut.
Konstellationen
2. Kleinhirn-Konstellation : verminderte Sensibilität (physisch und emotional), “emotioneller Burnout”
1. oder 2. Hygienemanie (zusammen mit Pankreas/Langerhans Alphazellen): Waschzwang, extreme Hygiene und Angst vor Schmutz und Bakterien
Differentialdiagnose:
Lichtempfindlichkeit durch Prozesse der Iris, Netz– oder Aderhaut beeinflussen die Schutzbedürftigkeit und den Lidschluss des Auges.
Augenlidmuskeln (MH +/-, GHML, GHR -/+) Stress bei visuellem Schutzkonflikt: zB hängendes Augenlid (Ptosis); Regeneration: Blepharospasmus, Blinzeln
Bindehaut – Conjunctiva (GHR -/+) Regenerationsphase bei visueller Trennung: Jucken und Schmerz unter dem Augenlid, Entzündung, vermehrtes Tränen