Bindegewebe und Extrazelluläre Matrix (ECM)
Es gibt verschiedene Formen von Bindegewebe wie Knochen, Sehnen und Bänder, Muskel-, Organ- und Unterhautfaszien, Gliagewebe und weiches Bindegewebe.
Die Grundsubstanz des Bindegewebes, die ECM, bildet ca. 30% des Körpergewichts. Sie umgibt jeden Zellverband des Parenchyms/Grundgewebes, den sie ernährt und entsorgt. Sie bildet das Bett der Endstrombahn, d.h. das Kapillarbett für Blut und Lymphe. Auch alle Fasern des peripheren Nervensystems enden darin.
Weiter darin eingebettet sind verschiedene Fasertypen mit unterschiedlichen Eigenschaften; darunter kollagene, elastine und retikuläre (Vernetzungs-) Faserstoffe.
Weiter finden sich verschiedene Zelltypen: Fibrozyten, die die Grundsubstanz aufbauen, Lymphozyten, Fettzellen sowie weiteren Zellen die zum Immunsystem gehören.
Grafik: wikipedia (OpenStax College)
Die ECM besteht hauptsächlich aus Makromolekülen von Zucker-Eiweissverbindungen. Sie werden Proteoglykane und Glukosaminoglykane genannt und binden und strukturieren das Gewebewasser, das seinerseits 20-25% des Körpergewichts ausmacht.
Die ECM bildet eine funktionelle Einheit mit den Zellverbänden des Parenchyms/Grundgewebes, weil es diese nährt und entsorgt (eine “stammhirngemäße” Funktion). Sie hat auch Schutzfunktion (entspricht dem Kleinhirn) und vermittelt Information (entspricht der Grosshirnrinde). Damit ist jeder Zellverband in seiner Funktion unmittelbar von der ECM abhängig.
Zwischen Zellen und ECM liegt stets eine Basalmembran, die noch einmal Schutz, Ernährung und Entsorgung der Zellen regelt.
Die ECM verhält sich elektrisch wie ein Flüssigkristall: sie kann verschiedene Schwingungsmuster und hyperbole Tunnel bilden, die dem Stofftransport dienen. Dabei scheint Silizium als elektrischer Halbleiter eine entscheidende Rolle zu spielen. Andere Mineralien sind ebenfalls an diesen Prozessen beteiligt, während Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Quecksilber diese Funktionen massiv behindern oder ganz zum Erliegen bringen können.
Die ECM ist holographisch organisiert, d.h. dass in jedem Körperteil die gesamte Information des Körpers vertreten ist. Dadurch ist es möglich, via sog. Reflexzonen, sowohl Informationen von verschiedenen Körperteilen zu gewinnen, wie auch Heilimpulse (Regulationsimpulse) an sie zu vermitteln.
”(zusammengefasst aus Hartmut Heine – Lehrbuch der biologischen Medizin – Hippokrates)”
Reflexzonen im Bindegewebe von METh-Therapie.ch
Mehr zur ECM in dieser pdf: Extrazelluläre Matrix und Bedeutung der Grundregulation
Thematischer Bezug
Die ECM hat Zusammenhang mit allen Geweben, und somit mit allen biologischen Thematiken.
Besonders Selbstbild und Selbstwert beeinflussen die jeweiligen biologischen Funktionen und sorgen im Konfliktfall für Minderfunktion, Versäuerung, ggf “Gewebsvergiftung” und Gewebsschwächung.
Praxis
Flexible und ganzheitliche Herangehensweise an Gewebssymptomatiken und die Manifestation von Körperformen: da sowohl das äussere als auch das innere Milieu auf die ECM wirken, kann man diese zur Diagnostik einsetzen und ihr mit therapeutisch arbeiten. Gedanken, Atmung, Bewegung, Berührung und Ernährung ergänzen einander für die angestrebte Wirkung.
Orientierung fürs Bindegewebe ist Leichtigkeit, Ausrichtung, Verbundenheit und Freiheit für den Menschen und dessen Organe.