Schilddrüsenfollikel
Anatomie:
Die rundlichen Schilddrüsenfollikel bestehen aus Zylinderepithel, das um ein Lumen mit Kolloid (zäher Substanz) herum angeordnet ist.
Die Thyreozyten nehmen durch den BlutkreislaufJod und Aminosäuren auf, synthetisieren daraus Thyroglobulin und Thyroperoxidase, und sekretieren diese in die Follikel, von wo aus sie mit der Hilfe von Enzymen zu den Schilddrüsenhormonen T3 (Triiodthyronin) und T4 (Thyroxin) umgebaut werden.
Die Thyreozyten werden durch TSH aus dem Hypophysenvorderlappen zur Produktion angeregt.
In der aktivierten Schilddrüse sind die Epithelzellen hoch und die Follikel kleiner, während viel Kolloid und flache Epithelzellen auf ein inaktives Stadium der Zellen hindeuten.
Die Schilddrüsenhormone bewirken den Anstieg von Herzfrequenz, Blutdruck und Gefäßerweiterung in den Extremitäten, sowie Erhöhung von Energiebereitstellung und -umsatz, wodurch die Körpertemperatur steigt und der Stoffwechsel erhöht wird. Die Erregbarkeit und der Nerven steigt, dadurch kommt es zu erhöhter Reaktionsbereitschaft und Nervosität.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder: im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Stammhirn ( + / – ) posterior medial re & li
Biologisches Thema:
Einen notwendigen “Brocken” oder Wert erreichen oder vermeiden müssen (konfliktiv: nicht schnell genug dafür sein)
- Rechter Lappen: zu langsam, um etwas zu bekommen
- Linker Lappen: zu langsam, um etwas loszuwerden, weiterzureichen oder zu vermeiden
Gefühle, Gedanken:
Das Empfinden kann sich auf Nahrung, Geld oder andere existenzielle Werte beziehen. Typische Emotionen sind Ungeduld, oder Bedauern der eigenen Unfähigkeit.
- Ich kann nicht mithalten!
- Ich schaffe das nicht.
- Wenn ich nur schneller gewesen wäre!
- Ich bin nicht effektiv genug.
Das kann den Konflikt der HilflosigkeitSchilddrüse "Gangmuster" oder Kiemenbogenstrukturen) nach sich ziehen.
META-Bedeutung:
- Mein Timing und Rhythmus ist perfekt für mich und mein Umfeld.
- Jeder Tag bietet mir neue Möglichkeiten und Gelegenheiten.
Organ
Stressphase:
Funktionsanstieg durch Hyperplasie der betroffenen Zellen, fühlbar als gesteigerter Stoffwechsel, Gewichtsverlust, Tachycardie, Übererregbarkeit, Tremor, starkes Schwitzen. Raumforderung kann Schluckbeschwerden verursachen.
Mögliche Diagnosen: Hyperthyreose, Schilddrüsenautonomie, heisse Knoten, Struma, Thyreotoxikose, Schilddrüsenadenom, Follikuläres Karzinom, Papilläres Karzinom
Sehr lange Stressphasen und ungünstige Umweltfaktoren, sowie chronische Wiederholungen des Zyklus, können auch zur Erschöpfung der Drüse und Unterproduktion von Hormon führen.
Regenerationsphase:
Funktionsnormalisierung nach temporärer Unterfunktion, Schwellung, Entzündung und Gewebsabbau durch Mykobakterien unter nächtlichem Schwitzen und Beteiligung des lymphatischen Systems, oder bindegewebige Einkapselung. “Kalte Knoten” können Restzustände sein.
Hypothyreose (Unterfunktion) hat meist Gewichtszunahme bei Appetitlosigkeit, Verstopfung, Erschöpfung, Bradykardie, Kälteempfindlichkeit, Antriebslosigkeit und depressionsähnliche Zustände zur Folge. Bei Kindern kommt es zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen.
Mögliche Diagnosen: - eitrige Thyreoiditis,
- subakute Thyreoiditis de Quervain (mit Riesenzellenbildung durch aktivierte Wasserretention/Nierensammelrohre)
Hashimoto-Thyreoiditis (mit Kropf-/Strumabildung) deutet auf chronische Reaktivierung oder eine sehr lange Stressphase hin. Es kommt zunächst zu Überfunktion, später zu Unterfunktion der Schilddrüse.
Ord-Thyreoiditis (mit Schrumpfung der Schilddrüse) deutet auf Vernarbung nach wiederholten Regenerationsprozessen hin.
Morbus Basedow (mit hervortretenden Augen/Exophtalmus) wird beschrieben als eine Autoimmunerkrankung, bei der die Rezeptoren für das Liberin TSH aus der Hypophyse durch Gammaglobuline belegt werden. Dadurch werden die Thyreozyten zur Sekretion von Hormon angeregt. Dies deutet auf gesteigerte Sensibilität für Stresstrigger der Schilddrüse nach durchlaufenen Prozessen hin.
Biologischer Sinn:
Durch die gesteigerte Funktion in der Stressphase wird die betroffene Person agiler und schneller, um den Brocken/Wert zu erreichen oder ihn loszuwerden.
Sozial
Beispiele:
- Ein junger Praktikant kommt in seiner Stelle nicht zurecht, da das Tempo ihm nicht entspricht und er sich überfordert fühlt. Er bekommt eine Hyperthyreose. Als er sich entschließt, diese Arbeit aufzugeben, legen sich die Symptome. (Klapp)
- Eine Frau macht einen EFT-Kurs mit und hat den Eindruck, nicht mitzukommen und nie gut genug zu sein, um die Practitionerrolle zu übernehmen. Das markiert den Übergang von Stressaktivität zu Hoffnungslosigkeit, und sie entwickelt Schilddrüsenunterfunktion. Im emotionalen Hintergrund sind auch Hilflosigkeitserlebnisse. (Wiggins-Hay, MHU Archiv)
- Eine junge Frau kann ihre Universitätsausbildung nicht beenden, als ihr Vater stirbt. Auch das Geld reicht nicht aus, und sie heiratet stattdessen. Ihre Hoffnungslosigkeit spiegelt sich in Hypothyreose mit Gewichtszunahme und Fatigue. (Maggi, MHU Archiv)
Zusätzliche Information
Zur Aktivierung der Schilddrüse kommt es in jeder Stressphase, um die Kampf- oder Fluchtreaktion zu ermöglichen. Diese kann jedoch durch die Erstarrung im UDIN-Moment gehemmt sein.
Durch Zusammenwirken mit anderen Organgeweben können Symptome wie Haarausfall, Myasthenie oder Veränderungen im Menstruationszyklus entstehen, bei denen veränderte Schilddrüsenhormonwerte beobachtet werden.
Schwellung/Vergrößerung der Schilddrüse (sowohl in Stress- als auch Lösungsphasen) kann Schluckbeschwerden verursachen.
Konstellationen:
Stammhirn-Konstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differenzialdiagnose:
- Nebenschilddrüsen (SH +/-) Stress (Konflikt der Muskelfunktion): Hypercalcämie (hohe Kalziumkonzentration im Blut) für Muskelkontraktilität, bei gleichzeitigem Selbstwertthema: Knochenentkalkung; evtl Adenombildung; chronisch: Gefäßverkalkung
- Schilddrüse "Gangmuster" (GHR -/+) Stress (Hilflosigkeit/Frontalangst): Anstieg der Hormonausschüttung durch gesteigerten Transport (nicht Sekretion), ziehender Schmerz (Sensibilitätsmuster IHS); euthyreotes Struma; Regenerationsphase: kalte Knoten, ggf Hypothyreose
- Hypophyse Vorderlappen – TSH-Produktion (SH +/-) Stress: sekundäre Hyperthyreose
- Kehlkopfschleimhaut (GHR -/+) Regenerationsphase (nach Sprachlosigkeit oder Konkurrenzangst): Schwellung und Reizhusten
- Rachenmandeln (SH +/-, GHML -/+) Regenerationsphase (nach Schluck- und Selbstdefinitionskonflikten): Schwellung und Schluckbeschwerden
- Nebennierenrinde (GHML -/+) Stress (Orientierung, Intuition): gestresste Müdigkeit, Energielosigkeit
Weitere Gründe für Hypothyreose: Operation, Bestrahlung, Vergiftung