Duodenum – Schleimhaut (Zotten)
Anatomie
Der Zwölffingerdarm (Duodenum) ist der erste und kürzeste Teil des Dünndarms. Er fängt hinter dem Magenpförtner (Pylorus) an.
Der Kopf des Duodenums ist zu einer Ampulle (oder Bulbus) erweitert und ist von sensibel versorgtem Plattenepithel ausgekleidet, welches dem Ektoderm entstammt. Die Schleimhaut des verbleibenden Teils besteht aus Zotten endodermalen Ursprungs.
Hier findet der Großteil der chemischen Verdauung statt.
Die Brunner-Drüsen produzieren Schleim und Bikarbonat, um die Magensäure zu neutralisieren. Hormone wie Sekretin und Cholecystokinin werden im Zwölffingerdarm auf die Anwesenheit von Säure und Fetten hin produziert, um die Ausschüttung von Verdauungssäften aus Leber und Pankreas zu steuern.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
Stammhirn (+/-) frontomedial rechts
Psyche
Biologisches Thema:
1. Aufschlüsselung, evtl mit Verhungerungsaspekt, “Brocken-Streit”
2. Nicht imstande zu sein, eine Situation, Emotion, Gedanken oder die physsche Nahrung herunterbrechen, verstehen und anwenden zu können.
Die Seitendominanz ist hier nicht relevant.
Gefühle, Gedanken:
Irritation
- Ich muss da mehr rausholen!
- Das bringt mir nichts!
- Sie gönnen mir das nicht!
- Ich kann es nicht verdauen.
- Ich kann das nicht akzeptieren!
META-Bedeutung:
- Ich nehme mir Zeit, das zu verdauen.
- Es ist genug für alle da.
- Ich nehme mir daraus was ich brauche, und überlasse den Rest anderen.
Organ:
Stressphase:
Sofortige Funktionserhöhung der Sekretorik und Resorption, später Wuchs von Polypen oder Adenokarzinomen. Diese können flach wachsen und resorptive Qualitäten haben, oder karzinoid bei Produktion von Hormonen und Sekret für die Verdauung. Das Wachstum kann evtl zum Ileus (Darmverschluss) oder zum Cholestatischen Ikterus (Gelbsucht) führen.
Regenerationsphase:
Funktionsnormalisierung, Wachstumsstop und entzündlicher Abbau des Tumors (Duodenitis) unter Anwesenheit von Pilzen oder Mykobakterien. Typisch sind nächtliches Schwitzen, Blutungen, schleimiger Stuhl, Durchfälle.
Der Tumor kann auch bindegewebig eingekapselt werden und bleibt dann funktionslos bestehen.
Nach langen oder wiederholten Prozessen können sich bleibende Aussackungen (Duodenaldivertikel) bilden.
Bei chronischen Zyklen sowie durch die konditionierte Warnsignalfunktion kann es zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie kommen.
Biologischer Sinn:
Durch die Funktionssteigerung von Schleim-/Hormonsekretion oder Nährstoffaufnahme und -transport in der Stressphase kann der Chymus effektiver aufgeschlossen und Wertstoffe absorbiert werden.
Sozial
Beispiele:
1. Verhungerungsangst, weil man aus dem Angebot keinen Wert ziehen kann:
- Eine Erwerbslose weigert sich, einen unbezahlten Job anzunehmen, der weit unter ihrem Niveau liegt. Sie ist empört, aber fühlt sich finanziell in der Klemme. Sie bekommt Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch, und man diagnostiziert Duodenitis. Diese ist für ihre Situation allerdings ein Lösungsansatz, und die Gefahr der chronischen Entwicklung ist gegeben.
2. “unverdaulicher Ärger”, oft durch familiären Streit, Nuance das Zwiespalts und Unverständnisses: - Eine sehr selbständige Therapeutin hat verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit chronischen Blähungen und Durchfällen. Sie kann ihrem Vater nicht vergeben, der sie nicht auf die weiterführende Schule hatte gehen lassen. Die Unverträglichkeiten besserten sich, als sie ihren eigenen Weg ging, im META-Coaching wird das Ursprungstrauma neu verhandelt. (Klapp)
- In der Familie bestehen unterschiedliche Ansichten über Erziehung. Die Mutter eines Jungen mit Schulproblemen möchte ihm ermöglichen in den Kampfsportverein zu gehen, der Vater will das von seinen Zensuren abhängig machen. Sie setzt sich durch. Als der Junge danach Erfolg in seinem Sport hat und mit Lob nach Hause kommt, bekommt die Mutter kurz darauf eine Zwölffingerdarmentzündung.
Zusätzliche Information:
Konstellationen:
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Duodenumschleimhaut (Ampulle) (GHR -/+), Stress (Rang, Identität): schmerzhaftes Geschwür; Regenerationsphase: Blutung, Teerstuhl, evtl Karzinombildung
Pylorus-Schleimhaut (GHR -/+), Stress (Rang, Identität): schmerzhaftes Pylorusgeschwür, Regenerationsphase: Normalisation, evtl Pyloruskarzinom.
Pylorus-Schließmuskel (MH +/-) Stress (Wutunterdrückung): Hypertonus, Pylorusstenose, dadurch Verbleiben des Chymus im Magen und Konzentration der Säure; Regenerationsphase/chronisch: evtl unvollständiger Schluss und Reflux.
gastro-intestinales lymphatisches Gewebe in Schleimhaut und Bindegewebe (GHML -/+) Stress (Wahl-/Lernprozess): Immuninsuffizienz, “Leaky gut”; Symptome der Regenerationsphase: Entzündlich und ödematös. Mögliche Diagnose: Lymphom, entzündliche fibroide Polypen, Perineuriom oder Leiomyom .
Glatte Darmmuskulatur (MH +/-): die glatte Muskulatur reagiert oft zusammen mit der Schleimhaut, mit dem Ziel den Chymus durch die Peristaltik vorwärts zu bewegen. In der Stressphase (Verdauung) Funktionssteigerung, häufiger Stuhldrang, Bildung eines Leiomyoms möglich.
Peritoneum – Bauchfell (KH +/-), Stressphase (Schutz des Bauchraums): adenoides Mesotheliom, Regenerationsphase: tuberkulöse Auflösung Aszites (Erguss im Bauchraum) ist möglich.