Gebärmutterhals und -mund (Cervix und Portio Uteri)
Anatomie
Der Gebärmutterhals (Cervix) ist der untere, verengte Teil der Gebärmutter (Uterus), der sich in die Gebärmutterhöhle und in die Scheide Vagina) öffnet. Diese Öffnungen nennt man Muttermund (Portio).
Cervix und Portio sind mit Plattenepithelschleimhaut bedeckt, die entwicklungsgeschichtlich von der Vagina stammen. Ihre Wandung besteht aus Bindegewebe mit eingelagerten glatten Muskelfasern. Die Gebärmutter hat keinen Schließmuskel, sondern längsverlaufende glatte Muskelfasern.
Gehirn
Inselrinde
graphic: wikipedia, Henry Gray
Relais:
1. Großhirnrinde (-/+) Inselregion mediolateral li “9 Uhr”, für Plattenepithelschleimhaut
2. Großhirnmark (-/+) “Beckenregion” medial re & li für Gebärmutterhalswand
Psyche
Biologisches Thema:
1. (GHR) Sexueller Konflikt, Liebesverlust, Revierverlust
2. (GHML) Sexueller Selbstwert, Schwangerschafts-Selbstwert
Gefühle, Gedanken:
1. (GHR) analog zum Relais der Koronarvenen:
Eifersucht oder Selbstaufgabe
- Ich habe mein Herz aufgegeben.
- Warum will er mich nicht?
- Warum liebt er mich nicht mehr?
- Mein Leben hat keinen Sinn mehr.
- Ich bin geschändet.
- Er sieht mich nur als Ding.
- Man hat meinen Platz besetzt!
- Ich muss um meinen Status kämpfen!
2. (GHML)
Unsicherheit, Selbstzweifel, Frustration - Ich bin keine gute Liebhaberin.
- Ich kann ihm nicht genug geben.
- Wann finde ich den richtigen Mann?
- Ich bin nicht gut genug für ihn.
- Ich kann mein Kind nicht halten
- Ich kann keine gute Mutter sein!
META-Bedeutung:
- Mein liebendes Selbst zeigt mir den perfekten Partner und erschafft die richtigen Umstände.
- Ich kann mir den rechten Partner wählen!
- Ich bin liebevoll und liebenswert.
- Ich bin zuversichtlich, eine gute Mutter zu werden.
Organ
Die Gebärmutterhalsschleimhaut reagiert analog mit den Koronarvenen, dem Herzrhythmuszentrum und der vaginalen Libido. Stressbetonung kann zu reduzierter Östrogenausschüttung und zu manischen Zuständen führen.
Sensibilitätsveränderung gemäß ÄHS/Epidermis-Muster mit Hyperästhesie in der Regenerationsphase
Stressphase:
1. (GHR) Schmerzloses Geschwür (Ulzera) der zervikalen Schleimhaut.
Durch das reduzierte Östrogen kann es zu Unregelmäßiger oder abwesender Periode (Dysmenorrhoe, Amenorrhoe) Vermännlichung und Unfruchtbarkeit kommen, sowie zu manischen Zuständen. Die vaginale Libido ist gehemmt.
Gleichzeitig kann möglicherweise Tachycardie und Angina pectoris, bedingt durch Beteiligung der Coronarvenen auftreten.
2. (GHML) Gewebsschwächung des Muttermundes und -halses, die ggf zu Frühgeburt führen kann. Mögliche Diagnose: Cervix- oder Portioerosion
Regenerationsphase:
Entzündlicher Wiederaufbau und Verstärkung des Gewebes, oft unter Aktivität von Viren (HPV, Herpes) und Bakterien (Chlamydien, Gonokokken). Die Regel setzt wieder ein, es kommt ggf zu starken Blutungen ausserhalb der Regel und zu Schmerzen. Mögliche Diagnosen: Cervicitis, Gebärmutterhalskrebs (Cervix-Karzinom, Portio-Karzinom). Aufgrund des erhöhten Östrogenspiegels kann es zu depressiven Zuständen kommen.
”Neuere Studien an Patienten zeigten, dass Zervikalkrebs seinen Ursprung im ontogenetisch oberflächlichen Gewebe nimmt und dass, wenn keine Infiltration in tiefere Gewebsschichten vorliegt, eine Entfernung innerhalb der Ursprungsschicht (also nicht “weit im Gesunden”) zufriedenstellende Ergebnisse brachte.” Quelle
Heilkrise:
1. (GHR) Evtl begleitet von kurzfristiger Manie, Herzschmerz, Tachykardie oder Kammerflimmern und evtl Bewusstlosigkeit (Absence). Wegen Spasmen der koronaren Gefäßmuskulatur ist die Gefahr eines Thrombenabrisses und Lungenembolie mit Dyspnoe groß.
Biologischer Sinn:
Die Erweiterung während der Stressphase soll das Eindringen der Spermien in den Uterus begünstigen.
Sozial
Beispiele:
- Eine Frau wird von ihrem Partner betrogen. Sie will das lange Zeit nicht wahr haben, verliert aber ihre Libido und wird manisch auf der Suche nach ihrem Lebensziel. Als er sie schließlich verlässt, bricht ihre Welt zusammen und sie wird apathisch und depressiv.
- Die Klientin mit konstanten Menstruationsblutungen über Wochen hatte sexuelle Unstimmigkeiten, und ihr Wunsch nach weiteren Kindern wurde unterdrückt. Sie hat nach einer Fehlgeburt den Glaubenssatz “Ich verdiene es nicht, nochmal Mutter zu sein.” Eine Urlaubsreise und gute Kommunikation mit ihrem Mann löst den Konflikt, so dass sie mehr sexuelle Freiheit genießt. (Hirth, MHU Archiv)
- Eine Frau hat wiederholt Frühgeburten. In der Regression erkennt sie den Zusammenhang mit Ereignissen als Kind während des Krieges und der Flucht, als ihre Mutter vergewaltigt wurde.
- Der Ehemann der Klientin reagierte negativ, als sie ihm eröffnete, dass sie schwanger ist. Das Kind wurde glücklich geboren, aber das Vertrauen in den Mann hatte gelitten. Sie entwickelt Jahre später Gebärmutterhalskrebs.
Zusätzliche Information:
Dieses Relais gehört zu den Revierbereichen der Großhirnrinde mit der Thematik sozialer Positionierung und Zugehörigkeit. Es gelten Sonderregeln für die Bewertung der Seitendominanz. Konflikte haben Einfluss auf die sexuelle und soziale “Hormonwaage” und können manische oder depressive Zustände bewirken. (siehe “Konstellationen” verknüpft mit der Funktion der Neurohypophyse)
Im Gebärmutterhals wird Schleim produziert, der als zäher Pfropfen die Gebärmutter verschließt und der das Eindringen von Substanzen und Mikroben verhindert. In den Tagen um den Eisprung bildet sich stattdessen dünnflüssiger, fadenziehender Schleim, der durchlässig für die Spermien ist.
Das Epithel im Zervixkanal variiert. Die Ektozervix ist wie die Vagina mit Plattenepithel ausgekleidet, das keine Keratinschicht hat. Die Grenze der äusseren an die innere Zervix oder Übergang zwischen Platten- und Zylinderepithel ist die Transformationszone. Unter beiden Epithelien befindet sich eine zähe Kollagenschicht.
Die Transformationszone verändert sich: während der Pubertät bedeckt das Zylinderepithel Teile des Ektozervix. Der Gebärmutterhals erfährt Änderungen während des Menstruationszyklus und der Schwangerschaft. Nach der Menopause zieht sich die Transformationszone zurück, so dass die Zervix mit Plattenepithel ausgekleidet ist.
Konstellationen:
Nymphomanie: Zusammen mit Koronararterienrelais. Beide Konflikte haben ein sexuelles Thema. Flirtverhalten und ständige Suche nach wechselnden Liebhabern, dabei oft physisch schwer erregbar und reduzierte Fruchtbarkeit/Potenz. Manisch: aktives Flirtverhalten, depressiv: schüchtern, passiv. Positiv: Bedingungslose Liebe!
Differentialdiagnose:
Uterus – Endometrium (SH +/-) Stress (sexueller Streit oder Verlust): vermehrtes Wachstum und Sekretion; Regenerationsphase: Abstoßung, verstärkte Regelblutung, evtl Pilzinfektion
Uterus – Myometrium (MH +/-) Stress (Kinderwunsch): Zuwachs (Myom) & Hypertonus; Regenerationsphase: Immobilisation; Heilkrise: Hyperperistaltik
Hypophysenvorderlappen (Produktion von Gelbkörperhormon/Gestagen) (SH +/-) Stress (Priorität auf Schwangerschaft): Mehrproduktion, Verhinderung des Eisprungs, Unfruchtbarkeit
Hypophysenvorderlappen (Produktion von FSH) (SH +/-) Stress (Kinderwunsch): Mehrproduktion, Reifung der Eizellen, erhöhte Fruchtbarkeit
Eierstöcke – Östrogenproduktion (GHML -/+) Stress (Verlust einer Person): Minderproduktion, Unfruchtbarkeit; Regenerationsphase: Zystenbildung, schließlich erhöhte Hormonproduktion