Nebenschilddrüsen (Glandula parathyroidea)
Anatomie:
Die Nebenschilddrüsen des Hormonystems sind 4 linsengroße ovale Drüsenstrukturen (Epithelkörperchen) auf der rückwärtigen Seite der Schilddrüse. Sie produzieren Parathormon, das als Antagonist zum Calcitonin den Calciumspiegel im Blut steuert, um Muskelkontraktion und -spannung, also muskuläre Aktivität zu ermöglichen (im Zusammenspiel mit Magnesium, dass zur Entspannung benötigt wird). Ausserdem beeinflusst es die nervliche Erregbarkeit, die Blutgerinnung, die Knochenbildung und den zellulären Stoffwechsel.
Das Parathormon steigert die Verfügbarkeit von Calcium im Blut, dabei kann es bei ungenügender Zufuhr zur Lösung von Calcium aus der Knochensubstanz kommen.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder: im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Stammhirn ( + / – ) posterior medial re & li
Psyche
Biologisches Thema:
Einen notwendigen “Brocken” oder Wert erreichen oder vermeiden müssen
- Rechte Nebenschilddrüsen: die Muskelkontraktilität reicht nicht aus, um etwas zu bekommen
- Linke Nebenschilddrüsen: die Muskelkontraktilität reicht nicht aus, um etwas loszuwerden, weiterzureichen oder zu vermeiden
Gefühle, Gedanken:
Typische Emotionen sind Ungeduld, oder Bedauern der eigenen Unfähigkeit.
- Ich bin nicht kräftig/schnell/geschickt genug, um das Ziel zu erreichen!
- Ich muss das haben!
- Ich muss es schaffen!
Die Stammhirn-Assoziation der Muskelfunktion ist auf das Ziel fokussiert, während bei der Marklager-Assoziation Schlüsse auf sich selbst gezogen werden.
META-Bedeutung:
- Mein Organismus funktioniert perfekt für das, was ich brauche.
- Alles was ich brauche steht mir zur Verfügung.
Organ
Stressphase:
Erhöhung der Produktion von Parathormon durch Hyperplasie der Hauptzellen der Epithelkörperchen. Dies führt zur Erhöhung der Calciumwerte im Blut und ggf zur Lösung von Calcium und Phosphat aus Knochengewebe. Das Phosphat wird über die Nieren ausgefiltert und mit dem Urin ausgeschieden, während das verbleibende Calcium zu Verkalkung und Ablagerungen führen kann.
Verlängerte oder rezidivierende Stressphasen führen somit zu Schmerz, Müdigkeit, Nierensteinen und unter Umständen Knochendemineralisierung (Osteoporose, Fibroosteoklasie, Osteoidose), wenn die Ernährung und Aufbau der Knochen gleichzeitig gehemmt wird. Allerdings verläuft die Überfunktion der Nebenschilddrüsen in vielen Fällen auch symptomlos.
Mögliche Diagnosen: Primärer Hyperparathyreoidismus (HPT), Adenom, Adenokarzinom
Regenerationsphase:
Nach dem Regenerationstrigger bleibt die Hyperplasie entweder als verkapselter Knoten bestehen, oder wird vom Körper abgebaut (meist als entzündlicher Prozess mit bakterieller Beteiligung), wonach sich die Hormonproduktion normalisiert. Die Mehrproduktion von Parathormon kann auch in verkapselten Knoten bestehen bleiben.
Zur Unterfunktion oder Hypoparathyroidismus kommt es daher eher durch Parathyroidektomie oder Verletzung der Drüsen während der Operation, als durch wiederholte Prozesse. Hypoparathyroidismus führt zu Muskelkrämpfen und Parästhesien.
Biologischer Sinn:
Erhöhung von Parathormon und Calciumverfügbarkeit geschieht innerhalb eines Regelkreises und führt zu verbesserter Muskelaktivität, um dadurch Nahrung oder Werte zu erreichen oder zu vermeiden.
Das endokrine System baut auf Hormonbalance auf, daher ist eine einseitige Steigerung sinnlos.
Sozial
Beispiele:
- Eine Frau möchte gern in einem Bestattungsunternehmen arbeiten, muss aber einsehen, dass diese Arbeit zu viel physische Kraft erfordert.
- Ein Student wirbt um eine Kommilitonin, doch sie geht mit einem anderen Mann aus dem Football-Team aus.
- Eine allein lebende Witwe möchte ihr großes Wohnhaus verkaufen, da sie die anstrengende Arbeit der Instandhaltung nicht mehr schafft.
Zusätzliche Information
Konstellationen:
Stammhirn-Konstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differenzialdiagnose:
Schilddrüse Follikelepithel (SH +/-) Stress (Schnelligkeit): Hyperthyreose, erhöhter Stoffwechsel, Kropf/Struma; chronisch: Hypothyreose
Schilddrüsse "Gangmuster" (GHR -/+) Stress (Hilflosigkeit/Frontalangst): Anstieg der Hormonausschüttung durch gesteigerten Transport (nicht Sekretion), ziehender Schmerz (Sensibilitätsmuster IHS); euthyreotes Struma; Regenerationsphase: kalte Knoten, ggf Hypothyreose
Knochen (GHML -/+) Stress (Instabilitäts-Selbstentwertung): Reduktion der Gewebsernährung, Knochenerweichung, -entkalkung
Muskelgewebe (GHML -/+) Stress (Leistungs-Selbstentwertung): Reduktion der Gewebsernährung, Muskelschwächung, Dickenabnahme
Muskelfaszien (KH, MH +/-) Stress (muskulärer Schutz): Anspannung, Verhärtung
Motorische Innervation (GHR -/+) Stress (gehemmte Aktion): Lähmung, Erstarrung; Regenerationsphase, besonders Heilkrise: Muskelspasmen
Weitere Gründe für Hyperparathyroidismus sind - Hypocalcämie (niedriger Calciumwert im Blut) z B durch Mangel an Vitamin D und Sonnenlicht
- Niereninsuffizienz durch Verletzung oder (chronischen) Flüssigkeits-/Ertrinkenskonflikt
- radioaktive Bestrahlung