Eileiter (Ovidukt)
Anatomie
Die Eileiter sind zwei feine Röhren im Intraperitonealraum (= innerhalb des Bauchfells), die von den weiblichen Eierstöcken zur Gebärmutter führen und es so der reifen Eizelle erlauben, in die Gebärmutter zu wandern. Sie sind jedoch nicht mit den Eierstöcken verbunden, sondern besitzen einen Trichter mit Fransen (Fimbrien).
Die Bauchhöhle kommuniziert somit über die Vagina mit der Aussenwelt.
Die Eileiter bestehen aus einer Serosa (zur Bauchhöhle gewand, entspricht dem Bauchfell/Peritoneum), einer glatten Muskelschicht und Bindegewebe mit Blut– und Lymphgefäßen, sowie der Schleimhaut als innerer Auskleidung. Von dieser handelt das Kapitel.
Das Säulenepithel der Schleimhaut besteht aus 2 Zelltypen:
- das vorherrschende Flimmerepithel, das unter Einfluss von Östrogen vermehrt wird
- sekretorische Zellen, die die Eileiterflüssigkeit produzieren. Diese enthält Nährstoffe für die Samenzellen, Eizellen und Zygoten, und erleichtert die Reifung der Samenzellen. Der Einfluss von Progesteron erhöht die Anzahl der sekretorischen Zellen, während Östrogen ihre Funktion vermehrt.
Die Eileiterflüssigkeit fließt gegen die Bewegungsrichtung des Flimmerepithels, also in Richtung der Fimbrien.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Psyche
Biologisches Thema:
Sexuelles Trauma, Streit oder Verlust einer Person
Gefühle, Gedanken:
Verzweiflung, Hass
- Ich kann nicht glauben, dass er mir/uns das angetan hat!
- Ich werde vergewaltigt!
- Was soll ich nur ohne ihn tun.
- Den Verlust verwinde ich nicht.
META-Bedeutung:
Das Universum und das Leben geben mir alle Möglichkeiten zu heilen und neu zu gestalten.
Organ
Stressphase:
Erhöhte Sekretion, Gewebszuwachs (Adenom, polypöses Adenom) im Eileiter, was zu dessen zeitweisem oder völligem Verschluss (Obstruktion) und Unfruchtbarkeit führen kann.
Regenerationsphase:
Mikrobieller Abbau des Tumors unter Eiterbildung und nächtlichem Schwitzen, eitriger Ausfluss aus der Vagina. Mögliche Diagnosen: Eileiterentzündung (Salpingitis), urogenitale Tuberkulose, tubo-ovarialer Abszess
Unfruchtbarkeit wird oft der Obstruktion durch Vernarbung nach Entzündungen zugeschrieben. Dies geschieht gewöhnlich nach Rezidiven.
Biologischer Sinn:
Erhöhte Sekretproduktion in der Stressphase erleichtert Transport und Ernährung der Spermien.
Sozial
Beispiele:
- Eine scheinbar unfruchtbare Frau erlebte wiederholt hässliche Szenen mit Männern, seit sie als Kind missbraucht wurde.
- Eine Schauspielerin wird hinter den Kulissen Zeuge von pädophilen Handlungen. Sie entwickelt Eileiterkrebs.
- Eine junge Frau fühlt sich gezwungen, das Mobbing einer neuen Kollegin gegenüber dem Chef durch die anderen Kolleginnen zu verdecken (ihr wird ein sexuelles Verhältnis mit ihm untergeschoben) und macht sich ob dieser “Schweinerei” große Vorwürfe. Als die Kollegin die Abteilung verlässt, bekommt die Frau eine Eileiterentzündung.
- Nach mehreren Fehlgeburten erlebte die Klientin eine Eileiterschwangerschaft.
Zusätzliche Information:
Vor und während der Menopause verändert sich die Beschaffenheit und Aktivität der Eileiterschleimhaut.
Zu Eileiterschwangerschaft kommt es häufig bei verminderter Anzahl oder Qualität der Flimmerhaare, z B durch hormonelle Einflüsse vermindertes Östrogen) oder Vernarbung nach Konfliktrezidiven.
In Embryos sind 2 Gänge angelegt, die Gameten aus dem Körper führen. Der Müller-Gang entwickelt sich beim weiblichen Geschlecht zu Eileitern, Gebärmutter und Vagina; der Wolff-Gang wird zum primären Harnleiter, und beim männlichen Geschlecht zu Nebenhoden, Samenleiter und Samenbläschen. Der jeweils andere Gang bildet sich zurück.
Konstellationen
Stammhirn-Konstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Uterus – Endometrium (SH +/-) Stress (Verlust oder sexueller Streit): vermehrtes Wachstum und Sekretion; Regenerationsphase: Abstoßung, verstärkte Regelblutung, evtl Pilzinfektion
Hypophysenvorderlappen (Produktion von Gelbkörperhormon/Gestagen) (SH +/-) Stress (Priorität, Schwangerschaft): Mehrproduktion, Verhinderung des Eisprungs, Unfruchtbarkeit
Hypophysenvorderlappen (Produktion von FSH) (SH +/-) Stress (Schwangerschaftswunsch): Mehrproduktion, Reifung der Eizellen, erhöhte Fruchtbarkeit
Eierstöcke – Östrogenproduktion (GHML -/+) Stress (Verlust einer Person): Minderproduktion, Unfruchtbarkeit; Regenerationsphase: Zystenbildung, schließlich erhöhte Hormonproduktion
Eierstöcke – Keimzellen (SH +/-) Stress (Verlust einer Bezugsperson): Anlage von Teratom möglich (archaisches Vermehrungsprogramm)