Schleimhaut in Blase und Urinwegen (Urothel)
Anatomie
In der Harnblase wird der in den Nieren produzierte Urin vor der Exkretion gespeichert.
Die Blase ist ein elastisches Hohlorgan mit Muskelwand, welches im Beckenboden eingebettet ist. Der Urin wird über 2 Harnleiter (Urether) von den Nierenbecken her eingespeist, und verlässt die Blase durch die Harnröhre (Urethra).
Das Epithel, was den größten Teil der Urinwege einschließlich des Nierenbeckens und der Blase auskleidet, heisst Urothel. Es besteht aus 3-5 Lagen von Zellen mit einer dicken Schutzschicht aus Glycoprotein, und besitzt eine hohe Elastizität: die im Leerzustand hochprismatischen Zellen flachen im Füllungszustand ab, und die Zellwände haben Dehnungsfalten.
Gehirn
Inselrinde
graphic: wikipedia, Henry Gray
Relais:
Großhirnrinde (-/+) Territorialrelais im dorsalen Bereich der Insula li & re “5 Uhr, / 7 Uhr”
Psyche
Biologisches Thema:
Reviermarkierung, Grenzziehung
(vereint Identitäts- und Schutzaspekte)
Konflikt bezieht sich auf “Aussenrevier” (männl. Empfinden) oder “Innenrevier” (weibliches Empfinden)
Gefühle, Gedanken:
Man kann die eigene Position nicht definieren oder durchsetzen, und fühlt sich eingeschränkt oder bedroht:
- Das ist doch mein Platz!
- Ich muss meine Stellung behaupten!
- Ich brauche mehr Raum für mich.
- Lass mich in Frieden!
- Ich kann mich nicht durchsetzen.
Die männliche Empfindung bezieht sich eher auf das “äussere Revier” in Arbeit und Freundeskreis, die weibliche Empfindung eher auf das Heim.
META-Bedeutung:
- Jetzt kann ich meine Bedürfnisse und meine Grenzen klar kommunizieren.
- Ich bin hier an meinem rechten Platz.
- Ich respektiere und werde respektiert.
- Ich bin mein Platz!
Organ
Sensibilitätsveränderung gemäß des “Äussere-Haut/Epidermis-Musters” mit Hyperästhesie, Jucken und ggf Schmerz während der Regenerationsphase.
Stressphase:
Eine Weitung der Harnwege erlaubt höheren Durchfluss an Urin, während die Sensibilität herabgesetzt ist. Unauffälliger Abbau des Gewebes, keine Blutung. Verstärkte Exkretion, Inkontinenz in Verbindung mit Entspannung/Hemmung der Schließmuskeln.
In Zusammenhang mit Schwächung der Organwand kann es zu Rupturen kommen.
Regenerationsphase A:
Entzündliche Schwellung mit Hyperästhesie und brennendem Schmerz, dabei Harndrang und Ausscheidung jeweils nur kleiner Mengen. Es kann in den Harnwegen zur Obstruktion/Stenose kommen. Virale oder bakterielle Infektion möglich, dabei erfolgt Gewebsaufbau ggf als Zyste, der bis zum Karzinom führen kann. Helles Blut im Urin (Hämatourie). Mögliche Diagnosen: Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Urinwegsinfektion, Blasenentzündung, Urozystitis, Urothelkarzinom, papilläres Karzinom
Während langer und chronischer Schwellungsphasen bilden sich verstärkt Nieren- oder Blasensteine (Urolithen).
Heilkrise:
Kurze Bewusstlosigkeit/Absence, oft begleitet von Spasmen der glatten Muskulatur und Öffnen des Schließmuskels (Inkontinenz, Bettnässen), evtl schmerzhafter Abgang von Blasensteinen.
Regenerationsphase B:
Nach der Heilkrise vernarbt das Gewebe, was zur Urothelmetaplasie führen kann. Das Gewebe wird weniger dehnbar, dies kann zur Reizblase führen.
Biologischer Sinn:
Weitung und Gewebsabbau während der Stressphase, zusammen mit dem Öffnen des Schließmuskels, führen zur “zwangsweisen” Reviermarkierung/Abgrenzung durch vermehrtes Wasserlassen.
Sozial
Beispiele:
- Eine ältere Frau kommt ins Pflegeheim und muss viele Erinnerungsstücke zurücklassen. Bevor sie sich dort zu Hause fühlt, ist sie inkontinent. Da ihr jedoch die Zuwendung der Pflegekräfte gut tut, hat sie einen gewissen Zweitgewinn durch ihre Symptome.
- Eine Frau ärgert sich darüber, dass sie wiederholt Katzenexkremente in der Wohnung findet. Es ist Winter und die Katzen mögen nicht wie gewohnt draussen ihre Geschäfte erledigen. Wenn die Frau die Wohnung betritt, muss sie sofort auf die Toilette. (Klapp)
- Eine Geschäftsfrau und Mutter hat eine sehr belastende Zeit des Multitaskings. Als ihr Unternehmen umzieht, muss sie den Büroplatz wechseln und fühlt nicht genug eigenen Raum. Auch werden einige ihrer Aufgaben von anderen übernommen. Sie fühlt sich übergangen und enttäuscht. Sie wird inkontinent. Schließlich entscheidet sie sich, sich auszahlen zu lassen, was den Konflikt vollends löst. (Joborn, MHU Archiv)
- Eine junge Frau setzt auf einer spirituellen und physischen Reise in neuer Umgebung ihre eigenen Bedürfnisse durch und “steht ihre Frau”. Am selben Abend bekommt sie eine schmerzhafte Urinwegsinfektion – ein Thema, das sie in ihrem Leben schon häufig hatte. Aufgeklärt über den Sinn und die META-Bedeutung ihrer Symptome, erholt sie sich in unerwartet kurzer Zeit. (Klapp)
Zusätzliche Information:
Dieses Relais gehört zu den Revierbereichen der Großhirnrinde mit der Thematik sozialer Positionierung und Zugehörigkeit. Es gelten Sonderregeln für die Bewertung der Seitendominanz. Konflikte haben Einfluss auf die sexuelle und soziale “Hormonwaage” und können manische oder depressive Zustände bewirken. (siehe “Konstellationen” verknüpft mit der Funktion der Neurohypophyse)
Konstellationen:
Reviermarkierungs-Konstellation (GHR-Relais der Harnwegeschleimhaut beidseitig): manische und depressive Zustände; Klaustrophobie, Agoraphobie, Vertreibungstheorien, evtl Rassismus. Positiv: Gerechtigkeit, Verantwortungsbewusstsein.
Differentialdiagnose:
Blasenschleimhaut und Trigonum (SH +/-) Stress (Ausscheidung): Reizblase, kein Schmerz, Adenom, Blasenpolypen; Regenerationsphase: eitrige Entzündung, Blasenkatarrh, Mykose
Glatte Blasenmuskulatur (MH +/-) Stress (Ausscheidung, Positionierung): Reizblase, Hypertonus, starker Harndrang, kein Schmerz; Regenerationsphase: Normalisierung
Harnröhrensphinkter (GHML -/+) Stress (Positionierung, Harnkontrolle): Erschlaffung, Inkontinenz; Regenerationsphase: Verstärkung, ggf Harnverhalten; Heilkrise: Spasmen
Nierentubuli/-sammelrohre (SH +/-) Stress (Verlassensein): verstärkte Flüssigkeitsresorption und Wassereinlagerung, verminderte Miktion, ggf Sammelrohrkarzinombildung; Regenerationsphase: verstärkte Ausscheidung und Harndrang, Ödemnormalisierung, Tumorabbau mit Proteinurie, Nachtschweiss
Nierenparenchym (GHML -/+) Stress (Ertrinken): Urämie (Harnvergiftung), Bluthochdruck; Regenerationsphase: Glomerulonephritis, Hämatourie, Proteinurie, Nierenzysten, chronisch: Schrumpfniere
Inkontinenz kann auch durch Druck anderer Organe wie z B durch Gebärmuttersenkung (durch Bänderschwäche ) bedingt sein.