Vagina – endodermale (Synonym: entodermale) Schleimhaut und Scheidenvorhofdrüsen
Anatomie
Die Scheidenvorhofdrüsen (Bartholin-Drüsen) sind zwei Drüsen innerhalb der kleinen Schamlippen, die bei sexueller Erregung sekretieren und damit die Vagina befeuchten.
Die entsprechende Drüse beim Mann ist die Bulbourethraldrüse (Cowper-Drüse) neben der Peniswurzel, die ihr Sekret direkt in die Harnröhre abgibt.
Auch die tiefliegende Schleimhaut der Vagina hält diese feucht, auch wenn sie keine Drüsen enthält. Vor und während des Eisprungs (Ovulation) wird im Gebärmutterhals Schleim gebildet, der den Spermien ein günstiges Milieu verschafft.
Gehirn
Inselrinde
graphic: wikipedia, Henry Gray
Relais:
1. Kleinhirn (+/-) ventral im “Peritonealbereich”, für Bartholin-Drüse
2. Großhirnrinde (-/+) Inselregion mediolateral links, für Drüsen-Ausführungsgang
3. Stammhirn (+/-) zentral für tiefliegende Vaginalschleimhaut
Psyche
Biologisches Thema:
1., 3. Schmierung zum Schutz der Vagina beim Geschlechtsverkehr
2. Sexuelle Trennung
Gefühle, Gedanken:
Schmerz, Widerstand
- Ich bin zu trocken.
- Das tut weh.
- Will ich wirklich?
- Ich möchte jetzt nicht!
META-Bedeutung:
- Ich lasse meine Liebe einfach fließen!
- Ich kann meine sexuellen Bedürfnisse klar kommunizieren.
Organ
Stressphase:
1., 3. Verstärkte Sekretion, ggf Wachstum eines Adenoms oder Adenokarzinoms
2. Weitung und ggf Gewebsabbau im Ausführungsgang
Regenerationsphase:
1., 3. Funktionsnormalisierung und entzündlicher Abbau des Gewebsüberschusses unter Pilz- oder bakterieller Infektion mit Nachtschweiss. Stinkender Ausfluss und Eiterbildung sind typisch. Mögliche Diagnosen: Bartholinitis, Kandidose, Gonorrhoe, Chlamydia, Bartholin-Abszess, Bartholin-Empyem.
2. Entzündlicher Wiederaufbau, Zystenbildung (Bartholin-Zyste), wenig schmerzhaft, kann jedoch zu Verklebungen führen.
Biologischer Sinn:
Die Sekretion und deren Verstärkung soll die Integrität der Vagina schützen und das Eindringen des Penis erleichtern.
Sozial
Beispiele:
- Die Klientin fühlt sich von ihrem Partner nicht erregt und hat Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, weil die Scheide trocken ist. Nach dem Urlaub und viel Bemühen um guten Sex bekommt sie einen Drüsenabszess.
- Die Klientin mit einer Bartholin-Zyste hatte sich daran gewöhnt, zum Sex genötigt zu werden. Sie spürt keine Erregung, und auch keinen Schmerz mehr (KH-Konstellation).
Zusätzliche Information
Konstellationen:
Kleinhirn-Konstellation möglich: herabgesetzte Empfindlichkeit, Gleichgültigkeit. Ziel: psychischer Schutz
Differentialdiagnose:
Vagina – oberflächliche Schleimhaut (GHR -/+) Stress (sexueller Kontakt): verminderte Sensibilität, Ulzeration, ggf Frigidität und manische Zustände; Regenerationsphase: Vaginitis, virale oder bakterielle Infektion, Ulkus molle
Vulva – Epidermis (GHR -/+) Stress (Kontaktabriss): verminderte Sensibilität, Hauttrockenheit; Regenerationsphase: Rötung, Hyperästhesie, Ekzem, Feigwarzen
Vulva – Dermis (KH +/-) Stress (Schutz vor Verletzung): Erhöhung von Schweiss- oder Talgproduktion; Regenerationsphase: Eiterbildung, Abszess