Becherzellen der Luftwege
Anatomie
Becherzellen sind einzellige Drüsen aus Zylinderepithel, die eine becherartige Form haben und innerhalb vieler inneren Organauskleidungen den Schleim produzieren. Im Atmungssystem sind Becherzellen in Luftröhre, Bronchien und den größeren Bronchiolen zu finden, wo sie die vorbeistreichende Atemluft befeuchten.
Während die meisten Zellorganellen im basalen Teil der Becherzelle angesiedelt sind, beinhaltet der größte Teil des Zytoplasmas schleimproduzierende Granula. Um die Sekretionsoberfläche zu vergrößern, sprießen Mikrovilli (Flimmerhärchen) aus der apikalen Plasmamembran.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse. Im dorsozentralen Bereich links ist der evolutionäre Aufriss der Ringstruktur zwischen Anus und Mund repräsentiert.
Relais:
Stammhirn ( + / – ) dorsal zwischen Schlund- und Alveolenrelais
Psyche
Biologisches Thema:
Befeuchtung, Transport und Nutzbarmachung der Atemluft; Konflikt: Angst zu Ersticken
Händigkeit ist in Stammhirnrelais belanglos: Bei einseitiger Betroffenheit gilt rechts = Brockeneinnahme, links = Brockenausstoß oder -vermeidung.
Gefühle, Gedanken:
Panik
- Ich ersticke!
- Ich brauch jetzt Luft!
- Das nimmt mir die Luft!
- Ich konnte kaum atmen.
- Die Luft ist zu heiss/kalt/trocken, sie wird mich verletzen!
- Ich erwürge sie.
META-Bedeutung:
Jetzt kann mein Atem leicht ein- und ausfließen. Ich lasse alles leicht durch mich durch passieren.
Organ
Stressphase:
Funktionserhöhung der Sekretproduktion zur Befeuchtung der Atemwege und Becherzellhyperplasie. In langen oder suboptimalen Stressphasen kann es zu Bildung von Lungen- oder Bronchialadenom, Adenokarzinom oder Bronchialkarzinom aus Becherzellen kommen.
Regenerationsphase:
Rückbildung der Funktionserhöhung und des übermäßigen Gewebes unter Beteiligung von Pilzen (Candida) , Pilzbakterien oder lymphatischen Fresszellen, mit Eiterbildung und Nachtschweiss. Abhusten von eitrigem Gewebe und verkrustetem Blut aus diesem Prozess. Diagnostiziert wird eitrige Bronchitis.
Nach Rezidiven und narbiger Reparatur kann es zur Lungenfibrose kommen.
Die Entwicklung der s g COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) durchläuft folgende Phasen:
1.”Chronisch-katarrhalische Bronchitis” sind wiederholte Prozesse mit Betonung der erhöhten Schleimproduktion.
2. Bei der “Chronisch-schleimig-eitrigen Bronchitis” sind Bakterien beteiligt. Es kommt zu Nachtschweiß, Fieber, pfeifender Ausatmung (exspiratorischer Stridor) und Atemnot (Dyspnoe) bei Belastung.
3. Bei der “Chronisch-atrophischen Bronchitis” wird die funktionale Schleimhaut abgebaut und fibrös ersetzt. Die Wand der Atemwege (Muskel, Knorpel) kann mitbetroffen werden, dies zeugt von Selbstentwertung bezüglich der Atemfunktion. Wenn die Wand durch diesen Prozess zu dünn wird, können Bronchien zusammenfallen.
Biologischer Sinn:
Die erhöhte Schleimproduktion während der Stressphase erlaubt die leichtere Aufnahme von Luft (“Luftbrocken”).
Sozial
Beispiele:
- Beim Geburtsvorgang hatte das Baby die Nabelschnur um den Hals, Klientin empfindet in der Regression Panik des Erstickens (Klapp)
- Ein starker Raucher bekommt die Diagnose COPD. Er hat bei Beanspruchung Atemnot und empfindet sich als nicht leistungsfähig. Er glaubt der Medizin mit negativer Prognose, will aber nicht aufs Rauchen verzichten. Er ist damit Opfer der selbstbestätigenden Prophezeihung.
- Die Klientin mit chronischem Husten, Schlafapnoe und trockenem Hals erlitt ein Kindheitstrauma, als sie nur knapp aus einem brennenden Haus entkam und fast erstickt wäre. Der Brand war durch ihre Schuld verursacht. Sie träumte ihr Leben lang davon. (Klapp)
Zusätzliche Information
Becherzellen gibt es auch im Darm, der Vagina, der Bindehaut der Augenlider und in der Nase. Ihre Funktion ist immer die Schleimproduktion zur Erleichterung des Transports und zur Reinigung der Organinnenwände.
Der Zustand der zystischen Fibrose (Mukoviszidose) beinhaltet die Funktion der Becherzellen. Diese sind dann hypertroph und ihre Anzahl ist erhöht. Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Becherzelle. Ausserdem ist das Gen für einen Chlorid-Transporter (CFTR) mutiert, dadurch wird die Zusammensetzung von Sekreten wie Schweiss, Verdauungssaft und Schleim viskös verändert. Dieser ererbte Zustand deutet auf einen pränatalen UDIN oder ein vererbtes Konfliktmuster (Emotionen, Gedanken) der Vorfahren.
Bei Asthmatikern kommt es häufig zu vermehrtem Schleim, der die Atmung behindert. Die Asthmasymptome triggern dabei die Becherzellen.
Konstellationen:
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Luftröhren- & Bronchialschleimhaut (GHR -/+) Stress (Revierangst/soziale Angst): Hyperventilation, depressive Zustände; Regeneration: Entzündung der Luftwege, hohes Fieber, tiefer Husten mit Schleim
Lungenalveolen(SH +/-) Stress (Todesangst): Hyperplasie, Lungenkrebs (Rundherdkrebs); Regenerationsphase: Eitrige Lungenentzündung oder Lungentuberkulose
Schlundbögen (GHR -/+) Stress (Frontalangst oder Machtlosigkeit): Hypersensibilität seitl. Halsbereich bis Brustraum, oft Husten als Warnsignal; Regenerationsphase: mögliche Zystenbildung im Halsbereich und Mediastinum
Rachenschleimhaut(GHR -/+) Stress (Schluck- oder Äusserungsverbot): Hyperästhesie, Räuspern, Hüsteln
Rachenraum/Flimmerepithel (SH +/-) Stress (Assimilation und Filterung von Luft und Information): Schleimproduktion, Polypen oder Tumorbildung; Regenerationsphase: Candida, Nachtschweiss, Halsentzündung, Abhusten von eitrigem Schleim