Blasendreieck und tiefliegende Schleimhaut
Anatomie
In der Harnblase wird der in den Nieren produzierte Urin vor der Exkretion gespeichert.
Die Blase ist ein elastisches Hohlorgan mit Muskelwand, welches im Beckenboden eingebettet ist. Der Urin wird über 2 Harnleiter (Urether) von den Nierenbecken her eingespeist, und verlässt die Blase durch die Harnröhre (Urethra).
Das Urinsystem und die Blase sind mit Urothel ausgekleidet. Das Blasendreieck (Trigonum vesicae) ist die Region, wo die Harnleiter einmünden. Sie ist dehnungssensibel und signalisiert bei gewissem Füllstand dem Gehirn den Bedarf zu urinieren.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Stammhirn (+/-) dorso-medial links beim Rektumschleimhautrelais
Psyche
Biologisches Thema:
Exkretion, Ausscheidung; assoziiert: hässlichen “Abfall” loswerden müssen
Gefühle, Gedanken:
Abscheu
- Das war so furchtbar!
- Sie haben mich misshandelt!
- So was Schreckliches, Ekliges!
META-Bedeutung:
Jetzt erlaube ich mir, das loszulassen und aus meinem Leben zu entlassen.
Organ
Stressphase:
Erhöhte Sensibilität für den Füllstand (auch durch erhöhte Spannung der glatten Muskulatur), erhöhte Sekretion und Exkretion, um den “hässlichen Brocken” loszuwerden, daher großer Harndrang (“Reizblase”). Kompaktes Tumorwachstum vor allem im Blasendreieck oder submukös. Mögliche Diagnosen: Blasenpolypen, Adenokarzinom
Regenerationsphase:
Eitrige Entzündung und Nachtschweiss, wenn Gewebsüberschuss mikrobiell abgebaut wird. Dann finden sichBlut und Eiter im Urin. Der Tumor kann auch bindegewebig verkapselt werden und bestehen bleiben, oder sich ohne Entzündungszeichen auflösen (Autolyse).
Schmerzen treten auf, wenn das sensible Urothel mitbetroffen wird. Blasenzysten können in Zusammenhang mit verschiedenen Pilzen und Bakterien auftreten. Mögliche Diagnosen: Blasenkatarrh, Abszess, Cystitis, Candidose, Urogenitaltuberkulose
In chronischen Prozessen können sich Blasensteine (Urolithe) bilden.
Heilkrise:
Schüttelfrost, schmerzhafte Blasenkrämpfe
Biologischer Sinn:
Die erhöhte Sensibilität und Exkretion soll den “hässlichen Brocken” schneller herausbefördern.
Sozial
Beispiele:
- Eine Frau betreut ihren herzkranken Ehemann und kämpft für seine Untersuchung und Versorgung im Krankenhaus über Monate. Nachdem er durch ärztliche “Kunstfehler” verstorben ist, bekommt sie Blasenkrebs.
- Eine Frau wird auf der Straße bespuckt und geschlagen. Sie erlebt das immer wieder im Traum, und hat gleichzeitig eine Cystitis mit Pilzinfektion in der Blase.
Zusätzliche Information:
Konstellationen:
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Blasenschleimhaut –Urothel (GHR -/+) Stress (Abgrenzung): Harninkontinenz, Regenerationsphase: Hyperästhesie, Virusinfektion, evtl Urothelkarzinom
Glatte Blasenmuskulatur (MH +/-) Stress (Ausscheidung, Positionierung): Reizblase, Hypertonus, starker Harndrang, kein Schmerz; Regenerationsphase: Normalisierung
Harnröhrensphinkter (GHML -/+) Stress (Positionierung, Harnkontrolle): Erschlaffung, Inkontinenz; Regenerationsphase: Verstärkung, ggf Harnverhalten; Heilkrise: Spasmen
Nierentubuli/-sammelrohre (SH +/-) Stress (Verlassensein): verstärkte Flüssigkeitsresorption und Wassereinlagerung, verminderte Miktion, ggf Sammelrohrkarzinombildung; Regenerationsphase: verstärkte Ausscheidung und Harndrang, Blut & Eiter im Urin, Ödemnormalisierung, Tumorabbau mit Proteinurie, Nachtschweiss
Inkontinenz kann auch durch Druck anderer Organe wie z B durch Gebärmuttersenkung (durch Bänderschwäche ) bedingt sein.