Blasenmuskulatur und Schließmuskeln
Anatomie
Die Harnblase ist von einer Schicht glatter Muskulatur umhüllt, die die Austreibung des Urins ermöglicht. Dies wird durch das Signal des Füllezustands über die Dehnungsrezeptoren im Blasendreieck eingeleitet.
Gegenspieler der Austreiber sind die Schließmuskeln:
- der innere Blasensphinkter (Musculus sphincter vesicae) besteht ausglatter Muskulatur und öffnet durch ein Entspannungssignal des Parasympathikus
- der äussere Harnröhrensphinkter (Musculus urethralis) besteht aus quergestreifter Skelettmuskulatur. Mit ihm kann die Miktion willentlich zurückgehalten werden.
Auch die quergestreifte Beckenbodenmuskulatur (Musculus pubococcygeus) ist an der Kontrolle der Miktion beteiligt. Sie wird sowohl somatisch (willkürlich) als auch vegetativ innerviert.Quelle
Gehirn
Relais:
1. Großhirnrinde (-/+) motorisches Rindenfeld /Fissura sylvii, für Innervation des äusseren Sphinkters & der Beckenbodenmuskeln
Schnitt durch das sensorische und motorische Rindenfeld
2. Großhirnmark (-/+) zentral re & li im Bereich der Beckenrelais, für Muskelernährung des äusseren Sphinkters & der Beckenbodenmuskeln
3. Mittelhirn (+/-) posterior links für glatte Blasenmuskelschicht & inneren Blasensphinkter,
vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
1. (GHR) Harnkontrolle, Reviermarkierung/Abgrenzung
2. (GHML) Selbstwert bzgl Harnkontrolle & Abgrenzung
3. (MH) Exkretion, Austreibung des Urins oder “hässlichen Abfalls”
Gefühle, Gedanken:
1. Unsicherheit, Ärger
- Das ist doch mein Platz!
- Wo ist mein Platz hier?
- Lass mich in Frieden!
2. Unsicherheit, Frustration, Selbstzweifel - Ich kann mich nicht durchsetzen.
- Ich muss das halten können!
3. innere Vergiftung, Schuld, Empörung - Ich muss das loswerden!
META-Bedeutung:
- Jetzt kann ich meine Bedürfnisse und meine Grenzen klar kommunizieren.
- Ich bin hier an meinem rechten Platz.
- Ich bin mein Platz!
- Ich spüre genau, wann es Zeit ist mich zu erleichtern.
Organ
Stressphase:
1. GHR & 2. GHML: Der Harnröhrensphinkter erschlafft (Parese, Paralyse) und wird bei anhaltendem Stress schwächer, es kommt zur Inkontinenz, ggf Muskeldystrophie und Nekrose.
3. MH: Die glatte Blasenmuskulatur (MH +/-) arbeitet den Schleimhautthemen (Reviermarkierung, Exkretion) durch Tonuserhöhung und Hypertrophie zu, und es können sich Wandverdickungen (Balkenblase) bilden. Starker Harndrang schon bei geringem Füllstand, Reizblase.
Regenerationsphase:
1. GHR: Oft schubweise Wiedererlangung der Kontrolle über die Miktion.
2. GHML: Wiederaufbau der Schließmuskulatur (GHML -/+), die ggf stärker als zuvor wird. Dadurch wird Harnverhalten möglich, dies vor allem in der Stressphase des glatten Blasensphinkters (+/-) mit dem Thema, den Harn(-“brocken”) einhalten zu müssen.
3. MH: Tonusnormalisierung und Abnahme des Harndrangs. Wandverdickungen können weiter bestehen bleiben.
Heilkrise:
1. Kurzzeitiges Erschlaffen des Sphinkters, zB Bettnässen.
2. Kurzes Zucken oder Spasmen der quergestreiften Muskeln.
3. Spasmen der glatten Muskulatur.
Biologischer Sinn:
Die Muskelreaktion der Stressphase hilft, den Urin zwecks Exkretion oder Markierung der eigenen Grenzen auszuscheiden.
Sozial
Beispiele:
- Eine ältere Frau kommt ins Pflegeheim und muss viele Erinnerungsstücke zurücklassen. Bevor sie sich dort zu Hause fühlt, ist sie inkontinent. Da ihr jedoch die Zuwendung der Pflegekräfte gut tut, hat sie einen gewissen Zweitgewinn durch ihre Symptome.
- Eine Frau ärgert sich darüber, dass sie wiederholt Katzenexkremente in der Wohnung findet. Es ist Winter und die Katzen mögen nicht wie gewohnt draussen ihre Geschäfte erledigen. Wenn die Frau die Wohnung betritt, muss sie sofort auf die Toilette. (Klapp)
- Eine Geschäftsfrau und Mutter hat eine sehr belastende Zeit des Multitaskings. Als ihr Unternehmen umzieht, muss sie den Büroplatz wechseln und fühlt nicht genug eigenen Raum. Auch werden einige ihrer Aufgaben von anderen übernommen. Sie fühlt sich übergangen und enttäuscht. Sie wird inkontinent. Schließlich entscheidet sie sich, sich auszahlen zu lassen, was den Konflikt vollends löst. (Joborn, MHU Archiv)
- Die „Lehrerinnen-Blase“ mit verminderter Sensibilität & Muskeltonus sowie ausgedehnten Blasenwänden kommt vorwiegend bei Frauen vor, die sich daran gewöhnen, lange Zeiten ohne Toilettenbesuch auszukommen.
Zusätzliche Information:
Konstellationen:
1. Reviermarkierungs-Konstellation (GHR-Relais der Harnwegeschleimhaut beidseitig & Schließmuskel-Innervation): bei Beteiligung der territorialen Relais manische und depressive Zustände; Klaustrophobie, Agoraphobie, Vertreibungstheorien, evtl Rassismus
2. "Charisma-Megalomanie" (GHML- Sphinkterrelais beidseitig): man nimmt überall seinen Platz ein, ist “überall zu Hause”
Differentialdiagnose:
Blasenschleimhaut – Urothel (GHR -/+) Stress (Abgrenzung): Harninkontinenz, Regenerationsphase: Hyperästhesie, Virusinfektion, evtl Urothelkarzinom
Blasenschleimhaut und Trigonum (SH +/-) Stress (Ausscheidung hässlichen Unrats): Reizblase, Tumorwachstum; Regenerationsphase: eitrige Entzündung, Blasenkatarrh, Mykose
Inkontinenz kann auch durch Druck anderer Organe wie z B durch Gebärmuttersenkung (durch Bänderschwäche ) bedingt sein.
In jeder Regenerationsphase nach der Heilkrise ist die Urinausscheidung erhöht, besonders auffällig bei den Nierentubuli.