Haut – Dermis / Lederhaut
Anatomie
Im Aufbau der Haut ist die Dermis / Lederhaut die Gewebsschicht unter der Epidermis / Oberhaut. Sie besteht aus mesodermalem Bindegewebe mit "Althirn"- Bezug, und schützt den Körper vor Belastung von aussen, gewährt also seine Integrität. Die Dermis ist mit der Epidermis durch deren Basalmembran dicht verbunden. In der Dermis liegen die Haarfollikel, Schweissdrüsen, Talgdrüsen, sowie apokrine Drüsen und Blutgefäße. Sie enthält auch Nervenendigungen, die Berührungs- und Temperaturempfindung vermitteln, und glatte Muskelzellen z B zum Aufrichten der Haare. Die Blutgefäße der Dermis sind für die Ver– und Entsorgung der eigenen Zellen sowie für die der Basalmembran der Epidermis verantwortlich.
Gehirn
Relais:
Psyche
Biologisches Thema:
Integrität, Schutz, Attacke, Beschmutzung
Hautsymptome beziehen sich auf den Ort ihres Auftretens. Der Konflikt kann direkt an diesem Ort erlebt sein (wie ein Angriff oder ein Kontaktverlust an der Stelle), oder eine symbolische Verbindung gemäß der Grafik haben. Seitendominanz ist relevant.
Emotionen, Gedanken:
Verwundbarkeit, Abscheu, Besudelung, Schändung.
- Ich fühle mich schutzlos.
- Ich fühle mich getroffen.
- Das ist meine schwache Stelle.
- Ich muss eine “dicke Haut” entwickeln!
META-Bedeutung
- Jetzt kann ich entscheiden, welcher Kontakt gut für mich ist.
- Ich bin beschützt.
Organ
Stressphase:
Verstärkte Aktivität der Schweiss- und/oder der Talgdrüsen der Haut, unreine Haut, Talgpfropfen (“Mitesser”), und ggf Aufstellen der Haare (“Gänsehaut”).
Zuwachs der Dermiszellen und ggf der Pigmentzellen, auch aus der Basalschicht der Epidermis: Nävi (Muttermale) und Melanome können sich bilden.
Die Dermis kann lokal oder in ganzen Hautsegmenten (Dermatomen) betroffen sein.
Regenerationsphase:
Funktionsnormalisierung und Abbau überschüssiger Zellen der Dermis mit entzündlichen Prozessen und ggf bakterieller Beteiligung oder Anwesenheit von Pilzen (Candida, Fußpilz, Nagelpilz) oder Pilzbakterien (Tuberkelbakterien bei Lepra). Bildung von Pickeln (Akne), Eiterpusteln und Hautabszessen, auch Haarfollikelabszesse möglich.
Melanome können bluten und nach Krustenbildung abfallen. Die Dermis kann mit der Epidermis an der Gürtelrose (Herpes Zoster) beteiligt sein.
Chronische Aktivität oder epigenetisch ererbte Konfliktstrategien können sich in Sklerodermie (Panzerhaut) ausdrücken.
Biologischer Sinn
In der Stressphase wird die Funktion der Dermis verstärkt, um besser gegen äussere Einflüsse und Angriffe zu schützen (physische oder psychisch empfundene oder befürchtete Attacke, Integritätsverlust, Beschmutzung).
Sozial
Beispiele:
- Die Klientin fühlt sich nach der Brustoperation beraubt und verletzt. Sie bekommt schließlich Abszesse im Achselbereich.
- Ein Mann ekelt sich davor, im Urlaub auf Kakerlaken zu treten. Er bekommt Fußpilz.
- Der junge Klient fühlt sich in der Schule gemobbt und bekommt Pickel im Mund- und Kinnbereich.
- Die verängstigte Klientin bekommt jedesmal Schweissausbrüche, wenn sie an die Konfrontation mit ihrem Arbeitgeber denkt.
Zusätzliche Information
Die pigmentbildenden Zellen der Haut befindet sich hauptsächlich in der Basalmembran der Epidermis. Bei einem pigmentierten Melanom sind Relais sowohl in der Großhirnrinde (Kontakt/Trennung) und im Kleinhirn (Integrität/Beschmutzung) beteiligt.
Konstellationen
Kleinhirn-Konstellation: verminderte Sensibilität (physisch und emotional), “körpereigenes Schmerzmittel” mit Dissoziation, Empathielosigkeit, ggf “emotioneller Burnout”
Hygienemanie (zusammen mit Pankreas/Langerhans Alphazellen): Waschzwang, extreme Hygiene und Angst vor Schmutz und Bakterien
Differentialdiagnose:
Haut – Epidermis (GHR -/+): Stress (Kontakt/Distanz): dünne, blasse, trockene oder schuppige Haut, möglicherweise Pigmentverlust (Vitiligo); Regeneration: gerötete, geschwollene, empfindliche Haut, Jucken und evtl Schmerz (Ekzem).
Unterhautfettgewebe Bindegewebe) (GHML -/+): Stress (Attraktivität, Ressourcen): Nekrosen, Hautfaserrisse und Bildung von Dehnungsstreifen; Regeneration: Wassereinlagerung, überschießender Aufbau, Keloidbildung
Myelinscheide der Nerven (KH +/-): Stress (Schmerzangst): ggf Bildung von Neurofibromen die mehrere Hautschichten durchwachsen
Knochenhaut/Periost(GHR -/+) Stress (tiefer Schmerz, Empörung): blasse, kalte Haut durch Gefäßverengung der lokalen Kapillaren
Die Haut und ihre Ernährung wird durch das Hormonsystem beeinflusst.