Glatte Darmwandmuskulatur
Anatomie:
Glatte Muskulatur gibt es innerhalb der Schleimhaut (Lamina muscularis mucosae), und in der Darmwand.
- Die Muskelschicht der Schleimhaut ist aus mehreren dünnen Schichten von glatten Muskelfasern gebildet, die unterschiedlich orientiert sind und welche die Oberfläche der Schleimhaut und der darunterliegenden Drüsen umgibt, um in einer konstanten sanften Bewegung die Sekretion der Drüsen anzuregen, und den Austausch zwischen Schleimhaut und Darminhalt zu optimieren.
- Die glatte Muskelschicht der Darmwand übt die Funktion der Peristaltik entlang des Darmes aus und befördert den Chymus durch den Verdauungstrakt. Sie besteht aus einer querverlaufenden Ringmuskelschicht und einer längsverlaufenden Schicht .
Zwischen den beiden Muskelschichten verläuft eine schmale Bindegewebsschicht mit vielen Blut- und Lymphgefäßen. In dieser Schicht befindet sich auch ein Nervengeflecht des enterischen Nervensystems.
Der Gastro-Intestinaltrakt generiert Bewegung, indem die Erregung glatter Muskelfasereinheiten über Gap Junctions weitergeleitet wird. Diese Untereinheiten steuern spontan entweder eine tonische oder eine phasische Art der Bewegung. Eine tonische Anspannung ist die Anspannung, welche jeweils für mehrere Minuten bis zu Stunden beibehalten wird. Diese gibt es in den Schließmuskeln und im vorderen Magen. Die phasische Kontraktion besteht hingegen aus kurzen Perioden von Anspannung und Entspannung, und wird durch die äusseren längsverlaufenden Fasern ausgeführt. Sie kommt vorwiegend im hinteren Magen und im Dünndarm vor.
Das Muster der Gastro-Intestinalen Bewegung als Ganzes kann in zwei unterschiedliche Muster unterteilt werden, der Peristaltik und der Segmentation: - Die Peristaltik ist eines der Muster, welche während und kurz nach einer Mahlzeit stattfindet. Die Kontraktion erfolgt in Wellenmustern von oben nach unten im gesamten GI Trakt von einer Sektion zu der anderen. Die Kontraktion geschieht direkt hinter dem Speisebrei und zwingt diesen Richtung Anus in die nächste entspannte Sektion des glatten Muskels. Diese entspannte Sektion kontrahiert dann ihrerseits und fördern sanft das Fortbewegen des Speisebreis um 2–25 cm je Sekunde.
- Die Segmentation tritt auch während und kurz nach einer Mahlzeit auf, wobei der Darm zufällig eingeschnürt wird und in Segmente unterteilt wird. Diese Einschnürung bleibt nur kurze Zeit erhalten und erscheint dann an anderer Stelle. Dieser Prozess wird durch die längsverlaufenden Muskeln ausgeführt und dabei wird der Speisebrei durchgewalkt. Dieses Durchwalken führt zu einem gleichförmigen Brei aus Speise und Verdauungsenzymen. Ebenso wird dabei der Kontakt mit dem Epithel gewährleistet, um die Aufnahme der Nährstoffe zu ermöglichen.
Glatte Muskelfasern im Längs- und Querschnitt
Aktin- und Myosin-Filamente kontrahieren sich in einer glatten Muskelzelle
Schichtung der Darmwand
Grafiken: Wikipedia
Gehirn
Relais:
Mittelhirn (+/-)
Grafik: Kevin Dufendach, vgl Stammhirn
Psyche
Biologisches Thema:
Vorwärtsschieben oder Zurückhalten und Bearbeiten eines Brockens (bzw einer Information)
Gefühle und Gedanken:
Zurückgehaltener Ärger (ggf auf sich selbst), Groll
- Ich komme damt nicht weiter.
- Es liegt mir schwer im Magen.
- Ich stecke hier fest.
- Meine Lebenslage verbessert sich nicht.
META-Bedeutung:
- Alles was das Leben mir gibt, kann ich verdauen und fließend weitergeben.
- Ich bewege mich durch jede Situation mit Leichtigkeit und Klarheit.
Organ:
Die Seitendominanz ist zur Analyse nicht relevant.
Stressphase:
Erhöhte Funktion rund um den festsitzenden Brocken und evtl lokale Zellproliferation in den glatten Darmmuskeln (Myom). Dieses kann, aber muss nicht von Schmerzen begleitet werden. Der Rest des Darmes reagiert daneben mit einer verminderten Peristaltik, möglicherweise bis zum paralytischen lleus (Darmverschluß) oder einer Enteroparese. Typische Symptome sind auch Verstopfung und Durchfall im Wechsel: Durchfall ist eine normale vagotone Reaktion in der Regenerationsphase. Im Stress kann man "nervösen" Durchfall für die “Marscherleichterung” auf der Flucht haben.
Regenerationsphase:
Generell erhöhte Peristaltik des Darmmuskels, was zu Darmkoliken führen kann. Mögliche Symptome sind: Durchfall, Koliken, Verdauungsschwierigkeiten und Übelkeit. Diese Symptome werden oft als gastrointestinale Infektion, die sogenannte Darmgrippe diagnostiziert.
Heilkrise:
Zunächst die Wiederholung des lokalen Hypertonus und der allgemeinen Immobilisation der Peristaltik, gefolgt von einer klonischen Erhöhung der Peristaltik des Darmes.
Biologischer Sinn:
Der lokale Hypertonus und die erhöhte Peristaltik in der Stressphase helfen den Brocken zu verdauen, indem er sehr gut mit den Verdauungsenzymen vermischt wird und die Nährstoffe, Wasser und Information entnommen werden, bevor er weitergeschoben wird.
Die erhöhte Peristaltik ohne Segmentation im “nervösen Darm” hilft, Ballast schnell loszuwerden.
Sozial:
Beispiele:
- Ein Anwärter kann seine Doktorarbeit nicht beenden, benötigt sie aber, um sich bei der gewünschten Stelle zu bewerben.
- Ein arbeitsloser Vater eines behinderten Kindes hat keine Hoffnung eine Arbeitsstelle zu finden.
- Eine Person ist sehr besorgt wegen dem unangemessenen Verhalten des Partners. Dieses Problem beeinträchtigt die Beziehung. Diese steckt jetzt fest.
- Ein Mann gab “klein bei” und ließ sich Aufgaben auferlegen, die er nicht tun will. Das machte ihm Groll (auch auf ihn selber), und er reagierte mit “schnellem Durchgang” der Speise. Indem er sich vornimmt die Situation zu bereinigen, beruhigt sich die Peristaltik.
Zusätzliche Information:
Das gleiche funktionale Thema, etwas zurückzuhalten oder los werden wollen ist bei allen glatten Organmuskeln gegeben wie bei denen des Magens, Darmes, Blase, Gebärmutter, Blutgefäße und Herz Atrium). Die motorische Organfunktion und die Muskeln reagieren oft zusammen mit der Ausscheidungsfunktion.
Differentialdiagnose:
Darmschleimhaut (SH +/-), Stressphase (Unverdaulichkeit): verstärkte Sekretion, Polypen oder Adenokarzinom; Regenerationsphase: entzündlicher Abbau. Muskulatur kann, aber muss nicht an Prozesen beteiligt sein.
gastro-intestinales lymphatisches Gewebe in Schleimhaut und Bindegewebe (GHML -/+) Stress (Wahl-/Lernprozess): Immuninsuffizienz, “Leaky gut”; Symptome der Regenerationsphase: Entzündlich und ödematös. Mögliche Diagnose: Lymphom, entzündliche fibroide Polypen, Perineuriom oder Leiomyom .
quergestreifte Muskulatur der Schließmuskeln (GHR, GHML -/+) Stress (Identität, Position): Schwächung/Lähmung, Tonusverlust; Heilkrise: Spasmen des Sphinkters
Neurale Läsionen (GHR -/+) wie Querschnittslähmung