Nerven und Gehirn – Motorische Innervierung
Anatomie
Die willkürliche Bewegungs- und Haltefähigkeit wird durch die Innervation der Skelettmuskeln erzeugt, die Impulse aus der Großhirnrinde über Motoneuronen an die Muskelfasern vermittelt.
Für die quergestreifte Muskulatur des Kopfes liegen die Zellkörper in den motorischen Kernen (Nuclei motorii) der Hirnnerven.
Ein Motoneuron ist eine Nervenzelle aus dem motorischen Cortex, deren Zellkörper im Rückenmark liegt und deren Faser (Axon) aus dem Rückenmarkskanal austritt (“Nervenwurzel”), um sich zu verzweigen und verschiedene Muskelfaserbündel direkt oder indirekt zu steuern.
Zusammen mit allen durch die motorischen Endplatten des Nerven gemeinsam angesteuerten Muskelfasern spricht man von motorischen Einheiten, die zusammenarbeiten, um die Kontraktion und Spannung eines Muskels zu koordinieren. Die Anzahl der Muskelfasern einer motorischen Einheit variiert stark zwischen verschiedenen Muskeln: während der Ouadrizeps im Oberschenkel 1000 Fasern pro Einheit haben kann, hat der äussere Augenmuskel vielleicht nur 10.
Modulation der Motorik geschieht beim Durchlaufen des Kleinhirns, wo der Impuls durch Schaltneurone gehemmt wird.
Auch die Muskelfaszien spielen in der Koordination und Regulation der Skelettmuskeln eine Rolle, die stark sensorisch innerviert sind und für Feedback der Haltung und Bewegung ans Gehirn sorgen. Sie verfügen über glatte Muskelzellen, die dem Althirnschema (+/-) folgen.
Die glatte Organmuskulatur und der Herzmuskel werden durch das autonome Nervenystem (Sympathikus und Parasympathikus) und das enterische Nervensystem unwillkürlich gesteuert.
Gehirn
Kleinhirnbereiche, Quelle: Harsh shaH
Relais:
1. Großhirnrinde (-/+) Motorisches Rindenfeld
Motorischer und sensorischer Cortex
2. Mittelhirn (+/-): Innervation der glatten Muskulatur via ANS, glatte Muskelzellen in Haut und Muskelfaszien
vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
1. (GHR) Lähmendes Trauma
2. (MH) Physische Überforderung
- Beine: nicht entfliehen oder mit jemand mithalten können.
- Arme/Hände (Beuger/Adduktoren): etwas oder jemand nicht festhalten können.
- Arme/Hände (Strecker/Abduktoren): etwas oder jemand nicht abwehren wegdrücken oder -stoßen können.
Gefühle, Gedanken:
Schock, Aufgeben oder Schutzinstinkt, Erstarrung
- Ich kann nicht tun, was ich soll!
- Ich kann nicht wegkommen!
- Die laufen mir weg!
- Es geht nicht!
META-Bedeutung:
- Jetzt mach ichs noch mal!
- Jetzt kann ich das abschütteln was war, und aus der Erstarrung kommen!
- Es gibt immer noch eine andere Lösung.
Organ
Stressphase:
1. Zunächst keine Veränderung in der Gewebsstruktur, sondern Funktionsverlust der Skelettmuskeln durch Hemmung der motorischen Innervation. Dadurch Muskelschwäche oder Lähmungsgefühl.
Die Paralyse betrifft meist spezifische Muskeln, neigt aber dazu, sich auszuweiten. Sie ist nicht schmerzhaft.
Bei längerer Konfliktdauer kommt es fast unweigerlich zu Zweitkonflikten, da das Programm – der Erstarrungsreflex – nur in akuten Situationen zum Überleben hilft, der Betroffene aber darin verblieben ist. Daher kommt es bei Selbstentwertung durch “Nicht-können” zum Rückgang der Muskelernährung und zu Muskeldystrophie oder -atrophie. Auch das Umfeld und die eigenen Gedanken spielen bei der Prognose eine große Rolle.
Mögliche Diagnosen: “kalter” Schlaganfall/Apoplex, Multiple Sklerose (MS), primäre Lateralsklerose (PLS), amyelotrophe Lateralsklerose (ALS), Polio, Guillain-Barré-Syndrom
2. Faszien: Hypertonus (Verspannung) und Steifigkeit bei Angriff oder fordernder Situation.
Regenerationsphase:
1. Wiederkehrende Nerv- und Muskelfunktion. In kurzfristigen Konflikten spontane Wiederherstellung, oft induziert von Zittern oder Schütteln; ansonsten langsames Wiederkehren der Bewegungsfähigkeit.
2. Faszien: Normalisierung der Muskelspannung.
Heilkrise:
1. Zittern, Krämpfe, unwillkürliche Bewegung, evtl begleitet von kurzer Bewusstlosigkeit, “Blackout”. Manchmal kommt es nicht zu Krämpfen, sondern zur kompletten Erschlaffung und Ohnmacht.
Der in der Medizin übliche Begriff für wiederkehrende, nicht provozierte Krämpfe ist Epilepsie.
Biologischer Sinn:
Eine Paralyse imitiert den Totstellreflex in lebensbedrohlichen ausweglosen Situationen, der auch die Sensibilität betrifft und nach Stephen Porges’ Polyvagaltheorie durch den alten, unmyelinisierten Anteil des Vagusnervs gesteuert wird.
In der heutigen menschlichen Gesellschaft können Konflikte jahrelang andauern und führen so zu chronischer Hemmung der Lebensfunktionen und unbiologischer Krankheit. Diese muss mit Erkenntnis aufgelöst und die Wahrnehmung mit Hilfe des Social Engagement System und Motivation umtrainiert werden.
Sozial
Beispiele:
- Eine Frau wird von der Polizei angehalten und ihr Alkoholspiegel getestet. Sie fühlt sich ungerecht verdächtigt. Nach dem Ereignis werden ihre Beine schwach und sie geht schlurfend. Später wird die Diagnose MS gestellt.
- Ein neu gekauftes Katzenjunges wird von einer großen Katze in ihrem Revier angegriffen, und kann nach erster Erstarrung fliehen. Danach werden jedoch ihre Hinterläufe zunehmend schwächer, bis sie gelähmt sind. (Klapp)
- Eine Sportlerin bekommt die Diagnose MS und fühlt sich und ihren Lebensinhalt zerstört. Der möglicherweise reversible Prozess wird durch die eigenen Assoziationen und Bewertungen und ihren Kampf chronisch, sie erlebt progressive Schwäche. Durch beharrliches Transformieren der UDINs und Glaubenssätze baut sie ihre Kraft wieder auf. (Valentic, MHU Archiv)
- Ein 7-jähriges Mädchen muss wegen Umzugs der Eltern seine Spielkameraden verlassen. Es erleidet einen motorischen – und einen Schmerzkonflikt sowie einen Verlassenheitskonflikt und entwickelt MS. (Klapp)
Zusätzliche Information
Motorische Konflikte (sowie auch Schmerzerleben) führen oft zu Selbstentwertung, was die Muskeltrophik vermindert. Das führt zu einem Teufelskreis von mehr motorischen Konflikten.
Diese Konflikte können schon vom Fötus vorgeburtlich erlebt werden, der unfähig ist, von Stressauslösern wie Lärm, Stößen, medizinischen Untersuchungen zu fliehen. Auch kann das Stresserleben der Mutter assimiliert werden.
Konstellationen:
Motorische Konstellation (motorische Konflikte in beiden Hemisphären): Bewegungsdrang oder -zwang, Ruhelosigkeit, Tic
Das “Restless-Leg-Syndrom” mit Parästhesie in den Beinen gehört oft zu dieser Konstellation, diese hat jedoch sensuelle Auslöser.
Differentialdiagnose:
Andere Gründe für Lähmungen:
- Nerven- oder Sehnenverletzungen bei Unfällen oder Operationen
- Hirnödem oder Hirntumor, die durch mechanischen Druck die motorischen Nerven komprimieren oder verletzen
- Vergiftung durch Toxine oder Drogen
- Nach einigen Impfungen (so wie HPV – Gardasil) kann es zu temporären oder bleibenden Lähmungen kommen. Eine Verbindung zum motorischen Konflikt ist möglich.
Nerven – Sensorische Innervation (GHR, -/+ oder +/-): Taubheit (ÄHS) oder Hyperästhesie (IHS) je nach Sensibilitätsschema in Stressphase und Heilkrise, Heilkrise mit Absence/Weggetretensein
Nerven – Myelinscheide (KH +/-): Demyelinisierung (tritt zB bei Multipler Sklerose auf) durch chronische Schmerzangst oder -abwehr.
Hirnhaut (KH +/-) Stress (Attacke auf Gehirn oder Glauben): Gewebszuwachs; Regenerationsphase: entzündlicher Abbau, Meningitis (Symptome und Restzustände können Lähmung beinhalten)
Skelettmuskulatur (GHML -/+) Stressphase (Leistungs-Selbstzweifel): Trophikminderung, Gewebsabnahme
Glatte Muskulatur (auch der Skelettmuskelfaszien) (MH +/-) Stressphase (Leistung, Schutz): Spannungserhöhung und Verdickung bewirkt auch Trophikveränderung des Muskelgewebes und Verklebungen; Regenerationsphase: Tonusnormalisierung