Schlundbögen (auch Kiemen-, Branchialbögen)
Anatomie
In der fötalen Entwicklung von Wirbeltieren bilden sich in der 4.-5. Schwangerschaftswoche 5-6 Schlundbögen am seitlichen Hals. Aus diesen Strukturen entsteht bei Fischen der s g Kopfdarm und die Kiemen zur Filterung und Vorverdauung der Nahrung aus dem Wasser.
Jeder Schlundbogen hat einen mesodermalen Kern, aus dem Knorpel- und Muskelstrukturen entstehen, einen Schlundbogennerv aus der ektodermalen Neuralleite, und einen eigenen Bluttransportweg. Aus diesen embryonalen Strukturen entstehen beim Menschen "branchiogene" Organe wie Gehörknöchelchen, Kiefer, Gaumen, Kaumuskulatur, Zungen- und Schläfenbein, Gesichtsmuskeln und Kehlkopf. Aus den Schlundbogenarterien entwickeln sich die Carotis, Aortenbogen, Arteria subclavia und die Lungenarterie. Auch endokrine Drüsen im Hals- und Brustbereich entstammen den Kiemenbögen. Diese Strukturen sind wichtig für die Funktion des Social Engagement System (SES) für Stressreduktion (siehe Polyvagaltheorie)
Die Kiemenbogennerven sind die Hirnnerven Trigeminus, Facialis, Glossopharyngeus, und Teile des Vagus.
In META-Health sind die s g Frontalrelais der Großhirnrinde bekannt, die embryonale Strukturen repräsentieren.
(Schema der Kiemenbogen. I-IV Kiemenbogen, 1-4 Schlundtaschen (innen) bzw. Kiemenfurchen (außen), a Tuberculum laterale, b Tuberculum impar, c Foramen cecum, d Ductus thyreoglossus, e Sinus cervicalis . Schlundbögen I-IV zeigen jeweils Nerv, Arterie, Vene.)
Grafiken: Wikipedia
Gehirn
Relais:
Großhirnrinde ( – / + ) prämotorisches (sensorisches) Rindenfeld frontal rechts & links neben Schilddrüsen”gang”relais
Psyche
Biologisches Thema:
1. Frontalangst – Schock oder Angst vor etwas, was frontal auf uns zukommt, ohne die Möglichkeit sich zu schützen
2. Macht- oder Hilflosigkeit
Gefühle, Gedanken:
1. Angst, Unausweichlichkeit
- Es überrollt mich!
- Ich seh es kommen.
- Kein Ausweg. Kein Entkommen.
- Hilfe!
2. Frustration, Abhängigkeit - Ich kann nichts tun!
- Meine Hände sind gebunden.
- Mach doch jemand was! Warum greift keiner ein?
- Wenn ich doch nur etwas ausrichten könnte!
- Ich bin doch nur so klein.
META-Bedeutung:
- Jetzt kann ich das was geschah loslassen, es verblasst und lässt mich frei.
- Ich beanspruche meine Macht zurück, und spüre sie wachsen mit jedem Schritt auf meinem Weg zurück ins Leben.
Organ
Sensibilitätsveränderung nach Innere-Haut/Magenschleimhaut-Muster mit Hyperästhesie in der Stressphase.
Stressphase:
Funktionsminderung und Zellabbau in den Strukturen, die aus den Schlundbögen entstanden – Hemmung des Social Engagement System (SES, siehe Polyvagaltheorie). Es kommt zu leicht ziehendem oder stechendem Schmerz im seitlichen Halsbereich. Die Person ist im Schock, der Zustand kann leicht in eine Angst- oder Frontooccipitale Konstellation gehen, wenn der traumatische Stress nicht gelöst wird.
Regenerationsphase:
Es kommt zu Schleimhautschwellung in den Strukturen und Überbleibseln der Schlundbögen in Hals- und Brustraumbereich (Mediastinum). Zystenbildung in diesen Bereichen ist möglich. Im Bereich der cervikalen Lymphknoten kann Pfeiffersches Drüsenfieber oder Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert werden, allerdings bei unveränderten Lymphozytenwerten. Im Bereich von Mediastinum und Lungen ist auch der Befund kleinzelliges Bronchialkarzinom (neuroendokriner Zellen) möglich. Der Prozess selbst schmerzt dabei nicht, sondern es kann zu Schmerzen im angrenzenden Gewebe kommen, wenn dies komprimiert wird.
Nach der Heilkrise geht die Schwellung zurück.
Nach Rezidiven oder als Warnsignal kann es bei Bronchialbeteiligung zu Husten kommen.
Heilkrise:
Kurzzeitiger ziehender oder stechender Schmerz in Hals- oder Brustregion, ggf mit Spasmen, wenn Muskelstrukturen mitreagieren. Bewusstseinsstörung/Absence, Abfall des Blutzuckerspiegels aufgrund des intensiven Hirnprozesses.
Biologischer Sinn:
Archaische Bedeutung, durch Erweiterung der “Kiemen” in der Stressphase mehr Nahrung und Sauerstoff aufnehmen und filtern zu können.
Sozial
Beispiele:
1. Frontalangst:
S g Lampenfieber, Prüfungs- und Präsentationsangst sowie Zukunfts- und Existenzängste durch die eigene Vorstellung sind typische Frontalangstkonflikte. - Ein kleiner Junge erschreckt sich auf dem Weg nach Hause und läuft vor eine Hauswand.
- Eine junge Frau hat einen Unfall auf der Autobahn. Sie sieht das Auto vom Seitenstreifen auf die Fahrbahn ziehen und weiss, dass sie weder bremsen noch ihm ausweichen kann, da sie selbst überholt wird. (Klapp)
- Der Klient erfuhr, dass er HIV-positiv ist. Er entwickelte ein Non-Hodgkin-Lymphom im Halsbereich.
2. Machtlosigkeit: - Die 45jährige Tochter möchte ihrer Mutter bei ihrer Erkrankung mit alternativen Mitteln helfen. Die Mutter jedoch wählt eine Operation. Die Tochter fühlt sich machtlos und befürchtet, ihre Mutter “in den Fängen der Schulmedizin” zu verlieren. (MHU Archiv)
- Die Klientin wurde von ihrer Familie nicht benachrichtigt, als die Mutter nach einem Unfall im Sterben lag. Sie empfindet nach wie vor Empörung und Machtlosigkeit. (Klapp)
- Ein Mädchen sieht, wie ihre Mutter vergewaltigt wird.
- Die Klientin, die Gruppen in sozialen Medien betreibt, wird durch das Lesen entsprechender politischer Artikel in ihrer Machtlosigkeit bestärkt. Sie leidet an chronischem tiefen Husten. (Klapp)
Zusätzliche Information
Wenn Kiemenbogengewebe aus der Embryonalzeibestehen bleibt, kann sich eine laterale Halszyste neben dem Musculus Sternocleidomastoideus bilden. Die Schwellung ist weich und gegenüber der Umgebung verschieblich. Eine laterale Halszyste manifestiert sich in der Regel zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr. In wieweit die Ausprägung einer lateralen Halszyste mit ererbten Konfliktmustern zusammenhängt, bleibt zu klären.
Konstellationen:
Ängstlichkeit: Schlundbögen und Schilddrüsengang-Relais (Frontalrelais) Frontalangst und Machtlosigkeit zusammen erwirken ständige Angst und Sorge, Grübeln und Sozialangst. Die Konstellation hat keinen Einfluss auf die Organreaktion. Kein Einfluss auf die sexuelle Hormonwaage, da ausserhalb der Revierbereiche.
Bei Angstkonstellation werden unter Umständen vortretende Augen (Exophtalmus) beobachtet, dies in Verbindung mit Hyperthyreose (Morbus Basedow).
Paralytisch/Affekt (Ausweglos): Schlundbögen und Netzhaut– oder Glaskörperrelais (möglich auch innerhalb einer Hemisphäre) Frontalangst und “Angst im Nacken” bewirken zusammen unvorhersehbare Affekthandlungen oder die Erstarrung auf psychischer und/oder physischer Ebene.
Kein Einfluss auf die sexuelle Hormonwaage, da ausserhalb der Revierbereiche.
Diese Konstellationen sind gelöst, sobald einer der Stressmomente aufgelöst wird!
Differentialdiagnose:
Lymphknotenschwellung durch Wundheilung oder Umbau in jeglichem angrenzendem Gewebe
Lymphknoten und –Gefäße von Hals und Mediastinum (GHML -/+) Stress (Identitäts- und Heilungszweifel): Immunschwäche, Regeneration: schmerzhafte Lymphknotenschwellung durch Zellzuwachs, Hodgkin-Lymphom
Kehlkopfschleimhaut (GHR -/+) Stress (Schreckangst/soziale Angst): Flachatmung, Apnoe, Regeneration: Hypersensibilität und trockener Husten aus dem Kehlkopfbereich, dabei depressive Zustände
Luftröhren- & Bronchialschleimhaut (GHR -/+) Stress (Schreckangst/soziale Angst): Hyperventilation, depressive Zustände; Regeneration: Entzündung der Luftwege, hohes Fieber, tiefer Husten mit Schleim
Becherzellen der Luftwege (SH +/-) Stress (Erstickungsangst): vermehrte Schleimbildung/Befeuchtung, Adenomwachstum; Regeneration: Bluthusten (verkrustetes Blut, eitrige Bronchitis) und Nachtschweiss, evtl Candida, nach Rezidiven: Zystische Fibrose
Lungenalveolen (SH +/-) Stress (Todesangst): Lungen-/Alveolarkrebs, Regeneration: Lungenentzündung/Pneumonie oder Lungentuberkulose mit Nachtschweiss. Evtl Candida.