Kehlkopf – Muskulatur
Anatomie
Der Kehlkopf (“Adamsapfel”) ist eine Struktur im Hals, gelegen am Abzweig der Speiseröhre vom Rachen. Sie schützt die Luftröhre durch Schließen des Kehldeckels beim Schlucken vor Eindringen von Nahrungsstücken, und ist bei der Laut- und Stimmbildung beteiligt.
Der Kehlkopf beherbergt die Stimmbänder, die von folgenden Muskeln bedient werden:
- Die Cricothyroidmuskeln dehnen und verlängern die Stimmbänder.
- Die hinteren Cricoarytenoidmuskeln ziehen die Stimmbänder auseinander.
- Die seitlichen Cricoarytenoidmuskeln ziehen die Stimmbänder zusammen.
- Die Thyroarytenoidmuskeln verkürzen die Stimmbänder.
- Die transversen Arytenoidmuskeln ziehen die Stimmlippen zusammen.
Die Kehlkopfmuskeln kontrollieren die Luftwege von und zur Lunge durch die Regulierung der Stimmritze (Glottis). Im entspannten Zustand ist die Stimmritze weit offen, um die eingeatmete Luft durchzulassen.
Die motorische uns sensible Versorgung des Kehlkopfes geschieht durch Abkömmlinge des Vagus (10. Hirnnerv).
Die Kehlkopfmuskeln und Stimmbänder sind wichtig für das Social Engagement System (SES) für Stressreduktion (siehe Polyvagaltheorie)graphic: wikipedia, Olek Remesz
Gehirn
Sprachzentrum des motorischen Rindenfeldes
Relais:
1. Großhirnrinde motorisches Rindenfeld, Sprachzentrum sowie Vagus ( – / + ) (für Innervation)
Schnitt durch die Großhirnrinde auf Höhe der Insula
2. Großhirnmark (-/+) im Bereich des Areals für Schädel und Mund (Muskeltrophik – Gewebsernährung)Schnitt durchs Großhirnmarklager
Psyche
Biologisches Thema:
1. (GHR) Erlaubnis oder Behinderung des (stimmlichen) Selbstausdrucks, zB sprechen, schreien, singen.
2. (GHML) Selbstentwertung wegen mangelndes Selbstausdrucks oder Selbstbehauptung
Bei Stressreaktionen der Kehlkopfschleimhaut (Thema Schreckangst / Revierangst) reagieren die Kehlkopfmuskeln oft mit.
Gefühle, Gedanken:
1. (GHR) soziale Angst, Hemmung, unterdrückter Ärger
- Warum darf ich nicht reden?
- Ich muss still sein.
- Sie lassen mich nicht zu Wort kommen.
2. (GHML) Ängstlichkeit, Selbstzweifel, Frustration - Warum bring ich nichts raus?!
- Ich kann mir kein Gehör verschaffen.
- Meine Stimme taugt nichts.
META-Bedeutung:
- Jetzt entscheide ich selbst, wann und wie laut ich spreche!
- Jetzt kann ich mich leicht und frei ausdrücken.
Organ
Die motorische Funktion der Muskeln (Stimme, Atmung) wird im Stress sofort beeinflusst, während Prozesse des Großhirnmarks zu sukzessiver Gewebs- und Funktionsabnahme führen.
Stressphase:
Atemlosigkeit, motorische Hemmung/Lähmung, Stottern, Stummheit, möglicherweise Muskelabbau (Muskelnekrose). Kehlkopfmuskellähmung kann ein Symptom bei Apoplex (Hirnschlag) sein.
Regenerationsphase:
Die Innervierung kehrt langsam zurück. Wenn die Kehlkopfschleimhaut mitbetroffen ist, kommt es wegen Hypersensibilität zu trockenem “Kehlkopfhusten“.
Heilkrise:
Erschwerte und verlängerte Einatmung (inspiratorischer Stridor, Japsen), kurze Muskelspasmen, Dysfunktion der Stimmbänder
Wenn die Kehlkopfschleimhaut mitbetroffen ist, kommt es zu kurzer Bewusstlosigkeit (Absence) mit Blutzuckerabfall.
Regenerationsphase B
Wenn Muskelabbau stattgefunden hat, werden diese verstärkt aber weniger elastisch wiederhergestellt, was zur Veränderung der Stimme führt.
Biologischer Sinn:
Durch die Paralyse der Kehlkopfmuskeln in der Stressphase ist die Stimmritze weit offen, um Atemluft einzulassen.
Sozial
Beispiele:
- Ein Mädchen begann zu stottern, nachdem es in Obhut einer Freundesfamilie war, wo es zu sexuellem Missbrauch kam, den sie der Mutter nicht mitteilen konnte. (Klapp)
- Die Klientin wird durch Ängste und Stresstrigger in ihrem Lebensstil getriggert. Sie bekommt Husten- und Japsanfälle bei und nach ihrer Arbeit mit Klienten und beim Singen (Lösungs- und Warntrigger). (Klapp)
Zusätzliche Information
Der einzige Muskel, der die Stimmbänder zum Atmen voneinander trennt, ist der hintere Cricoarytenoid. Wenn dieser Muskel beidseitig ausser Funktion gesetzt wird, ist die Atmung gestört.
Mehr zur Laut- und Stimmbildung auf Wikipedia
Konstellationen:
- "Kehlkopf-Asthma" bei gleichzeitiger Stressaktivität der Kehlkopfmuskeln und einem beliebigen Revierbereichsrelais der rechten Hemisphäre: die Kehlkopfmuskeln und -schleimhaut reagieren mit einer sensomotorischen Paralyse, Schnappatmung und Kehlkopfspasmen und Bewusstlosigkeit/Absence in Heilkrisen oder bei Warntriggern.
- Status Asthmaticus Wenn sowohl die Muskeln des Kehlkopf- als auch des Bronchialrelais betroffen sind, ergeben sich diese schweren Asthmaanfälle in der Heilkrise. Hauptsymptome: Brustenge, Kurzatmigkeit, trockener Husten, extremes Keuchen, verstärkter Gebrauch der Atemhilfsmuskeln. Dieser Notfall erfordert sofortige Hilfsmaßnahmen!
Differentialdiagnose
Kehlkopfschleimhaut (GHR -/+) Stress bei Schreck/Sozialangst: unmerkliche Gewebsreduktion, manische Zustände, evtl Apnoe; Regeneration: schmerzhafte Laryngitis
Facialisparese /-Paralyse (GHR -/+) In der Stressphase eines Konfliktes, demaskiert zu werden oder das Gesicht zu verlieren, kann auch das Sprachzentrum betroffen werden.