Glatte Muskulatur
Anatomie
Glatte Muskulatur ist von der quergestreiften Skelettmuskulatur und von derHerzmuskulatur grundverschieden sowohl in Form und Struktur, Funktion, und Regulation:
Glatte Muskulatur wird unwillkürlich gesteuert (dies geschieht durch das vegetative Nervensystem, Hormone oder intramuskulär über Gap Junctions). Sie ist die typische Form von Organmuskulatur, die für die Einstellbarkeit der Blut- und Lymphgefäße sorgt, für die peristaltischen Bewegungen im Verdauungstrakt, sowie die Kontraktionen in Urinblase und Gebärmutter. In allen Organwänden gibt es glatte Muskelfasern, selbst in der Haut (Haaraufsteller erector pili) und den Muskelfaszien (Myofibroblasten). Spezielle glatte Muskeln sind die glatten inneren Schließmuskeln von Urinblase und Anus, sowie die Ziliarmuskeln und Pupillenmuskeln im Auge. Auch die Glomeruli der Nieren enthalten glatte Muskelzellen (Mesangialzellen).
Glatte Muskulatur ist zur ermüdungsfreien Dauerkontraktion fähig. Sie kann sich auch verlängern und dabei Spannung erhalten. Um die Elastizität zu erhalten, muss Gewebe mir glatter Muskulatur regelmäßig gedehnt werden. Glatte Muskelzellen synthetisieren auch eine extrazelluläre Matrix, die Kollagen, Elastin und Glycoproteine enthält, was zur Viskoelastizität der Gewebe beiträgt und z B die Windkesselfunktion der großen Arterienermöglicht, um den Blutfluss gleichmäßig zu machen.
Glatte Muskulatur hilft, die Funktion der jeweiligen Organgewebe auszuführen oder zu verstärken. Sie reagiert nach dem Althirnprinzip (+/-) mit Funktionsverstärkung in der Stressphase; diese Verstärkung kann auch nach dem Regenerationstrigger bestehen bleiben und braucht dann weitere Signale zum Abbau des Tonus. Die Relais für glatte Muskulatur liegen im Mittelhirn zwischen Stammhirn und Großhirnmark.
Glatte Muskelfasern im Längs- und Querschnitt
Aktin- und Myosin-Filamente kontrahieren sich in einer glatten Muskelzelle
Schichtung der Darmwand
Grafiken: Wikipedia
Gehirn
Quelle: Medizinische Fakultät Bern
Das Mittelhirn (Mesenzephalon) gehört zum Stammhirn und liegt in dessen oberem Teil.
Relais
Mittelhirn (+/-)
Grafik: Kevin Dufendach, vgl Stammhirn
Pyche
Biologisches Thema
- Einen Nahrungs- oder Wert”brocken” verarbeiten, zurückhalten oder weiterbefördern
- Schutzfunktion
Gefühle, Gedanken
Aufmerksamkeit, Furcht, zurückgehaltene Aggression
- Ich komme so nicht weiter.
- Ich stecke fest!
- Ich muss doch was tun!
- Ich muss jetzt stillhalten.
- Ich muss das aushalten!
META-Bedeutung
- Ich bin im Fluss, alles geht wie ein Tanz!
- Ich mache es mir jetzt leichter, Stück für Stück.
- Alles was ich aufnehme, kann ich auch verarbeiten.
Organ
Seitendominanz ist für die Analyse irrelevant
Stressphase
Funktionsvermehrung der Art, die im Stressmoment gebraucht wird:
- Gefäß- und Darmwandmuskulatur: lokale Tonus- oder Peristaltikerhöhung hält, mischt oder schiebt den Brocken weiter. Not-Entgiftungsprogramm durch Magen und Speiseröhre: Brechreflex; durch Darm: Durchfall
- Schließmuskeln: Zurückhalten des Brockens
- Haaraufrichter: Gänsehaut, gesträubte Haare zur Abwehr
- Muskelfaszien: Spannungserhöhung zum Schutz durch die Muskeln
- Ziliarmuskel: Einstellung der Brennweite auf den gewünschten Fokus
- Einstellung der Pupillenweite: Einfangen oder Vermeiden des Lichts / der visuellen Information durch Tonuserhöhung des jeweiligen Muskels
Im weiteren Verlauf kann sich Gewebsverstärkung in Form eines Leiomyoms bilden.
Regenerationsphase
Langsamer Rückgang der Spannung, ggf erst durch weitere Signale wie Dehnung. Gewebsverstärkung kann erhalten bleiben.
Biologischer Sinn
Siehe Stressphase
Sozial
Beispiele
- Die Klientin hat seit 20 Jahren Verdauungsprobleme mir Verstopfung und Durchfällen. Sie kann den Ärger auf ihre Mutter nicht loslassen, die ihr ihren Berufswunsch versagt hatte: zu studieren und Köchin zu werden. Als sie den UDIN-Moment verarbeitet und vergibt, gurgelt es in ihrem Magen, und ein warmes Gefühl im ganzen Körper stellt sich ein. Danach macht die Verdauung Fortschrite und ihre Energie ist transformiert. (Killoran, MHU Archiv)
- Die Klientin hat Schwierigkeiten zu schlucken und vermeidet daher das Essen in Gesellschaft. Sie findet heraus, dass sie ihren Glauben, nach dem Verlassen des Partners wohl keine Kinder mehr zu bekommen, nicht schlucken kann. Stresstrigger sind auch Mütter und Babies, die sie sieht. Dahinter ist die Angst, verlassen zu sein und keine Familie zu haben. Nach Reframing und dem Finden ihrer “spirituellen Familie” verbessert sich das Symptom. (Gedye, MHU Archiv)
- Oft nimmt mit zunehmendem Alter die Akkomodationsfähigkeit der Augenlinse ab, die durch den Ziliarmuskel eingestellt wird. Es wird dann unmöglich, im sehr nahen Bereich scharf zu sehen. Dies entspricht der Strategie, sich nicht mehr um jedes Detail kümmern zu müssen.
- Beim Geräusch von Styropor- oder Kreide-Quietschen (Stresstrigger) stellen sich bei vielen Menschen die Haare auf.
Zusätzliche Information
Differentialdiagnose
motorische Innervation (GHR -/+) Stress bei Bewegungshemmung: Schwächung und Lähmung des Bewegungsimpulses; Regeneration: wiederkehrende Funktion; Heilkrise: Muskelkrampf
Skelettmuskulatur (GHML -/+) Stress bei Selbstbewertung: Dystrophie, Atrophie, Nekrose; Regeneration: Entzündung, Schmerz, schließlich Zuwachs an Stärke und Masse