Oesophagus – Muskulatur
Anatomie
Die Muskelschicht der Speiseröhre hat eine einzigartige Zusammensetzung: das obere Drittel und der obere Schließmuskel bestehen aus quergestreifter Muskulatur, das untere Drittel aus glatter Muskulatur, und der Mittelteil hat Anteile beider Arten.
Die Muskulatur ist in 2 Schichten angeordnet: innen verlaufen die Fasern längs mit der Speiseröhre, darüber liegt die Schicht quer zum Speiseröhrenverlauf. Zusammen erzeugen die Schichten die Peristaltik, die wellenartige Weiterbeförderung des Bolus.
Der obere Speiseröhrensphinkter (OÖS) ist funktionell zusammengesetzt aus mehreren Muskeln im Bereich des Kehlkopfes. Er öffnet sich beim Schluckakt.
Der untere Speiseröhrensphinkter (UÖS) ist kein reiner Muskel, sondern ein Wringverschluss an der Zwerchfellenge, welcher verhindert, dass der Magensaft in die Speiseröhre fließt.
Die Muskulatur wird vom Vagusnerv innerviert.
Grafikquelle:MSD-Manual
Gehirn
Relais:
1. Großhirnmark (-/+) im “Thorakalbereich” li & re, für obere Hälfte und oberen Sphinkter
2. Mittelhirn (+/-) dorso-medial rechts, für untere Hälfte der Muskulatur
Psyche
Biologisches Thema:
1. GHML: Nicht herunterschlucken oder ausspeien können (funktioneller Selbstwert)
2. MH: Einverleiben, den Brocken zur Verdauung weiterbfördern (Überleben)
Gefühle, Gedanken:
Lähmung, Unfähigkeit, Ärger
- Warum krieg ich das nicht runter?
- Warum hab ich das nicht unter Dach und Fach gebracht?
- Ich schaffe es nicht, das wieder loszuwerden.
- Das hätte ich gleich wieder abstoßen müssen.
META-Bedeutung:
Ich hantiere und leite alle Brocken, Informationen und Emotionen an ihre rechte Stelle.
Organ
Stressphase:
1. (GHML) Funktionsverlust und Nekrosen der quergestreiften Muskelschicht. Mögliche Diagnosen: Muskeldystrophie, Dysphagie.
Oberer Sphinkter: Schlucklähmung
2. (MH) Tonuserhöhung und ggf Verdickung der Muskelschicht. Mögliche Diagnosen: hyperkontraktiler Ösophagus, “Nussknacker-Ösophagus”
Schließmuskeln: Sodbrennen entsteht bei Öffnung oder unzureichendem Schluss des unteren Ösophagussphinkters, meist zusammen mit stressaktiver Magenschleimhaut sozialer Ärger oder unverdaulicher Brocken)
Erbrechen ist Stressymptom bei akuten Vergiftungen: hierbei kommt es zur Öffnung beider Sphinkter und zur “Rückwärtsperistaltik”.
Durch lange Stressphasen kann es zur Achalasie kommen (chronischer Hypertonus des unteren Sphinkters, der zu Schluckbeschwerden und Ausdehnung der Speiseröhre führt).
Regenerationsphase:
Entzündliche Reparatur, Myositis.
In chronischen Prozessen wird das Gewebe härter und weniger elastisch, es kann in dem Zusammenhang zu Ösophagus-Varizen kommen.
Heilkrise:
“Diffuser Ösophagusspasmus” der glatten Muskelschicht,
bei den Schließmuskeln: Spasmen, ggf Erbrechen
Biologischer Sinn:
Schluck- und Erbrechensreflexe sind sinnvoll in Verbindung mit der Sensibilität der Schleimhaut, um Nahrungsaufnahme zu sichern und Vergiftungen abzuwehren.
Durch die vollendete Reparatur wird die Muskulatur stärker.
Sozial
Beispiele:
- Ein Mann verliert seine Fahrerlaubnis, nachdem er bei einer Alkoholkontrolle heftig mit Polizeibeamten stritt. Er bekommt danach wiederkehrende Speiseröhrenkrämpfe.
- Ein Pflegeheimbewohner mag nicht mehr essen, nachdem er seinen Geschmackssinn verloren hat, und Erinnerungen an Essen bekümmern ihn. Er entwickelt Achalasie.
- Die Klientin leidet an chronischer Dysphagie. Sie konnte es nicht schlucken, dass 1. ihr Partner jahrelang untreu war, 2. alle Frauen ausser ihr schwanger zu werden schienen. Nach META-Coaching wird sie sich ihrer “spirituellen Familie” bewusst, und die Schluckbeschwerden bessern sich zusehends. (Gedye, MHU Archiv)
- Die Klientin gibt sich für ihr Glaubenssystem, man müsse alles für Familienmitglieder tun, auf, und tut Dinge gegen ihren Willen. Sie bekommt Sodbrennen und Krämpfe der Ösophagusmuskulatur. Nach Reframing legen sich die Symptome. (Maggi, MHU-Archiv)
Zusätzliche Information:
Die Innervierung der Speiseröhre ist geteilt und kreuzt von der linken zur rechten Seite.
Differentialdiagnose:
Der untere Ösophagussphinkter öffnet auch in der Stressphase der Magenschleimhaut und es kommt zu Reflux und Sodbrennen.
Endodermale untere Speiseröhrenschleimhaut (SH +/-) Stressphase (Assimilierung): erhöhte Sekretion und Tumorbildung, chronisch: Barret-Ösophagus.
Ektodermale obere Speiseröhrenschleimhaut (GHR -/+) Stressphase (Schlucken/Spucken verhindert): Hyperästhesie und Ulzeration; Regenerationsphase: Vernarbung, ggf Karzinombildung,
Ösophagus Submukosa – Bindegewebsschicht (GHML -/+) Stress (Selbstentwertung bzgl Funktion): Schwächung, trägt zur Bildung von Divertikeln bei. Regenerationsphase: Entzündung, bakterielle Infektion. Chronisch: kann zu Ösophagusvarizen führen.