Mittelohr – Hörknöchelchen und Muskeln
Anatomie
Das Mittelohr enthält 3 kleine Knochen: den Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes), die mit Bändern und Muskeln aufgehängt sind und zusammen eine Hebelwirkung ausüben. Diese haben die Funktion, die Vibrationen des Trommelfells mechanisch in Druckwellen der Flüssigkeit der Schnecke (Cochlea) im Innenohr zu übertragen.
Die Hörknöchelchen können auch den Schalldruck reduzieren, da das Innenohr sehr empfindlich für Überreizung ist. Zwei Muskeln können die Schallverstärkungskette unterbrechen: Der Stapediusmuskel (der kleinste Skelettmuskel des Körpers) ist mit dem Steigbügel verbunden und verkantet diesen. Er wird durch den Facialisnerv bei zu hohem Schalldruck stimuliert. Der Tensor Tympani spannt das Trommelfell, damit der Schalldruck reflektiert und von der Umgebung abgefangen wird. Er setzt an der Basis des Hammers an und wird vom medialen Pterygoidnerv, einem Ast des Trigeminus, inerviert. Der Tensor Tympani reagiert nicht auf hohen Schalldruck, sondern auf einen Schreckreflex.
Grafik: Wikipedia, Geo-Science
Gehirn
Relais:
1. Großhirnmark (-/+) im “Schädelbereich”, für Gehörknöchelchen
2. Mittelhirn (+/-) dorsomedial li & re, für die unwillkürliche Muskelaktion
vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
1. Nicht genug hören können, Selbstentwertung
2. Lauten Schall dämpfen müssen
Gefühle, Gedanken:
Selbstzweifel, Frustration
- Ich kann das nicht hören/verstehen!
- Das wäre wichtig gewesen zu hören.
- Das ist mir zu leise/zu laut!
META-Bedeutung:
- Meine Ohren fangen alle Information auf die ich brauche, und lassen den Rest vorbei.
- Ich akzeptiere und liebe meine Sinne!
Organ:
Stressphase:
Trophikminderung der Knochen- und Bandstrukturen, dadurch Funktionseinbuße in der Hörqualität.
Der Stapediusmuskel wird durch Reflex aktiviert, um vor “Schallattacken” zu schützen. Die Innervation folgt dem Muster des Mittelhirns. Auch der Tensor Tympani reagiert unwillkürlich in Schrecksituationen.
Regeneratiosphase:
Die Reparatur der geschwächten Strukturen erfolgt mit einem entzündlichen Prozess und bakterieller Beteiligung. Er wird als bakterielle Mittelohrentzündung (Otitis media) diagnostiziert.
Biologischer Sinn:
1. Nach vollendeter Reparatur sind die Strukturen kräftiger und haltbarer.
2. Schutz vor Schallüberlastung in der Stressphase/dem UDIN-Moment
Sozial
Beispiele:
- Eine Immigrantin hat Probleme, die neue Sprache zu erlernen und die Informationen aufzufassen. Sie empfindet das als Selbstwerteinbruch.
- Eine Lehrerin muss täglich hohe Lärmpegel ertragen. Sie entwickelt Otosklerose.
- Nach einer Hypnosesitzung wegen Hör- und Verständnisschwierigkeiten für eine Fremdsprache findet die Klientin in den Fluss und den Glauben an sich selbst – eine positive Megalomanie. (Klapp)
Zusätzliche Information
Konstellationen:
Hör-Megalomanie: beidseitige Hör-Selbstwertkonflikte führen zu übersteigertem Glauben an die eigene Hör- und Erkenntnisfähigkeit.
Differentialdiagnose:
Physische Verletzung des Facialis-/Stapediusnervs kann zu Lähmung des Stapediusmuskels mit Überempfindlichkeit führen.
Mittelohr – Paukenhöhle & Eustachische Röhre (SH +/-): Stress bei Informationsaufnahme: Geräuschempfindlichkeit, schlechtes Filtervermögen, evtl Gewebszuwachs und Innendruck aufs Trommelfell; Regenerationsphase: Mittelohrentzündung mit eitrigem Ausfluss.
Innenohr – Hörfunktion (GHR -/+): nur funktionelle, keine Organveränderung. Stress (Hören von Ungewolltem): Tinnitus; Regenerationsphase: Hörsturz, zeitweiser Hörverlust. Hörkonstellation möglich (Stimmenhören, Paranoia, kann sich bei Revierthematik manisch/depressiv ausprägen)
Innenohr – Vestibulum (GHR -/+): nur funktionelle, keine Organveränderung. Stress (Kontrollverlust): Schwindel (Vertigo)