Augen – Aderhaut (Choroidea)
Anatomie
Die Aderhaut ist eine 4-lagige Gewebsschicht zwischen der Netzhaut und der Sclera im hinteren Bereich des Augapfels. Phylogenetisch ist sie eine Auswölbung der weichen Hirnhaut (Pia mater). Sie enthält viele Blutgefäße und versorgt damit die Trophik des Glaskörpers.
Ausserdem stellt sie den “Ur-Augenbecher” dar:
Sie ist enthält das Pigment Melanin, welches die Beugung und Reflexion des Lichts erwirkt, es damit verstärkt und auf die Photorezeptoren der Netzhaut leitet. Damit werden verwirrende, unkontrollierte Lichtreflexionen und Zerrbilder vermieden.
Gehirn
Das Stammhirn spiegelt die archaische Ringstruktur des Urdarms wieder:
im rechten Stammhirn sind die Relais der Wert-einführenden Organgewebe von Ösophagus bis zum Dünndarm, im linken Stammhirn die der hinausführenden Anteile von Zäkum bis zum Mastdarm. Medial zu beiden Seiten befinden sich die Relais von Schlund-, Ohren- und Augenanteilen (Tränendrüsen), sowie die der Zirbeldrüse, des Hypophysenvorderlappens und der Schilddrüse.
Relais:
1. Stammhirn ( + | – ) lateral li & re für Pigmentschicht
2. Großhirnmarklager ( – / +) frontal für Blutgefäße
Psyche
Biologisches Thema:
1. (SH): Erfassen oder Vermeiden eines “visuellen Brockens” (Überlebensaspekt)
2. (GHML): Visuelles Trauma mit Selbstwertaspekt
Gefühle, Gedanken:
Aufmerksamkeit, Druck, Angst, Hoffnungslosigkeit
- Das blendet mich!
- Dieses Bild verfolgt mich.
- Ich kann mit so wenig Licht nicht sehen!
- Ich muss das sehen!
- Ich wünschte, ich hätte das nie gesehen..
META-Bedeutung
- Licht und Schatten gehören zusammen.
- Ich kann genau so viel Licht und Dunkelheit zulassen, wie meine Augen brauchen.
- Ich und meine Augen sind beschützt.
- Ich finde alles, was ich brauche.
Organ
Stressphase:
1. (SH): Funktionsplus der Lichtverstärkung, Symptome eng mit dem Netzhautpigment verknüpft. Dadurch Veränderung des Sehens (Farbsehen, Nachtblindheit), siehe auch zusätzliche Information.
Bildung eines Aderhautmelanoms (uveales Melanom) möglich.
2. (GHML): Schwächung der Blutgefäßwände in der Aderhaut, Diagnose “polypoidale choroidale Vasculopathie” möglich.
Regenerationsphase:
1. (SH): Entzündlicher Gewebsabbau (Uveitis, Chorioiditis) ggf mit mykobakterieller- oder Pilzbeteiligung (zB Candida, Tuberkulose, Lepra). Schleier, oder Wolkensehen. Schmerzlos, wenn nur die Aderhaut und nicht die Iris oder Netzhaut beteiligt ist.
2. (GHML): Während der Regenerationsphase A sind die Blutgefäßwände schwach und können reissen (Einblutung), vor allem bei NSR-Syndrom. Neuvaskularisation (Blutgefäßbildung) unter Entzündung (Uveitis) ggf mit bakterieller Beteiligung (zB Borreliose, Syphilis).
Biologischer Sinn:
1. (SH): Die Funktions- und Gewebsverstärkung in der Stressphase soll helfen, den “visuellen Brocken” einzufangen oder abzuwehren.
Sozial
Beispiele
- Ein älterer Bauer, der alleine lebt, sieht seinen Hof verkommen, weil seine Kinder fortgezogen sind und er der Arbeit selbst nicht mehr Herr wird. Er entwickelt eine Makuladegeneration mit überschießender Neubildung von Blutgefäßen hinter der Netzhaut.
- Eine junge Frau zieht auf einen Bauernhof ohne Elektrizität. Es gibt nur Schummerbeleuchtung, und viel Arbeit muss draussen im Dunkeln verrichtet werden. Sie entwickelt ausgezeichnetes Dunkelsehen, was sich nach dieser Phase (Regenerationstrigger) jedoch normalisiert. (Klapp)
- Ein Mann hat nach exzesivem Sungazing eine hohe Lichtempfindlichkeit und stechende Schmerzen ums ganze Auge herum zurückbehalten. Er ist zurückhaltend und hat Probleme, “sein eigenes Licht strahlen” zu lassen. Das Sungazing war seine einzige Strategie, den Tod seines Vaters zu verschmerzen. Er muss aus dem Schatten des Vaters treten. (Odum)
- Eine Frau mit Aderhautmelanom leidet an tiefer Hoffnungslosigkeit. Sie glaubt sündig zu sein und nur vom Licht Gottes errettet werden zu können. Dies ist ein transgenerationales Muster aus ihrer Ahnenreihe, was sie durch Selbstvergebung erlösen muss. (Odum)
Zusätzliche Information
Die Aderhaut spielt eine Rolle bei der Entwicklung von Makuladegeneration: in der feuchten Form wachsen Blutgefäße aus der Aderhaut unter der Netzhaut. Dies scheint auf eine “hängende Reparatur” ohne Signal der Ausheilung zu deuten. In der trockenen Form verdickt sich die Bruch-Membran (Grenzmembran) und es bilden sich Ablagerungen (Drusen). Diese Reaktionen ist typisch bei wiederholten Prozessen.
Konstellationen
Stammhirnkonstellation möglich: perplex, konsterniert, Bewegung wird reduziert. Ziel: Neuorientierung
Differentialdiagnose:
Lymphgefäße (GHML -/+) des Schädels: ein “okulozerebrales Lymphom” (Augentumor, Regenerationsphase) kann eine Uveitis vortäuschen (Pseudo-Uveitis)
Retina – Netzhaut(GHR -/+) Regenerationsphase (Verfolgungsangst): Netzhautablösung, dadurch eingeschränktes Sichtfeld; Retinitis pigmentosa kann auch eine Uveitis vortäuschen.
Iris – Regenbogenhaut(SH, MH +/-) Stress (Einfangen von Information): Irispigmentproliferation und Ziliarmuskelspannung beeinflussen die Einstellung / Akkomodationsfähigkeit der Pupille, dadurch auch Lichtempfindlichkeit oder Nachtblindheit.
Glaskörper (GHR, GHML -/+) Stress (Verfolgungsangst): Degeneration, verminderter Augeninnendruck; Regenerationsphase: Schwellung, Eintrübung, Glaukom, chronisch: Mouches Volantes (Mückensehen)