Augen – Netzhaut (Retina)
Anatomie
Die Netzhaut ist eine dünne Schicht von Nervenzellen, die der Rückseite des Augapfels anliegt. Netzhaut und Sehnerv entstehen aus dem sich entwickelnden Gehirn, daher ist sie Teil des zentralen Nervensystems. Die Netzhaut enthält die Fotorezeptoren Zapfen und Stäbchen, die auf Lichteinfall reagieren: die Zapfen ermöglichen das Farbensehen, die Stäbchen das Sehen bei wenig Licht. Ihre Nervensignale werden von weiteren Nervenzellen der Retina verarbeitet und durch den Sehnerv (Nervus Opticus) an die Sehrinde des Gehirns weitergeleitet.
Gehirn
Relais:
Großhirnrinde ( – / + ) visueller Cortex im Hinterhauptlappen
Psyche
Biologisches Thema:
Angst vor Bedrohung von hinten, Verfolgung (durch Dinge)
Seitendominanz und Betroffenheit der Retina:
Rechtsdominante Personen schauen mit beiden linken Netzhauthälften und dem linken Sehzentrum zur rechten Partnerseite, also machen Konflikte auf gleicher (Partner-)Ebene beide linken Netzhauthälften stressaktiv.
Mit den rechten Netzhauthälften beider Augen schauen rechtsdominante Personen auf die linke “Nest”-Seite. Also machen Konflikte auf hierarchischer (Mutter-Kind-)Ebene beide rechten Netzhauthälften stressaktiv.
Für linksdominante Personen verhält es sich genau entgegengesetzt.
Gefühle, Gedanken:
Angst, Scham und Schuld
Angst vor etwas, das man nicht kontrollieren kann.
Furcht vor etwas, das im Hintergrund lauert, das man zu spüren glaubt aber nicht sehen kann (oder will)
- Da ist etwas.
- Es lauert auf mich.
- Ich kann das nicht abschütteln.
- Gleich haben sie mich!
- Ich kann das nicht einordnen, das macht mir Angst!
- Ich hätte mich anders verhalten müssen.
META-Bedeutung:
- Ich bin beschützt und kann mich jetzt furchtlos umschauen.
- Ich nehme alles Wichtige wahr und brauche mich um den Rest nicht zu kümmern.
- Ich akzeptiere mich so wie ich bin und lerne aus meinen Erfahrungen.
Organ
Stressphase:
Funktionsminderung des Farbsehens oder der Kontraste, Retinadegeneration, Sichtfeldeintrübung (grüner Star), Tunnelsehen, Gesichtsausfall (Skotom).
Im gleichen Konfliktmuster verkrampfen sich auch die quergestreiften Augenmuskeln und die Nackenmuskeln Faszien, MH +/-)
Regenerationsphase A:
Ödembildung zwischen innerer (Neuro-)Retina und der versorgenden Pigmentschicht, was zur partiellen Netzhautablösung führt. Ist die Sehgrube (Fovea Centralis) betroffen, führt das zu dramatischer Sehverschlechterung und evtl zur Erblindung, besonders bei stressaktiven Nierensammelrohren (NSR-Syndrom). Typische Symptome:
- „grauer Fleck“ (Skotom) im Gesichtsfeld
- Bildverzerrungen (Metamorphopsie)
- Weitsichtigkeit (Hyperopie)
- Farbwahrnehmungsstörungen
- Kontrastverlust.
Mögliche Diagnose: RCS (Retinopathia centralis serosa)
Heilkrise:
Ödemrückgang, kurze Bewusstlosigkeit/Weggetretensein
Regenerationsphase B
Funktionswiederkehr und Vernarbung der abgelösten Teile der Netzhaut. Durch das Narbengewebe Bindegewebe) entstehen Mouches Volantes (Mückensehen), und der Verschwartungsprozess kann zu Verformung des Augapfels führen, was zu Fehlsichtigkeit beiträgt (Myopie, Ambliopie, siehe Augenmuskeln).
Biologischer Sinn:
Die Funktionsminderung in der Stressphase verschleiert die Bedrohung oder blendet sie aus, damit sich der Betroffene auf die Flucht fokussieren kann.
Bleibende Fehlsichtigkeit entspricht den Bedürfnissen, das weit Entfernte oder das Naheliegende auszublenden.
Sozial
Beispiele:
- Die Klientin weigert sich zur Untersuchung zu gehen, obwohl sie wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch hat. Die “Krankheit lauert”, aber ihre Angst vor Ärzten ist größer. Ihre Kurzsichtigkeit verstärkt sich. (Klapp)
- Die Klientin hat Panikattacken, kann aber nicht definieren wovor. Gleichzeitig hat sie viele schwebenden Mücken im Sichtfeld. (Klapp)
- Eine Frau mit RCS auf dem Auge der nichtdominanten Seite ist in eine neue Wohngemeinschaft gezogen, in der sie sich wohl fühlt. Sie hatte vorher lange alleine gelebt, auch aus Angst verletzt zu werden. Sie erkennt Konflikte mit ihrer Mutter im Hintergrund, die sie jetzt bereinigen kann. (Odum)
Zusätzliche Information
Makuladegeneration betrifft sowohl die Retina als auch die Choroidea: Während der Netzhautablösung in Regenerationsphase A beobachtet man oft eine übermäßige Neubildung von den Gefäßen der Aderhaut hinter der Retina. Dies geschieht in der Stressphase eines “visuellen Brocken”-Konfliktes”, der durch die Sehverminderung getriggert wird.
Konstellationen:
Paranoia: Retinarelais beider Hemisphären (und damit alle 4 Netzhauthälften) sind stressaktiv. Der Betroffene fühlt sich verfolgt, Verschwörungstheorien sind häufig. Wenn die Konfliktthemen territorieller oder sexueller Natur sind, können manische und depressive Zuständen auftreten.
Ausweglos: Ein Retina-(oder Glaskörper-)relais und ein Frontalrelais Schilddrüsengang/Schlundbogengang) sind betroffen. Das kann mono- oder bilateral sein. Die Reaktion ist unvorhersehbar, es können Erstarrung oder spontane Ausbrüche auftreten, um sich aus der Klemme zu befreien.
Differentialdiagnose:
Augenlinse (GHR -/+) Stress (Lebenssinnverlust): verminderte Trophik, Verdünnung der Linse, Linsentrübung (Katarakt); Regenerationsphase: Wiederaufbau; chronisch: Elastizitätsminderung der Linse, Akkomodationsprobleme (Presbyopie).
Glaskörper (GHR, GHML -/+) Stress (Verfolgungsangst): Degeneration, verminderter Augeninnendruck; Regenerationsphase: Schwellung, Eintrübung, Glaukom, chronisch: Mouches Volantes (Mückensehen)
Cornea – Hornhaut (GHR -/+): Chronische Prozesse von Verdünnung und Verdickung (Trigger: visuelle Trennung) führen zu Formveränderung der Hornhaut und zu Astigmatismus (Stabsichtigkeit).
Aderhaut – Choroidea (SH +/-) Stress beim Einfangen des Bildes/Wertes: verstärkte Neubildung von Blutgefäßen und der Pigmentschicht führt zu vermindertem Kontrastsehen, (Beteiligung an “Makuladegeneration”); Regenerationsphase: Choroiditis, Uveitis, Normalisierung