Luftröhre und Bronchien – Schleimhaut & Muskulatur
Anatomie
Die Luftröhre (Trachea) des Atmungssystems beginnt am Kehlkopf und liegt ventral der Speiseröhre. Sie ist ein elastisches Rohr, das durch hufeisenförmige Knorpel offen gehalten wird. Ihre Hinterwand besteht aus Bindegewebe und glatter Muskulatur, die die Luftröhre verengen kann.
Im Mediastinum, auf Höhe des 4. Brustwirbels, teilt sich die Luftröhre in die rechte und linke Hauptbronchie auf. Diese verzweigen sich weiter in kleinere Bronchien und Bronchiolen, bis diese in den Lungenbläschen, den Alveolen, enden. Das Zusammenfallen der Luftwege wird durch hyalinen Knorpel verhindert, der in den größeren Luftwegen offene Ringe formt, in den kleineren Platten und Inseln. In den Bronchiolen mit Durchmesser unter 1mm fehlt der Knorpel völlig. Die Bronchien sind durchgängig von glatter Muskulatur umgeben: diese Schicht ist desto stärker ausgeprägt je weniger Knorpel vorhanden ist. Die innere Auskleidung der Bronchien geht von Flimmerepithel (Zylinderepithel) in kubisches und schliesslich in Plattenepithel über. Eingelagert in Luftröhre und Bronchien sind schleimbildende Becherzellen.
Das Lumen der Luftwege wird durch das vegetative Nervensystem gesteuert: Der Sympathikus (Stressreaktion) bewirkt die Entspannung der glatten Muskulatur und dadurch eine vergrößerte Aufnahme- und Durchstromskapazität. Der Parasympathikus lässt die Muskeln kontrahieren, wodurch der Widerstand erhöht wird und weniger Luft zu den Alveolen gelangt.
Gehirn
Inselrinde
graphic: wikipedia, Henry Gray
Relais:
1. Großhirnrinde ( – / + ) periinsular frontal re für Bronchialschleimhaut
Schnitt durch die Großhirnrinde auf Höhe der Insula
2. Mittelhirn (+/-) für Bronchialmuskulatur
vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
1. Revierangst – Angst, dass die eigene Position und das Revier bedroht werden (männliche Empfindungsnuance), Impuls des “Wegbrüllens”
2. Schreckangst, Sprachlosigkeit – (weibliche Empfindungsnuance), der Ausdruck bleibt “im Halse stecken”
Gefühle, Gedanken:
1. Unterdrückter Ärger, Konkurrenzangst
- Was will der hier?!
- Der wird doch nicht meinen Platz kriegen?!
- Ich werd’s ihm zeigen!
- Ich muss mich zu Gehör bringen!
2. Schock, Angst, Hemmung - Ich weiss nicht was ich sagen soll!
- Ich konnte kein Wort rausbringen.
- Ich kann mich nicht ausdrücken!
META-Bedeutung:
- Ich lasse es aus mir herausfließen.
- Ich kann mich jetzt frei und leicht ausdrücken.
- Ich respektiere andere, und ich werde respektiert.
Organ
Sensibilitätsveränderung gemäß Äussere Haut/Epidermismuster mit Hyperästhesie in der Regenerationsphase
Stressphase:
Hyperventilation, Hecheln (hierbei ist auch die Atemhilfsmuskulatur betroffen), verminderte Sensibilität der Atemwege bei schmerzlosem Gewebsabbau in der Schleimhaut . Der Sympathikus bewirkt Weitstellung der Bronchien und Bronchiolen.
In der Stressphase kommt es zu depressiven Verstimmungen (Revierbereich Belastung rechte Hemisphäre: Testosteronminderung)
Regenerationsphase:
Zunahme der Schleimhautsensibilität, daher Husten, der die Stressreaktion der Bronchialmuskulatur erneut triggern kann. Der Husten ist erst trocken, später kommt es zu Schleimauswurf. Es kann zu manischen Zuständen kommen.
Das Schleimhautgewebe regeneriert sich unter Schwellung und ggf entzündlichen Prozessen. Es kommt zu Dyspnoe und in verlängerter Phase ggf auch zuTumorwachstum .Typische Diagnosen sind: - Trachitis, Bronchitis beginnt mit trockenem Husten und Schmerz hinter dem Brustbein, evtl Bluthusten (helles Blut) und Dyspnoe. In Regenerationsphase B Vernarbung.
- Bronchiopneumonie (Lungenentzündung) mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Dyspnoe, schmerzhafter Atmung, pfeifenden oder rasselnden Atemgeräuschen. Typische Laborparameter sind erhöhte CRP-(später auch ESR-)Werte, Leukozytose, toxische Granulation, Eosinopenie und Lymphopenie. In Regenerationsphase B Vernarbung.
- Bronchialtumor (Plattenepithelkarzinom, Bronchialkarzinom) mit überschießender Reparatur der Bronchialschleimhaut.
- Atelektase vor allem im Fall von NSR-Syndrom und verlängerte Regenerationsphase: durch Schwellung verminderte Belüftung der tieferen Regionen der Lunge. Vasokonstriktion mit Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale)
Heilkrise:
Kurzzeitige Bronchiospasmen und Keuchen bei Beteiligung der Muskulatur, exspiratorischer Stridor. Dabei Absence / Bewusstseinsausfall möglich.
Nach Beendigung der Regeneration kann in schweren Fällen Atelektase (kollabierter Lungenabschnitt) bestehen bleiben.
Auch bindegewebige Vernarbungen bleiben bestehen und können die Funktion beeinträchtigen.
Biologischer Sinn:
Die Weitung der Bronchien in der Stressphase ermöglicht tiefere Einatmung, um mit mehr Luft die eigene Position zu verteidigen (den Herausforderer zu “verbellen”)
Sozial
Das eigene Revier kann sich auf Personen, Dinge, Raum, Aufgaben oder Zeit beziehen.
Beispiele:
Revierangst:
- Der Klient genoss im Beruf seine Autonomie. Nun ist er zuhause und empfindet seine Frau als übergriffig. Er leidet an Hustenattacken.
- Der Ehemann bemerkt, wie seine Frau mit anderen Männern flirtet, und hat Angst von ihr verlassen zu werden. Nach einem klärenden Gespräch ist er versichert, dass er sich keine Sorgen zu machen braucht. Danach bekam er eine Bronchitis.
- Ein fünfjähriger Junge bekommt eine kleine Schwester und glaubt, nicht mehr genug Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach seinem Geburtstag (mit viel Aufmerksamkeit) bekommt er starken Husten und Fieber.
Schreckangst: - Nach einer anstrengenden Bergtour, bei der er einen Steinschlag erlebte, dem er nur knapp entging, bekam der Patient Lungenentzündung.
- Ein kleines Mädchen erleidet einen großen Schreck, als sie im Kaufhaus von einem fremden Mann angesprochen wird und ihre Mutter nicht gleich sieht. Wieder zuhause zurück, muss sie viel husten.
Zusätzliche Information
Rauchen wird als Hauptrisikofaktor für Lungen- und Bronchienerkrankungen angesehen. Vor allem bei verminderter Resilienz und innerer Balance (Rauchen als Coping-Strategie) im Stressmodus hat der Organismus verminderte Filterungs- und Ausreinigungsfähigkeit durch das lymphatische System.
Das Bronchialschleimhautrelais gehört zu den Revierbereichen der Großhirnrinde mit der Thematik sozialer Positionierung und Zugehörigkeit. Es gelten Sonderregeln für die Bewertung der Seitendominanz. Konflikte haben Einfluss auf die sexuelle und soziale “Hormonwaage” und können manische oder depressive Zustände bewirken. (siehe “Konstellationen” verknüpft mit der Funktion der Neurohypophyse)
Konstellationen:
- Bronchial-Asthma: Zusammen mit einem weiteren Revierbereichsrelais der linken Hemisphäre. Hier reagiert vor allem die Muskulatur mit verlängerter und vertiefter Ausatmung, Keuchen und Expirationsbehinderung der Restluft. Asthma kann durch Pilze (Candida) ausgelöst werden, Zusammenhänge mit Becherzellen/Alveolen beachten!
- Status Asthmaticus: Wenn sowohl die Muskeln des Kehlkopf- als auch des Bronchialrelais betroffen sind, ergeben sich diese schweren Asthmaanfälle in der Heilkrise. Hauptsymptome: Brustenge, Kurzatmigkeit, trockener Husten, extremes Keuchen, verstärkter Gebrauch der Atemhilfsmuskeln. Dieser Notfall erfordert sofortige Hilfsmaßnahmen!
- Schwebe- oder Übersichts-Konstellation: Zusammen mit dem Kehlkopfschleimhautrelais. Affinität zum Fliegen, Flugträume, distanzierte Weltsicht oft spirituell oder esoterisch. Positiv: Weisheit!
Wenn zusammen mit den Netzhautrelais, kommt es zu Paranoia und Glauben an spirituelle Weltrettung. - Mythomanie oder Selbstausdrucks-Konstellation: zusammen mit analer oberflächlicher Rektumschleimhaut. Kann manische (Extraversion) und depressive (schreiben) Prägung haben. Positiv: Kommunikator!
Zusammen mit dem “4-Uhr-Relais” (Revierärger/Identität) kommt es zur typischen “Paparazzi” oder “Führer” (rücksichtsloser Schreiber/Redner)-Konstellation.
Differentialdiagnose:
Becherzellen der Luftwege (SH +/-) Stress bei Erstickungsangst: vermehrte Schleimbildung/Befeuchtung, Adenomwachstum; Regeneration: Bluthusten (verkrustetes Blut, eitrige Bronchitis) und Nachtschweiss, evtl Candida, nach Rezidiven: Zystische Fibrose
Lungenalveolen (SH +/-) Stress bei Todesangst: Lungen-/Alveolarkrebs, Regeneration: Lungenentzündung/Pneumonie oder Lungentuberkulose mit Nachtschweiss. Evtl Candida.
Kehlkopfschleimhaut (GHR -/+) Regeneration: Hypersensibilität und trockener Husten aus dem Kehlkopfbereich, dabei depressive Zustände
Schlundbögen(GHR -/+) Stressphase (Frontalangst/Machtlosigkeit: Hypersensibilität seitl. Halsbereich bis Brustraum, oft Husten als Warnsignal; Regenerationsphase: mögliche Zystenbildung im Halsbereich und Mediastinum