Vorhofmuskulatur und Sinusknoten
Anatomie
Herzmuskulatur ist eine Mischform aus quergestreifter und glatter Muskulatur, die unwillkürlich kontrahiert und vom Plexus Cardiacus (Herzgeflecht) nervlich versorgt wird. Ihre Blutversorgung wird durch den koronaren Kreislaufgesichert, der vom Körperkreislaufgetrennt ist. Eine Herzmuskelzelle enthält im Gegenatz zu glatten Muskelzellen mehrere Zellkerne.
Die Herzkammern Ventrikel) werden aus ihren Vorhöfen (Atria) mit Blut befüllt, wobei die Segelklappen den Rückstrom verhindern. Die rechte Kammer pumpt das sauerstoffarme Blut über die Lungenarterie weiter zur Anreicherung in die Lungen, während die linke Kammer über die Aorta den Körperkreislauf mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Diese Ausfuhr von Blut wird Systole genannt, die Füllphase Diastole.
Die koordinierte Kontraktion der Vorhof- und Kammermuskulatur wird durch ein unwillkürliches und autonomes Erregungs- und Reizleitungssystem erwirkt, welches jedoch von Sympathikus und Parasympathikus sowie durch Hormone beeinflusst wird.
Der Sinusknoten liegt im rechten Vorhof im Bereich der Mündung der oberen Hohlvene. Er besteht aus spezialisierten Herzmuskelzellen, die die Fähigkeit zur spontanen Depolarisation besitzen und sich so selbst elektrisch erregen können, und generiert so autonom den Rhythmus der Kontraktionen. Der Sympathikus und die Hormone des Nebennierenmarks forcieren den Herzrhythmus, der Vagus übt hemmenden Einfluss aus (Vagusbremse). Die Reizleitung geschieht weiterhin über den Atrioventrikularknoten (AV-Knoten), der mit den Relais der Koronararterien (langsamer Rhythmus) und der Koronarvenen (schneller Rhythmus) verknüpft ist.
Reizleitungssystem 1:Sinusknoten 2. AV-Knoten
Grafik:Wikipedia, Patrick J Lynch
Vorhof- und Kammermuskulatur zeigen unterschiedliche Reaktionsmuster und Konfliktaktivierung: das Vorhofmyocard hat sein Relais im Mittelhirn, die Ventrikel im Großhirnmarklager.
Gehirn
Grafik: Uni Bern
Schnitt durch das Mittelhirn auf Höhe des Colliculus inferior
Graphik: wikipedia, Kevin Dufendach
Relais:
Mittelhirn/Plexus Cardiacus ( + / – ) frontolateral li & re, Seitenbezug gekreuzt!
vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
Überlastung (den Blutzufluss/das Überleben nicht sicherstellen können)
Gefühle, Gedanken:
Angst, Sorge ums Herz und ums Leben, oft in Verbindung mit anderen Herzproblemen
META-Bedeutung:
Mein Herz arbeitet leicht und zuverlässig. Alles geht wie ein Tanz!
Organ
In der Embryonalentwicklung drehte sich das Herz, so dass nun die Nerven aus dem Stammhirn zum Organ kreuzen. Der Sinusknoten mit Fasern aus dem linken Herzgeflecht gibt dem rechten Vorhof und dem rechten Ventrikel Impulse.
Stressphase:
Forcierter Rhythmus durch den Sinusknoten, verstärkte Kontraktilität vor allem der Vorhofmuskulatur. Verdickung der Vorhofwand.
Regenerationsphase:
Bleibend verstärkte Muskulatur, ggf vagotone Tachykardie
Heilkrise:
Vorhofflimmern, Vorhoftachykardie, Unruhe. Kein Infarkt!
Biologischer Sinn:
Unterstützung des Kammermyokards während der Stressphase als “doppelte Sicherheit”. Die Verstärkung ist hier nachhaltig auch während der Regeneration.
Sozial
Beispiele:
- Wegen einer Bindegewebsschwäche hat der Klient eine erweiterte Aorta und erweiterte Herzkammern. Seit er operiert wurde, sorgt er sich ständig um sein Herz, misst den Puls und horcht, ob alles normal schlägt. Dabei bekommt er Herzrasen und Vorhofflimmern.
- Die Mutter der Klientin starb durch Herzinfarkt. Seitdem macht sie sich ständig Sorgen um ihr Herz, hat unwohle Gefühle und zeitweise Herzrasen mit Panik.
Zusätzliche Information
Differentialdiagnose:
Herz – Koronararterien und AV-Knoten (GHR, Plexus Cardiacus, -/+, Sensibilität IHS +/-) Stressphase (Status-/Liebesverlust) Herzarrythmie, Herzstechen und Angina pectoris; Heilkrise mit Bradycardie, Herzstillstand, Bewusstlosigkeit, Herzschmerz (Koronarinfarkt)
Herz – Koronarvenen (GHR, Plexus Cardiacus, -/+, Sensibilität IHS +/-) Stressphase (Status-/Liebesverlust) schmerzhafte Angina pectoris, Heilkrise Bewusstlosigkeit, Tachykardie oder Kammerflimmern
Herz – Endokard (GHML, Plexus Cardiacus, -/+) Stressphase (Leistungs-Selbstzweifel) verminderte Herzleistung wg Klappeninsuffizienz, Regenerationsphase schmerzhafte Endokarditis
Herz – Kammermyokard (GHML -/+)Stressphase (Überforderung) verminderte Herzleistung wg lokaler Paralyse, Heilkrise Myokardinfarkt
Herz – Herzbeutel (KH, +/-) Stressphase (Schutz des Herzens) Druckgefühl “Panzerherz”, Regenerationsphase Erguss und Herzinsuffizienz