Mund
Anatomie und Funktionen
Der Mund ist der Anfang des Verdauungstraktes. Hier wird die Nahrung eingefangen, zerkaut und eingespeichelt, als Vorbereitung für ihre weitere Zersetzung und Aufschlüsselung.
Im Mund befinden sich ca 32 Zähne, nach ihrer Funktion eingeteilt in Schneide-, Reiss- und Mahlzähne, die in den beiden Kieferknochen befestigt sind. Ausgekleidet ist der Mund- und Rachenraum mit Schleimhaut, die die Zahnhälse als Zahnfleisch (Gingiva) umschliesst und abdichtet. In die Schleimhaut eingebettet sind Speicheldrüsen zur Produktion des Speichels, lymphatische Zellen, und Sinnesrezeptoren für Tast-, Schmerz- und Temperaturempfinden.
Die Mundschleimhaut überzieht auch die Zunge, einen Muskel, der für das Tasten, Saugen, Schlucken und für die Lautbildung unentbehrlich ist. Sie enthält die Geschmacksknospen, Papillen zur chemischen Analyse des Mundinhalts, die in Zusammenarbeit mit dem Geruchssinn der Nase typische Qualitäten des Aufgenommenen wahrnimmt. Diese Sinne sind auch bei der Abspeicherung von Gegebenheiten in emotional signifikanten Momenten und der Konditionierung von Stress- oder Lösungstriggern von Bedeutung. Sie regulieren die Ausschüttung von Neurotransmittern, die auf das Nervensystem einwirken und die Hormonproduktion steuern.
Der Mund hat ausser der Aufnahme, Analyse und Vorverdauung der Nahrung auch viele soziale Funktionen: sprachliche Kommunikation, Mimik, Sexualität, Attraktions- und Abwehrsignale.
Auch auf der Zunge findet man Reflexzonen für innere Organe.
Grafik: Andreas Rösti
Gehirnrelais & META-Organgewebe
- Mund-, Gaumen- und Zungenschleimhaut (ektodermalen Ursprungs), Geschmackssinn für soziale Assoziation
- Sensible und motorische Nerven
- Zahnschmelz und Zahnnerven
- Speicheldrüsenausführungsgänge
Stammhirn (+/-): - Mund-, Gaumen- und Zungenschleimhaut (endodermalen/entodermalen Ursprungs), Geschmacksknospen, Geschmackssinn für chemische Analyse
- Speicheldrüsen
Grosshirnmark (-/+): - Zunge Muskelgewebe)
- Zahnbein – Dentin
- Submucosa (Bindegewebe)
- Harter Gaumen Knochen)