Kehlkopfschleimhaut
Anatomie
Der Kehlkopf markiert den Übergang vom Rachen zur Trennung von Speise- und Luftröhre. Er besteht aus mehreren Knorpeln, Muskeln, den Stimmbändern und der inneren Auskleidung mit Schleimhaut und wir zählen ihn zum Atemsystem. Speziell die Stimmbänder und deren Spannung sind wichtig für Laut- und Stimmbildung. Der Kehldeckel (Epiglottis) verschließt beim Schlucken den Weg zur Luftröhre. Wenn doch etwas in die Luftröhre gelangt, erfolgt ein starker Hustenreflex, um die Bronchien und Lungen zu schützen.
In Schrecksituationen erlaubt die Öffnung und Weitung der Stimmritze schnelles und tiefes Einatmen (Schnappatmung).
Der Stimmapparat besteht aus 2 Paaren von Schleimhautfalten: den Stimmlippen (Stimmbändern) und den Taschenfalten. Die ersteren sind überzogen mit Plattenepithel, die letzteren mit Flimmerepithel. Diese sind daher weniger für Stimmproduktion als für Resonanz zuständig. Die Stimmlippen enthalten auch quergestreifte Muskulatur.
Gehirn
Inselrinde
graphic: wikipedia, Henry Gray
Relais:
Großhirnrinde (-/+) Revierbereich frontal links “10 Uhr”
Schnitt durch die Großhirnrinde
Broca-Areal (Sprachzentrum)
graphic: wikipedia, NIH publication 97-4257, http://www.nidcd.nih.gov/health/voice/pages/aphasia.aspx
Psyche
Biologisches Thema:
1. Schreckangst, Sprachlosigkeit (weibliche Empfindungsnuance)
2. Revierangst, befürchteter Positionsverlust (männliche Empfindungsnuance)
Gefühle, Gedanken:
1. Schreckstarre bei einer unvermuteten Gefahr, Angst vor Aufmerksamkeit
- Ich war starr vor Schreck.
- Was hätte ich sagen sollen?
- Mir bleibt das Wort im Hals stecken.
- Es raubte mir den Atem! Ich bin sprachlos!
2. Wachsamkeit, Empörung - Wer ist das!?
- Ich muss mir Gehör verschaffen!
- Ich hab einen Lauten gemacht!
- Ich lass hier keinen rein!
META-Bedeutung:
- Ich spreche klar und mit Nachdruck.
- Jetzt kann ich mich frei und ungehindert ausdrücken.
- Ich respektiere andere, und ich werde respektiert.
Organ
Sensibilitätsveränderung gemäß ÄHS mit Hyperästhesie in der Regenerationsphase.
Stressphase:
Unauffällige Gewebsreduktion im Bereich des Stimmapparats, dadurch ggf Stimmveränderung bei herabgesetzter Empfindlichkeit. Wenn die Muskulatur mitreagiert, kommt es zu Dysfunktionalität wie Stottern oder Sprachstörungen.
Regenerationsphase:
Gewebsaufbau im Stimmapparat unter Schwellung und erhöhter Sensibilität (daher trockener Reizhusten), Atemgeräusch (inspiratorischer Stridor). Verschiedene Prozessverläufe sind:
1. Kehlkopfentzündung (Laryngitis) mit Heiserkeit von Dysphonie bis Aphonie, nach der Heilkrise Juckreiz oder Schmerz und Reizhusten.
2. Krupp oder Pseudokrupp (Laryngotracheitis, Laryngitis subglottica) mit trockenem, bellendem Husten, Heiserkeit, Stridor (Atemgeräusch) und Atemnot: kommt besonders bei Kleinkindern vor. Die Diagnose entscheidet sich nach Anwesenheit von Diphteriebakterien.
3. Die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) mit hohem Fieber, Atemnot, Schluckbeschwerden, starken Schmerzen und kloßiger Sprache ist ein Notfall!
4. Stimmbandpolypen sind Gewebswucherungen des überschießenden Reparaturprozesses bei langgezogenen oder wiederholten Regenerationsphasen. Wenn knotig-narbig, entstehen sie in Regenerationsphase B.
5. Zu Kehlkopfkrebs (Laryngealkarzinom) des Plattenpithels kommt es bei langgezogener, unvollständiger Heilung unter schlechten Bedingungen, wenn die Lösung nicht verinnerlicht wurde.
6. Granulom (knotiger Gewebsüberschuss) in der Kehlkopfschleimhaut entsteht bei suboptimaler Reparatur oft mit narbigen Einschlüssen von Partikeln während der REgenerationsphase B.
Heilkrise:
Möglicherweise Spasmen der Kehlkopfmuskeln mit Taubheit und kurzer Bewusstlosigkeit / Absence, Abfall des Blutzuckerspiegels, ggf Schüttelfrost
Biologischer Sinn:
1. Stimmverlust soll helfen, die Gefahrensituation “mucksmäuschenstill” zu überleben.
2. Vergrößerter Luftstrom durch Muskelreaktion und Weitung der Stimmritze gibt Reserveenergie vor dem Kampf um die Position.
Sozial
Beispiele:
1. Schreckangst:
- Die Klientin soll auf einer Veranstaltung sprechen, fühlt sich jedoch von Stimme und Blick einer Kollegin in die Erstarrung und Verschwinden getriggert. die Trigger stammen aus der Kindheit. Als sie die Erinnerung transformiert, findet sie zu Frieden, Vergebung und hat Mut aufzutreten. (Klapp)
- Seit sie einen traumatischen Sturz erlebt hat, reagiert eine Frau mit verstärkter Schreckangst auf klirrende oder scheppernde Fallgeräusche (Klapp)
- Die Klientin fühlt sich fehl am Platz und voller Angst vor einer Prüfung, wo sie sprechen soll. Sie hat Angst vor Sprachlosigkeit. (Keller, MHU Archiv)
2. Revierangst: - Die Klientin erlebte sprachlos, wie ihr ein neuer Vorgesetzter präsentiert wird, mit dem sie früher eine Beziehung hatte. Sie reagiert mit Zurückgezogenheit (Autistische Konstellation) (Klapp)
- Nach der Geburt des Schwesterchens und Wiederkehr der Mutter aus dem Krankenhaus bekommt ein zweijähriger Junge Krupphusten.
- Eine Frau ist besorgt über den Einzug von Migranten in ihrem Viertel. Nach einer Kundgebung bekommt sie Kehlkopfentzündung mit Fieber.
- Die Klientin wurde von ihrem Mann betrogen und lebt seither getrennt. Nach einem Ultimatum der Entscheidung will der Mann zu ihr zurückziehen, jedoch die andere Frau weiterhin treffen. Dies triggert die Klientin in Sprachlosigkeit, gefolgt von Laryngitis (Wiggins-Hay, MHU Archiv)
Zusätzliche Information
Das Kehlkopfschleimhautrelais gehört zu den Revierbereichen der Großhirnrinde mit der Thematik sozialer Positionierung und Zugehörigkeit. Es gelten Sonderregeln für die Bewertung der Seitendominanz. Konflikte haben Einfluss auf die sexuelle und soziale “Hormonwaage” und können manische oder depressive Zustände bewirken. (siehe “Konstellationen” verknüpft mit der Funktion der Neurohypophyse)
Konstellationen:
"Autistische" Konstellation: zusammen mit Magenschleimhaut, Gallenblase und Pankreasgangrelais. Introversion, Selbstgenügsamkeit, Fokus, abgeschieden, lebt in eigener Welt. Positiv: Fokus!
Schwebe- oder Übersichts-Konstellation: Zusammen mit dem Bronchialschleimhautrelais. Affinität zum Fliegen, Flugträume, distanzierte Weltsicht oft spirituell oder esoterisch. Positiv: Weisheit!
Wenn zusammen mit den Netzhaut– oder Glaskörperrelais, kommt es zu Paranoia und Glauben an spirituelle Weltrettung.
Wenn autistische- und Schwebekonstellation kombiniert sind, sieht man Eremitentum.
"Kehlkopf-Asthma" bei gleichzeitiger Beteiligung der Kehlkopfmuskeln und einem beliebigen Revierbereichsrelais der rechten Hemisphäre: die Kehlkopfmuskeln und -schleimhaut reagieren mit einer sensomotorischen Paralyse, Schnappatmung und Kehlkopfspasmen und Bewusstlosigkeit/Absence in Heilkrisen oder bei Warntriggern.
Differentialdiagnose:
Schlundbögen (GHR -/+) Stress (Frontalangst oder Machtlosigkeit): Hypersensibilität seitl. Halsbereich bis Brustraum, oft Husten als Warnsignal; Regenerationsphase: mögliche Zystenbildung im Halsbereich und Mediastinum
Rachenschleimhaut(GHR -/+) Stress (Schluck- oder Äusserungsverbot): Hyperästhesie, Räuspern, Hüsteln
Rachenraum/Flimmerepithel (SH +/-) Stress (Assimilation und Filterung von Luft und Information): Schleimproduktion, Polypen oder Tumorbildung; Regenerationsphase: Candida, Nachtschweiss, Halsentzündung, Abhusten von eitrigem Schleim
Becherzellen der Luftwege (SH +/-) Stress (Erstickungsangst): vermehrte Schleimbildung/Befeuchtung, Adenomwachstum; Regeneration: Bluthusten (verkrustetes Blut, eitrige Bronchitis) und Nachtschweiss, evtl Candida, nach Rezidiven: Zystische Fibrose
Luftröhren- & Bronchialschleimhaut (GHR -/+) Stress (Revierangst/sozialer Angst): Hyperventilation, depressive Zustände; Regeneration: Entzündung der Luftwege, hohes Fieber, tiefer Husten mit Schleim