Zähne – Dentin & Zahnzement
Anatomie
Dentin ist mineralisiertes Bindegewebe mit einer biologischen Matrix aus kollagenen Proteinen. Zusammen mit Zahnschmelz, Zahnzement, und Pulpa ist es eine der 4 Hauptkomponenten der Zähne. Normalerweise ist es in der Krone von Zahnschmelz, und an der Wurzel von Zement bedeckt, und umfasst die gesamte Pulpa. Die Farbe des Dentins ist gelb. Es ist weniger mineralisiert und spröde als der Zahnschmelz und daher nötig, diesen zu unterstützen. Dentin besteht aus Mikrotubuli, die von der Pulpa zur Schmelzgrenze hin ausstrahlen und mit Flüssigkeit und Zellstrukturen gefüllt sind. Daher ist Dentin durchlässiger, was zur Ausbreitung von Schmerzempfindungund ggf Zahnverfall beitragen kann.
Die Bildung von Dentin beginnt vor der des Schmelzes, und wird von den Odontoblasten der Pulpa gestartet. Die Neubildung setzt sich während des gesamten Lebens fort, und wird bei der Wundheilung des Zahns stimuliert.
Zahnzement besteht aus mineralisierten kollagenen Fasern/ Bindegewebe und Zementozyten, die sich embryologisch aus mesenchymalen Zellen des Zahnhalteapparates entwickelt haben.
Gehirn
Relais:
Großhirnmark ( – / + ) fronto-zentral
Psyche
Biologisches Thema:
Selbstentwertung in Bezug auf Beißfähigkeit: nicht zubeissen können
Gefühle, Gedanken:
Frustration
- Ich kann das nicht zerbeißen!
- Ich bekomme das nicht zu fassen.
- Ich krieg das/den nicht klein!
- Ich kann das nicht essen!
- Meine Zähne taugen nichts.
- Ich will mich da durchbeissen, aber es geht nicht.
META-Bedeutung:
- Jetzt nutze ich meine Zähne, wie sie gedacht sind.
- Ich kann das!
- Ich darf zum Beißen auch Hilfe in Anspruch nehmen.
- Beissen tut mir gut!
Organ
Stressphase:
Lokale Degeneration des Dentins durch Kariesbakterien, oft von aussen oder innen her durch die Tubuli. Solange der Nerv nicht betroffen ist, schmerzt der Prozess nicht, führt aber dazu, dass Zahnstücke spontan abbrechen können.
Regenerationsphase A:
Die Odontoblasten produzieren tertiäres Dentin, um den Schaden zu reparieren. Schwellung in Regenerationsphase A kann zu Irritation der Nerven in der Pulpa und zu starken Schmerzen führen. Eiter im Zahn oder im Kiefer entsteht durch Bakterien und Lymphozyten, die nekrotisches Gewebe abräumen, welches eingekapselt wird. Dies kann als Wurzelabszess diagnostiziert werden.
Regenerationsphase B
Die Bakterienaktivität löst Rekalzifizierungsprozesse aus. Diese führen auch zu Bildung von Zahnstein ausserhalb des Zahns. Dies geschieht schmerzlos.
Biologischer Sinn:
Durch die verstärkte Sekretion und Verkalkung in der Regenerationsphase wird das tertiäre Dentin verdickt und verdichtet, um weiterem Schaden zuvorzukommen.
Sozial
Beispiele:
- Ein Junge wird von seinem Vater geschlagen. Er fühlt Hass und Demütigung, aber kann sich nicht wehren. Er bekommt Karies und ein tiefes Loch im rechten Eckzahn.
- Eine junge Frau streitet heftig mit ihrem Partner. Sie fühlt sich körperlich unterlegen, aber würde ihn am liebsten beissen.
- Der Klient hat wiederkehrende Konflikte, wo er sich nicht gegen Behörden durchsetzen kann. Beim Zahnarztbesuch wird eine große weiche Stelle im Kiefer unter den Mahlzähnen gefunden. [Klapp]
- Die Klientin hat erlebt, wie ihr beim Essen Zahnteile abbrachen, und vermeidet seitdem, dort richtig zuzubeissen. Sie entscheidet sich für die Überkronung des Zahns, um Folgekonflikte zu stoppen. [Klapp]
Zusätzliche Information
Ein Abbau im Dentin ist oft die Folge von Prozessen im Zahnschmelz (“beissen nicht erlaubt”). Die entstehende oberflächliche Karies vertieft sich, wenn das Gefühl, dort nicht beissen zu können, dazukommt, zB durch Schmerz (Sensibilität des Zahnschmelzes +/-).
Konstellationen
Beiss-Megalomanie (beide Hemisphären betroffen): Überzeugt, Probleme pro-aktiv mit “Schärfe” lösen zu können.
Differentialdiagnose:
Zahnschmelz (GHR -/+): Stress (Beissen nicht erlaubt): oberflächliche Karies, Hypersensibilität (IHS +/-); Regeneration: Rekalzifikation, Härtung der Oberfläche
Zahnfleisch (Gingiva):
oberflächliche Mundschleimhaut (GHR -/+) Stress (Mundkontakt): Hypersensibilität, Zahnfleischrückgang
tiefe Mundschleimhaut (SH +/-) Stress (Assimilierung/Ausspucken): erhöhte Speichel- und ggf Zahnsteinbildung, Regeneration: eitriger Abszess, Mykobakterien /Pilze (Soor)
Kieferknochen & Zahnhalteapparat (GHML -/+) Stress (Instabilität): Dekalzifikation, Periodontose (Zahnfleischrückgang) und ggf Zahnausfal; Regeneration: Entzündung (Periodontitis), Rekalzifikation, Zahnsteinbildung. (Periodontitis), Rekalzifikation, Zahnsteinbildung.